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Schadstoffe in Spielzeug: Deutschland unterliegt vor EuGH

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EuGH-Urteil zu Schadstoffen in Spiezeug  

Jetzt sind die Giftmengen in Teddy, Bauklotz & Co. definiert

09.07.2015, 17:01 Uhr | dpa

Schadstoffe in Spielzeug: Deutschland unterliegt vor EuGH. Streit um Schadstoffgrenzen in Kinderspielzeug. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wieviele Schadstoffe vertragen kleine Kinder? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Knuddeln, Zerren, Lutschen - Spielzeug muss viel mitmachen. Umso wichtiger ist es, dass Kinder dabei nicht zu Schaden kommen. Dafür sollen Schadstoff-Grenzen sorgen. Doch welche Werte gelten? Ein EU-Urteil schafft Klarheit.

Auch für Bauklötze oder Puppen gilt EU-Recht: Deutschland muss die europäischen Schadstoff-Grenzen für Spielzeug anwenden. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschieden (Rechtssache C-360/14 P). Konkret geht es um die drei Schwermetalle Antimon, Arsen und Quecksilber, die teils als krebserregend gelten oder zu Störungen des Nervensystems führen können.

Die Bundesregierung hatte argumentiert, dass die eigenen Grenzwerte für diese Stoffe strenger seien als die europäischen Werte und wollte daher die deutschen Regelungen beibehalten. Die Brüsseler EU-Kommission lehnte dies ab. Mit seiner Klage dagegen scheiterte Deutschland im vergangenen Jahr vor dem EU-Gericht bereits in erster Instanz.

Deutschland bewertet das Risiko anders als die EU

Der übergeordnete Europäische Gerichtshof entschied nun, dass dieses Urteil des Gerichts rechtens war. Deutschland habe nicht nachgewiesen, dass die eigenen Regelungen besseren Schutz böten. Das Urteil ist endgültig, die Bundesregierung kann dagegen nicht vorgehen.

Hintergrund des Streits sind unterschiedliche Methoden der Risikobewertung. Die deutsche Gesetzgebung bestimmt Grenzwerte unabhängig von der Konsistenz des Materials. Im EU-Gesetz wird hingegen etwa zwischen flüssigen, festen oder abgeschabten Stoffen unterschieden.

Strittig sind Kreide und Seifenblasen

Das EU-Gericht war bei seinem Urteil im vergangenen Jahr der Darstellung der EU-Kommission gefolgt, wonach die europäischen Werte für trockene, brüchige, staubförmige oder geschmeidige Materialien strikter sind als die deutschen Werte. In diese Kategorien fallen laut EU-Kommission zum Beispiel Kreide oder Seifenblasen.

Nur bei abgeschabten Materialien sei Deutschland strenger. Dies können zum Beispiel Bestandteile von Holzklötzen, Plastikpuppen oder Metallschaukeln sein, erläuterte die EU-Kommission.

Missverständnis zwischen EU und Deutschland?

Die Bundesregierung hatte erklärt, das EU-Gericht habe die vorgelegten deutschen Daten nicht richtig ausgewertet und zum Teil missverstanden.

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