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Masern: Alarmierend viele Babys in Deutschland an Masern erkrankt

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Höchstzahl seit Meldepflicht  

Alarmierend viele Babys in Deutschland an Masern erkrankt

15.06.2015, 16:41 Uhr | AFP

Masern: Alarmierend viele Babys in Deutschland an Masern erkrankt. Masern: Ungeimpfte Kinder und Erwachsene können Babys mit Masern anstecken.   (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 176 Babys an Masern erkrankt. Das ist die höchste Zahl innerhalb eines Jahres seit Beginn der Meldepflicht für Masern im Jahr 2001. Der Kinderärzteverband bezeichnete die Zahl als alarmierend und hält die Präventionsstrategie der Bundesregierung nicht für ausreichend.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden zwischen Januar und Juni bundesweit 176 Kinder gemeldet, die sich im ersten Lebensjahr mit dem gefährlichen Masern-Virus infiziert haben. 114 dieser Kinder stammten aus Berlin, wo seit Herbst 2014 eine ungewöhnlich starke Masernwelle grassiert.

Säuglinge hätten das höchste Risiko, an einer chronischen Gehirnentzündung zu erkranken, der gefürchteten Spätfolge einer Masernerkrankung. Dabei dringen die Masernviren ins Gehirn ein, wo sie sich im Laufe des weiteren Lebens vermehren und das Gehirn zerstören. "Dieser Vorgang ist nicht zu stoppen. Daher gilt diese Erkrankung bisher leider als nicht heilbar", erklärte Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann.

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Ärzte fordern: Alle Kita-Kinder sollen geimpft sein

Um Säuglinge, die zum Impfen noch zu jung sind, und andere Kinder, die zum Beispiel wegen einer angeborenen Immunschwäche nicht geimpft werden können, vor Ansteckungen zu schützen, fordert der Ärzteverband seit langem eine nationale Impfstrategie. Dabei sollte sichergestellt werden, dass alle Kinder in Kitas entsprechend der Impfempfehlungen des jeweiligen Bundeslandes geimpft sind.

Einen Beratungsnachweis über Impfschutz, den die Bundesregierung im Präventionsgesetz verankern will, halten die Kinder- und Jugendärzte für nicht ausreichend. Neben den Kindern sollten auch Erzieher, Lehrer sowie alle anderen Betreuer einen kompletten Impfnachweis vorlegen.

Ohne Impfberatung droht Bußgeld

Die Regierungskoalition hat sich auf Regelungen für einen besseren Schutz vor ansteckenden Krankheiten wie Masern verständigt. Demnach kann künftig nicht geimpften Kindern der Besuch einer Kita oder Schule verboten werden, wenn dort Masern auftreten. Zudem soll eine ärztliche Impfberatung vor der Aufnahme eines Kindes in eine Kita schriftlich nachgewiesen werden. Länder sollen überdies Bußgelder verhängen können, wenn für ein Kind nach der Zuweisung eines Kita-Platzes keine Impfberatung nachgewiesen werden kann.

 (Quelle: dpa)

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