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Mineralöl in Adventskalender-Schokolade: Auch 2016 gibt es Funde

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Unerwünscht - aber unvermeidbar?  

Erneut Mineralölrückstände in Adventskalendern gefunden

25.11.2016, 14:36 Uhr | dpa, t-online.de

Mineralöl in Adventskalender-Schokolade: Auch 2016 gibt es Funde. Adventskalender (Symbolfoto): Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat Mineralölrückstände in Adventskalendern nachgewiesen. (Quelle: dpa)

Symbolfoto: Lebensmittelbehörden finden immer wieder Mineralölrückstände in der Schokolade von Adventskalendern. (Quelle: dpa)

Alle Jahre wieder schlagen Verbraucherschützer Alarm wegen Mineralölrückständen in Schokolade von Adventskalendern. Es geht um winzige Mengen, wenige Mikrogramm Mineralöl pro Kilogramm Lebensmittel. Und trotzdem ist dies keine Bagatelle. 

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat gezielt fünf Adventskalender von Herstellern untersucht, bei denen bereits im vergangenen Jahr Mineralölrückstände gefunden worden waren.

In der Schokolade von drei der fünf untersuchten Kalender wies die Behörde geringe Mengen sogenannter aromatischer Kohlenwasserstoffe (MOAH) nach. Diese stehen im Verdacht, krebserregende Stoffe zu enthalten.

Behörde: "Kein Anlass zur Besorgnis"

Dennoch sieht das LGL keine Gesundheitsgefahr: "Der Verzehr von Adventskalenderschokolade gibt auf Grundlage der vorliegenden Ergebnisse und Erkenntnisse nach Auffassung des LGL keinen Anlass zur Besorgnis", betonte das Amt auf seiner Internetseite - mit Verweis auf die übliche Verzehrmenge: ein Stück pro Tag an 24 Tagen im Jahr. Überdies trügen die Schokostückchen aus dem Adventskalender "nur zu einem geringen Anteil zur Grundbelastung des Verbrauchers mit Mineralölbestandteilen bei."

Bedrucktes Recyclingpapier ist das Problem

Die Mineralölbestandteile gehen oft aus recycelten Kartons auf die Schokolade über. Für die Herstellung wird bedrucktes Altpapier verwendet, und die Druckfarben können Mineralöle enthalten. Auch bei der Ernte oder der Herstellung des Papiers werden Mineralöle für Maschinen genutzt. Und manche Jutesäcke, in denen Kakaobohnen transportiert werden, können mit Mineralölen imprägniert sein.

Warten auf die nationale Mineralölverordnung

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sind Mineralölrückstände in Lebensmitteln grundsätzlich unerwünscht. Einen gesetzlichen Grenzwert gibt es jedoch noch nicht - laut einem Änderungsentwurf soll er künftig in der nationalen "Mineralölverordnung" festgelegt werden. Die Regelung wird sich laut LGL allerdings nur auf Verpackungen aus Recyclingmaterial beziehen.

Im aktuellen Test wurden jedoch nur Frischfaserkartons verwendet. Ein anderer Entwurf zur Änderung "Druckfarbenverordnung" sieht vor, dass künftig keine mineralölhaltigen Farben zum Bedrucken von Lebensmittelverpackungen mehr verwendet werden dürfen. Diese Verordnung wird gerade von der EU-Kommission geprüft.

Foodwatch fordert Rückruf der belasteten Adventskalender

Lebensmittelrechtlich seien die Kalender nicht zu beanstanden, teilte die bayerische Lebensmittelbehörde mit. Die Hersteller der Adventskalender sollen dennoch über die Ergebnisse informiert werden.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte die Veröffentlichung gefordert. Sie forderte nun einen Verkaufsstopp sowie einen öffentlichen Rückruf der Kalender. Dem LGL warf Foodwatch vor, die Gesundheitsgefährdung zu verharmlosen: "Die Beschwichtigungen der bayerischen Behörde sind von der Wissenschaft nicht gedeckt und im Sinne des Gesundheitsschutzes inakzeptabel", sagte Johannes Heeg von Foodwatch. "Die Tests zeigen erneut, dass die Lebensmittelbranche das Mineralölproblem nicht entschieden genug angeht, solange der Gesetzgeber sie dazu nicht zwingt."

Auch der Verbraucherschutzexperte der SPD im bayerischen Landtag, Florian von Brunn, forderte, alle belasteten Produkte sofort vom Markt zu nehmen. Das Problem sei seit mindestens 2012 bekannt. Damals hatte die Stiftung Warentest Verunreinigungen festgestellt. Von Brunn kritisierte auch, dass das LGL nur fünf Adventskalender testete.

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