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Viele kleine Obamas  

Trendname in aller Welt

15.12.2008, 16:35 Uhr | mmh, dapd

Vornamen: Obama wird Trendname in aller Welt.

Sein Name als Glücksbringer: Barack Obama. (Bild:Archiv)

"Ein mageres Kerlchen mit einem komischen Namen" sei er gewesen, erinnert sich Barack Obama an seine Kinderjahre. Das hält jedoch stolze Eltern von Rumänien bis Indonesien nicht davon ab, ihren Nachwuchs nach dem gewählten US-Präsidenten zu nennen.

Der kleine "Roma-Obama"

Besonders den Roma in Rumänien, die als Zigeuner Unterdrückung und Vorurteile so gut kennen wie schwarze Amerikaner, scheint es das Vorbild angetan zu haben. "Als ich Obama im Fernsehen sah, ist mir das Herz aufgegangen vor Freude", gestand die 43-jährige Maria Savu. "Ich dachte, er könnte einer von uns sein, wegen seiner Hautfarbe." Jetzt heißt ihr Enkel, geboren am Tag der US-Wahl am 4. November in dem rumänischen Dorf Rusciori, Obama Sorin Ilie Scoica. Der kleine Roma-Obama ist das dritte Kind einer armen Familie, die mit umgerechnet 50 Euro im Monat kaum über die Runden kommt. Sie hoffe, der Name werde ihm Glück bringen, sagte seine Großmutter.

Indonesien im Obama-Fieber

Barack Obamas Wahlsieg war auch für den 36 Jahre alten Wachmann Sugiarto und seine zwei Jahre jüngere Frau Sularsih in Jakarta Anlass, ihren neugeborenen Sohn seinen Namen zu geben. Das überwiegend muslimische Inselreich Indonesien ist ohnehin völlig nach Obama verrückt, auch weil der künftige US-Präsident als Kind dort vier Jahre lang mit seiner Mutter und dem indonesischen Stiefvater gelebt hat. "Er ist großartig, nicht?", fragt Sularsih und streichelt ihrem schlummernden, einen Monat alten Husein Obama die Wange. "Ich denke, das ist ein schöner Name für ihn. Und wer weiß? Vielleicht wird er eines Tages mal Präsident von Indonesien."

Träume können wahr werden

US-Amerikaner haben sich sowieso bei der Namensgebung ihrer Sprösslinge von dem charismatischen Politiker inspirieren lassen. Die ersten sollen Patrick und Sasha Hall Fisher aus Hollywood in Florida gewesen sein: Als ihr Sohn Sanjae Obama Fisher das Licht der Welt erblickte, stand Obama noch nicht einmal endgültig als Sieger der Präsidentschaftswahl fest. Als ganz erfinderisch erwiesen sich Kandidaten bei den Wahlen in Brasilien im Oktober. Mindestens acht Bewerber mit schwarzer Hauptfarbe nutzten eine Lücke im Wahlrecht aus und ließen sich als "Barack Obama" eintragen. Wenn schon kein Name, dann wenigstens ein Beiname: Dem rumänischen Nationalspieler Banel Nicolita, der aus einer Roma-Familie stammt, haben seine mühsam erkämpften Erfolge die Bezeichnung "der Obama des rumänischen Fußballs" eingetragen. "Obamas Sieg ist für uns Motivation", erklärte der Vorsitzende der nationalen Roma-Behörde, Gruia Bumbu. Wenn ein Afroamerikaner Präsident werde, zeige das, dass Träume wahr werden könnten. "Es ist wie ein Licht am Ende des Tunnels: Der Kampf um gleiche Chancen kann ein Happy End haben."


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