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Burnout beginnt im Kinderzimmer: Stress belastet jedes 6. Kind

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Jedes sechste Kind leidet unter Stress  

Burnout beginnt schon im Kinderzimmer

26.06.2015, 14:19 Uhr | dpa, AFP

Burnout beginnt im Kinderzimmer: Stress belastet jedes 6. Kind. Stress: Erwartungsdruck der Eltern setzt viele Kinder unter Dauerstress. (Quelle: obs/Bayer Vital GmbH/© Bayer HealthCare Deutschland)

Streng dich an! Erwartungsdruck der Eltern setzt viele Kinder unter Dauerstress. (Quelle: obs/Bayer Vital GmbH/© Bayer HealthCare Deutschland)

Eltern üben mit hohen Erwartungen und vollen Terminkalendern enormen Stress auf ihre Kinder aus - oft ohne es zu merken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Universität Bielefeld.

Wissenschaftler befragten für die Studie 1100 Kinder und Jugendliche sowie 1039 Eltern. Demnach leidet jedes sechste Kind und jeder fünfte Jugendliche in Deutschland unter deutlichem Stress. Aber neun von zehn Eltern glauben nicht, dass sie ihr Kind überfordern. 40 Prozent sorgen sich sogar, dass sie ihr Kind nicht gut genug fördern.

"Klassische Burnout-Symptome" bei Kindern

Anzeichen für Stress bei Kindern sind Einschlafprobleme, Kopf- oder Bauchschmerzen und Müdigkeit. Zwei Drittel der Kinder mit hohem Stress leiden darunter. "Das sind klassische Burnout-Symptome, die für Eltern wichtige Warnsignale sind", sagt Studienleiter Professor Holger Ziegler.

Stress hat noch mehr Auswirkungen: Zwei Drittel der betroffenen Kinder sind oft wütend, aggressiv oder gelangweilt. Sie haben weniger Selbstbewusstsein, leiden unter Versagensängsten und schaffen es schlechter, Probleme selbstständig zu lösen. Fast jedes zweites Kind hat Angst, die Eltern zu enttäuschen.

Elf Prozent der Jugendlichen mit hohem Stresslevel leiden unter depressiver Verstimmung, 14 Prozent fühlen sich als "Versager".

Zeit- und Leistungsdruck bestimmt den Kinderalltag

Als größten Stressfaktor für Kinder bezeichnete der Erziehungswissenschaftler "auf Leistung und auf Erfolg orientierte Erziehungspraxis". Daneben mangelt es den 6- bis 16-Jährigen vor allem an selbstbestimmter "Qualitätszeit": Mehr als 83 Prozent der Kinder mit hohem Stress haben nach eigenen Angaben keine Zeit für Dinge, die ihnen wirklich Spaß machen.

Eltern stopfen den Terminkalender voll

39 Prozent der 12- bis 16-Jährigen haben demnach an drei oder mehr Tagen pro Woche mindestens einen Termin nach der Schule, zum Beispiel Fußball, Musik-, oder Schwimmunterricht. Weil sie oft nicht selbst darüber entscheiden und erleben sie die Termine als Zwang und Belastung. Über 60 Prozent der gestressten Kinder geben an, kaum oder nie nach ihrer Meinung gefragt zu werden.

Eine Ursache für solchen "Förderstress" ist der Anspruch der Eltern, dass es ihre Kindern einmal besser haben sollen.

Wenn soziale Probleme auf den Kindern lasten

Bei Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern gibt es andere Ursachen für Stress: Auf ihren Schultern lastet oft große Verantwortung innerhalb der Familie: Sie haben viele Pflichten im Haushalt, müssen Behördengänge erledigen oder sich um die Erziehung der Geschwister kümmern.

"Kinderbaromenter" nennt Schule als größten Stressfaktor

Ein anderes Bild vermittelte das "Kinderbarometer" der Bausparkasse LBS Anfang 2015. Danach ist die Schule für Kinder in Deutschland der Stressfaktor Nummer eins. Druck von Eltern und Freunden empfänden hingegen nur 15 beziehungsweise sechs Prozent als Stress, wie die Umfrage unter 11.000 Kindern zwischen neun und 14 Jahren ergab.

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