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Kinder bewegen sich immer weniger: Die Folgen sind gefährlich

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Übergewicht bei Kindern  

"Generation Stubenhocker": Endlich die Notbremse ziehen!

12.04.2010, 13:50 Uhr | ots

Kinder bewegen sich immer weniger: Die Folgen sind gefährlich. Eltern sitzen mit ihrer übergewichtigen Tochter mit Chips vor dem Fernseher.

Lässt sich die "Generation Stubenhocker" noch aufhalten? Die Eltern sind gefordert. (Bild: Archiv)

Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich zu wenig. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach sind zwei von drei Kids an einem gewöhnlichen Schultag höchstens eine Stunde lang in Bewegung. Lediglich jeder Fünfte ist täglich ein bis zwei Stunden körperlich aktiv und nur jeder Zehnte mehr als zwei Stunden. Gleichzeitig wird die "Generation Stubenhocker" immer dicker: Wie die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts ergab, sind in Deutschland bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig.

Die Folgen sind dramatisch

Diese Entwicklung, die aus der KIGGS-Studie hervorgeht, bleibt nicht ohne Folgen: Dicke Kinder sind in der Schule häufig Hänseleien ausgesetzt, werden ausgegrenzt und futtern aus lauter Kummer oft immer weiter. Doch nicht nur das: Auch Krankheiten, die in der Regel erst im Alter auftreten, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit oder Gelenkschäden, machen sich breit. So erkranken inzwischen jährlich zirka 200 Jugendliche an Altersdiabetes (Typ-2-Diabetes) - das sind fünfmal so viel wie vor zehn Jahren bei einer Krankheit, von der in der Regel nur Menschen über 40 Jahren betroffen sind. Die Ursache ist vor allem der ungesunde Lebensstil der Kinder und die häufig daraus resultierende Fettleibigkeit. "Es gibt schon Fünfjährige mit einem klassischen Altersdiabetes", sagt der Mediziner Professor Peter Schwarz von der Technischen Universität Dresden.

Wandel der Lebensweise

Zwei von fünf Jungen zwischen 14 und 17 Jahren bringen es täglich auf fünf Stunden vor dem Fernseher, Computer oder der Spielkonsole. Nicht alle sind übergewichtig, aber KIGGS zeigt, dass der Anteil der Übergewichtigen mit dem Medienkonsum steigt. Unter den Mädchen, die drei Stunden und mehr vor der Glotze sitzen, ist jedes achte fettleibig. "Die Lebensweise von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren rasant verändert", sagt Dr. Andrea Hoppe, Ärztin bei der TK. "Die Kinder bewegen sich weniger und verbrauchen daher auch weniger Energie. Gleichzeitig nehmen Kinder und Jugendliche aber zu viele Kalorien zu sich." Und das Risiko ist groß, dass sie die überschüssigen Pfunde auch mit ins Erwachsenenalter schleppen. Deshalb gilt für Eltern: rechtzeitig die Notbremse ziehen!

Wie Sport den Kindern hilft

Doch das ist leichter gesagt als getan. "Voraussetzung ist, dass die Eltern die Trägheit und das Übergewicht ihrer Sprösslinge früh erkennen und auch bereit sind, eigene Gewohnheiten zu überdenken. Denn viele Faktoren, die bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen, werden in der Familie erworben", sagt Hoppe. Die Ärztin rät: "Jugendliche, die zu Übergewicht neigen, sollten ihr Essverhalten auf lange Sicht ändern. Regelmäßige Mahlzeiten mit frischen und vielseitigen Gerichten können einen gesunden Rhythmus in die tägliche Ernährung bringen. Zudem ist Sport ein wichtiger Ausgleich für Fernseher, Computer und Co", so Hoppe. Jugendliche, die sich regelmäßig bewegen, haben eine bessere Chance schlank zu bleiben oder abzunehmen. Dafür sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Joggen und Inline-Skaten am besten geeignet. Ausdauersport schont die Gelenke und regt den Stoffwechsel an. Außerdem fördert regelmäßiger Sport die Fettverbrennung und baut Fettdepots ab. Zudem wächst dabei die Muskelmasse der Kids, was wiederum dafür sorgt, dass die Kinder und Jugendlichen noch mehr Fett verbrennen.

Mehr Bewegung im Alltag

Dabei kommt es gar nicht auf eine spezielle Sportart an. Die Kinder sollten das tun, was ihnen Spaß macht, denn nur dann hören sie nicht nach kurzer Zeit wieder auf. Es muss nicht gleich Leistungssport sein. Schon kleine sportliche Aktivitäten im Alltag können etwas bewirken. Beispielsweise können die Schüler mit dem Rad zur Schule fahren oder eine Station früher aus dem Bus steigen und zu Fuß nach Hause gehen. Eine gute Idee ist auch regelmäßiger Sport mit der ganzen Familie. Das motiviert die Kinder deutlich stärker, als wenn sie sich allein einem Trainingsprogramm unterziehen sollen.

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