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Schulausfall wegen Kälte: Eltern müssen trotzdem zur Arbeit

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Schulausfall wegen Kälte: Eltern müssen in der Regel zur Arbeit

07.01.2009, 14:56 Uhr | rev, sid

Schulausfall wegen Kälte: Eltern müssen trotzdem zur Arbeit.

Wenn wegen Kälte die Schule ausfällt, dürfen Eltern nicht bei der Arbeit fehlen. (Bild: Imago)

Wenn die Schule kurzfristig wegen Kälte ausfällt, dürfen berufstätige Eltern nicht einfach zu Hause bleiben. Zwar regelten der Paragraf 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und viele Tarifverträge eine "vorübergehender Verhinderung" - ein Schulausfall sei dabei aber nicht erwähnt, erklärte Reinhard Schütte, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Wiesbaden, dem dpa-Themendienst. Ein Arbeitnehmer schulde grundsätzlich seine Arbeit, unabhängig davon, ob das Kind betreut ist oder nicht. Anders sehe es aus, wenn das Kind krank wird. Dann dürften Mutter oder Vater zu Hause bleiben.

Leistungsverweigerungsrecht für Eltern

Wenn überhaupt keine Betreuung zu organisieren ist, kann jedoch bei kleineren Kindern ein sogenanntes Leistungsverweigerungsrecht für ein Elternteil bestehen, sagte Schütte. Die Verhinderung müsse dem Arbeitgeber aber sofort gemeldet werden

Schwierigkeiten bei gestörten Arbeitsverhältnissen

Ist das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Chef gut, gibt es in der Regel keine Probleme. Dann werde häufig angeboten, die Fehlzeiten nachzuarbeiten oder kurzfristig Urlaub zu nehmen, sagte Schütte. Schwierig wird es immer dann, wenn das Arbeitsverhältnis gestört ist. Der Arbeitnehmer könne nicht von sich aus kurzfristig Urlaub nehmen. "Jeder Urlaub muss beantragt und genehmigt werden", erklärte Schütte. Verweigert der Chef diese Genehmigung, müsse der Arbeitnehmer beim Job erscheinen. "Sonst ist es unentschuldigtes Fehlen, was eine Abmahnung zur Folge haben kann."

Keinen generellen Anspruch auf "Kältefrei"

Schüler müssen auch bei eisiger Kälte zum Unterricht. Es gebe wegen Minustemperaturen keinen generellen Anspruch auf "Kältefrei", sagte Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes in Bonn, dem dpa-Themendienst. Anders sehe es aber möglicherweise bei Blitzeis aus, wenn der Weg zur Bushaltestelle oder die Fahrt zur Schule zu gefährlich wäre. In diesen Fällen sprächen sich die Schulen in der Regel untereinander und mit der Polizei ab, dass der Unterricht ausfällt. Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen hatte erklärt, dass es kein generelles "Kältefrei" gibt. Auch das Bildungsministerium in Brandenburg wies darauf hin, dass trotz klirrend kalter Außentemperaturen der Unterricht stattfindet.


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