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Make-A-Wish: Herzenswunsch des schwer kranken Leon geht in Erfüllung

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Für einen Tag Feuerwehrmann  

Der Herzenswunsch des schwer kranken Leon geht in Erfüllung

01.08.2014, 12:09 Uhr | Tanja Zech, t-online.de

Make-A-Wish: Herzenswunsch des schwer kranken Leon geht in Erfüllung. Make-A-Wish erfüllt schwer kranken Kindern Herzenswünsche:  (Quelle: Lars Reißig Photography)

Der kleine Leon kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einen Tag lang ist er mit der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach-Stedtfeld im Einsatz. (Quelle: Lars Reißig Photography)

Ich möchte Feuerwehrmann werden! Ich möchte meinen Lieblingsstar treffen! Solche Wünsche hat jedes Kind, doch für manche rückt deren Erfüllung in den Bereich des Unmöglichen, weil sie an lebensbedrohlichen Krankheiten leiden. Der Verein "Make-A-Wish" hat sich zum Ziel gesetzt, solchen Kindern Herzenswünsche zu erfüllen, um ihren Lebensmut zu stärken. So konnte auch Leon für einen Tag seine schwere Krankheit vergessen.

Der Fünfjährige aus Eisenach leidet an einem angeborenen Immundefekt und hat viel Zeit seines jungen Lebens in Kliniken verbracht und komplizierte Operationen überstanden. Sein Lieblingsspielzeug ist das Feuerwehrauto, noch größer ist die Begeisterung für die echten Einsatzfahrzeuge und die Feuerwehrmänner in ihren Uniformen. Mit Unterstützung von "Make-A-Wish" ging für ihn ein Traum in Erfüllung: Einen Tag lang durfte Leon ein Feuerwehrmann sein.

Freiwillige Feuerwehr, DRK, Polizei, Kindergartengruppe und Nachbarn - etliche Menschen wirkten mit, um für den kranken Jungen aufregende Feuerwehreinsätze zu inszenieren. Er bekam eine kleine Uniform samt Helm verpasst, wurde mit Blaulicht im Einsatzwagen abgeholt, war beim Feuerlöschen, Rettung eines Verletzten und Aufschneiden eines Unfallautos dabei. Mit seinen freudestrahlenden Augen eroberte Leon die Herzen aller Feuerwehrmänner und Helfer.

Foto-Serie mit 3 Bildern

Christophers Schicksal begründet "Make-A-Wish"

Die Idee zu "Make-A-Wish" entstand 1980 in den USA. Die Mutter des siebenjährigen, leukämiekranken Christopher wollte ihm den Wunsch erfüllen, einmal Polizist zu sein. Die örtliche Polizeistation setzte alles daran, dem kranken Jungen einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Christophers Begeisterung inspirierte die beteiligten Helfer zur Gründung der "Make-A-Wish-Foundation".

Inzwischen gibt es weltweit über 35 Tochterorganisationen, die schon über 330.000 kranken Kindern eine große Freude bereiteten. Der gemeinnützige Verein "Make-A-Wish Deutschland e.V." wurde 2008 in München gegründet und verfügt über ein bundesweites Netzwerk von über 200 ehrenamtlichen Unterstützern. Um Kinderwünsche verwirklichen zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Kranken Kindern Kraft und Lebensfreude schenken

"Indem wir schwer kranken Kindern lang gehegte Wünsche erfüllen, möchten wir ihnen Lebensfreude und Kraft im Kampf gegen die Krankheit schenken. Das stärkt die ganze Familie, denn viele kennen wegen der langen Klinikaufenthalte gar kein normales Familienleben mehr", erklärt Vereinssprecherin Kathleen Stender-Theuring. Die Kinder zehren lange von dem freudigen Erlebnis, das ihnen hilft, ihre Krankheit für eine Weile zu vergessen, und im besten Fall den Heilungsprozess positiv beeinflusst.

Welche Kinder einen Wunsch frei haben

Über ein Formular auf der Homepage makeawish.de kann jeder ein Kind vorschlagen. Außerdem steht der Verein im Kontakt zu Kliniken, Ärzten und Sozialdiensten, die Eltern kleiner Patienten auf die Möglichkeit aufmerksam machen.

Wünsch Dir was! 
Make-A-Wish lässt Kinderträume wahr werden

Der Verein erfüllt Kindern mit einer lebensbedrohlichen Krankheit einen lang ersehnten Wunsch. Video

Drei Bedingungen knüpft "Make-A-Wish" an die Wunscherfüllung: Das Kind soll mindestens drei Jahre alt sein, weil Kinder erst ab diesem Alter konkrete eigene Wünsche formulieren können. Außerdem lässt sich der Verein vom betreuenden Arzt bescheinigen, dass es an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet. Der Gerechtigkeit willen, darf das Kind nicht bereits von einer anderen Organisation einen Wunsch erfüllt bekommen haben.

Was tun, wenn der Mond unerreichbar ist?

Wenn alles passt, besuchen Ehrenamtliche die Familie und ergründen, warum das Kind einen speziellen Wunsch hegt und was genau es sich darunter vorstellt. "Wenn sich zum Beispiel ein Mädchen einen Prinzessinnengeburtstag wünscht, ist es für uns ganz wichtig zu wissen, ob das Kleid rosa, blau oder weiß sein soll und ob auch eine Kutsche zur Welt der Prinzessin gehört."

Bewegende Geschichte 
Fünfjähriger rettet als "Batkid" San Francisco

Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Geschichte des Fünfjährigen im Netz. Video

"Grundsätzlich soll alles möglich sein", sagt Stender-Theuring, schränkt aber ein, dass sich manche Wünsche beim besten Willen nicht erfüllen lassen. Zum Beispiel ein Flug ins All, ein Treffen mit einem Star, dessen Management keine Lücke im Terminkalender finden will oder eine große Reise, die das Spendenbudget sprengt. Deshalb hüten sich die Helfer vor voreiligen Versprechen und prüfen zunächst die Machbarkeit. Nicht zuletzt muss der Gesundheitszustand des Kindes stabil genug sein.

Dann beginnt die Wunscherfüllungsmission des Helfernetzwerks. Manchmal ist Kreativität gefragt. Wenn der Mond unerreichbar ist, darf das Kind ein Weltraumforschungszentrum besuchen, um Schwerelosigkeit in einem Simulator zu erleben und über eine nachgebaute Mondoberfläche zu schreiten.

Ein Tag als "Batkid" oder Prinzessin

Zu den häufigsten Wünschen gehört eine Reise mit der ganzen Familie ins Disney-Land. Immer wieder empfängt der Verein in Deutschland auch Kinder von den "Make-A-Wish"-Kollegen aus den USA - sei es, um eine Runde auf dem Nürburgring zu drehen oder romantische Orte wie Schloss Neuschwanstein zu besuchen.

Viele Kleinkinder träumen davon, in eine bestimmte Rolle zu schlüpfen, etwa Feuerwehrmann, Polizist, Prinzessin oder Batman zu sein, weiß Stender-Theuring. "Das sind dann ganz besonders magische Momente, die alle Beteiligten sehr berühren." Eine besonders spektakuläre "Make-A-Wish"-Aktion in den USA verbreitete sich Ende 2013 rasant über die sozialen Netzwerken und rührte Menschen rund um den Globus: Ein kleiner krebskranker Junge verwandelte sich in einen Superhelden und durfte als "Batkid" durch San Francisco düsen.

Glänzende Augen bei Treffen mit Thomas Müller und Justin Bieber

Ältere Kinder möchten oft ihre Stars und Idole treffen. "Derzeit stehen Fußballer hoch im Kurs." Viele Sportvereine ziehen mit und ermöglichen die Begegnung, so zum Beispiel für den Teenager Anderson, der mit weichen Knien seinen Lieblingskicker Thomas Müller interviewen durfte. Schwieriger ist es, an Film- und Rockstars heranzukommen, doch für die zwölfjährige Franka erfüllte sich der lang gehegte Wunsch, Justin Bieber zu sehen, der sich vor einem Konzert in München Zeit für sie nahm.

Gelähmter Junge darf gedankengesteuerte Computer testen

Scheinbar Unmögliches möglich machen - diese Mission gelang dem Verein für den querschnittgelähmten Alexander. Der 15-Jährige ist fasziniert von der Entwicklung gedankengesteuerter Computer. "Make-A-Wish" fand eine Firma in Österreich, die einen Kollegen mit Laptop und Elektrodenhaube zu dem gelähmten Jungen schickte, um ein Computerspiel zu testen. Alexanders Freude wurde noch getoppt von dem Angebot der Firma, weiterhin als Tester an einem Forschungsprojekt zu gedankengesteuerten Robotern mitzuwirken.

Mehr Informationen und Spendenmöglichkeit auf der Homepage makeawish.de.

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