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Nicht sofort herausziehen  

Einen Splitter richtig entfernen: So geht's

16.06.2016, 15:51 Uhr | dpa-tmn

Einen Splitter richtig entfernen: So geht's  . Blonder Junge klettert an einem Baum hoch.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Klettern und spielen in Bäumen können sich Kinder schnell einen Holzsplitter einfangen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob beim Toben im Wald oder auf dem Klettergerüst, es ist es schnell passiert: Ein Holzsplitter steckt im Finger des Kindes. Beim Entfernen des Splitters, der in manchen Regionen auch Schiefer, Spreißel oder Spieß heißt, gibt es einiges zu beachten.

Auch wenn das Kind Schmerzen hat, sollten Eltern nicht sofort mit der Versorgung der Wunde beginnen. Stattdessen sollten sie vor dem Entfernen des Splitters ihre Hände waschen, die betroffene Stelle mit Wasser und Seife säubern und sie trockentupfen. Dies beugt Infektionen vor, sagt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Wunde vorher reinigen

Hilfsmittel wie Pinzetten oder Nadeln für Splitter, die unter der Haut feststecken, desinfizieren Eltern vorher lieber. Erkennen sie den Fremdkörper nicht richtig, kann ihnen eine Lupe helfen. Ist der Splitter aus der Kinderhaut entfernt, sollte die Wunde erneut gereinigt werden. Anschließend etwas Vaseline aufragen und ein Pflaster aufkleben.

Entzündet sich die Wunde oder nehmen die Schmerzen zu, wird es Zeit für einen Arztbesuch. Auch wenn die Eltern den Schiefer nicht herausbekommen, empfiehlt Monika Niehaus, Expertin des Berufsverbandes, den Weg in die Praxis. Dort kann zudem der Tetanus-Impfschutz geprüft werden.

Das Entfernen von Glasscherben ist Sache des Arztes

Während Eltern bei kleinen Fremdkörpern wie Holzsplittern durchaus selbst Hand anlegen können, sollten sie von größeren Gegenständen eher die Finger lassen. Dazu zählen zum Beispiel Glasscherben. Auch Teile mit Widerhaken lässt man lieber in der Wunde. Diese blutet in der Regel nur wenig - zumindest solange das Teil in der Haut steckt. Das Entfernen sollte ein Mediziner übernehmen.

An Kopf, Hals oder Rumpf können feststeckende Fremdkörper lebensgefährlich sein. Deshalb sollte bei solch einer Verletzung schnell der Notarzt alarmiert werden, empfiehlt der Verband.

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