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Vor diesen Kinderarzt-Diagnosen haben Eltern Angst

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Angstdiagnosen für Eltern  

Der Zappelphilipp verliert seinen Schrecken

17.09.2015, 18:00 Uhr | dpa

Vor diesen Kinderarzt-Diagnosen haben Eltern Angst. Vor diesen Diagnosen haben Eltern Angst.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Manche Krankheitsbilder machen Eltern Angst. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eltern sorgen sich um ihre Kinder, um deren Gesundheit und ihr seelisches Wohlergehen. Doch manchmal widersprechen sich Statistik und gefühlte Wahrheit. Das sind die Angst-Diagnosen der Eltern und die Statistik der tatsächlichen Diagnosen.

Eltern fürchten sich vor Neurodermitis bei ihren Kindern. Das gab bei einer Forsa-Umfrage gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten an. Danach folgen Asthma (25 Prozent) und Diabetes (23 Prozent).

Doch den Kindern geht es eigentlich bestens. Insgesamt schätzen fast alle Eltern die Gesundheit ihrer Kinder als sehr gut (60 Prozent) oder gut (35 Prozent) ein.

Knapp die Hälfte (45 Prozent) der Kinder hat keine akuten Probleme. Ansonsten sorgen vor allem die Atemwege (30 Prozent), die Haut (15 Prozent) und die Ohren (10 Prozent) für Beschwerden.

Angstmacher und tatsächliche Diagnosen

Angstmacher: Diese Krankheiten fürchten Eltern bei ihren Kindern am meisten (Mehrfachnennungen waren möglich).

20152008
1Neurodermitis (27 Prozent)ADHS (44 Prozent)
2Asthma (25 Prozent)Asthma (32 Prozent)
3Diabetes (23 Prozent)Diabetes (28 Prozent)
4ADHS und Übergewicht (je 20 Prozent)Neurodermitis (26 Prozent)
5Heuschnupfen (16 Prozent)Übergewicht (23 Prozent)
6Zahnprobleme (15 Prozent)Rheuma (16 Prozent)
7Vegetative /psychosomatische Störungen (14 Prozent)Vegetative /psychosomatische Störungen (15 Prozent)
8Rheuma (13 Prozent)Heuschnupfen und Untergewicht (je 14 Prozent)
9Untergewicht (sieben Prozent)Zahnprobleme (11 Prozent)

Echte Diagnosen: Diese Bereiche machen den Kindern tatsächlich immer wieder akut zu schaffen

20152008
1Atemwege (30 Prozent)Atemwege (38 Prozent)
2Haut (15 Prozent)Ohren und Haut (je 16 Prozent)
3Ohren (10 Prozent)Magen / Darm (11 Prozent)
4Magen / Darm und Zähne (je
7 Prozent)
Zähne (10 Prozent)
5Augen (3 Prozent)Augen (7 Prozent)
6Bewegungsapparat (2 Prozent)Blase (4 Prozent)
7Blase (1 Prozent)Bewegungsapparat (2 Prozent)

Quelle: Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit

Die Angst vor dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) ging im Vergleich zu 2008 von 44 Prozent auf 20 Prozent deutlich zurück. Diese Diagnose rutsche damit in der Liste der meist gefürchteten Erkrankungen vom ersten auf den vierten Platz. Eltern zwischen 35 und 39 Jahren hatten mit 17 Prozent die geringste Sorge vor der "Zappelphilipp"-Diagnose.

ADHS nicht dramatisieren

"Es ist gut, das Thema ADHS nicht zu dramatisieren“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. "Dennoch kommt es jetzt beim Schulstart wieder häufiger zur Sprache." Die Medizinerin rät Eltern, mit dem Kinderarzt offen über Befürchtungen und mögliche Hilfsangebote zu reden.

Anders ist laut Studie die Entwicklung bei Neurodermitis: Mehr als ein Viertel aller Eltern (27 Prozent) hat Angst davor, ihr Kind könnte diese Hauterkrankung bekommen. Neurodermitis ist damit die meist gefürchtete Erkrankung. Asthma und Diabetes liegen mit 25 und 23 Prozent auf den folgenden Plätzen. Im Vergleich zu 2008 gingen die Befürchtungen hier aber deutlich zurück. Dagegen nahm die Angst vor Zahnproblemen zu.

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