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Eltern-Kolumne: Paprika-Wurst und ihre Folgen

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Kolumne  

Paprika-Wurst und ihre Folgen

13.03.2009, 15:31 Uhr | Simone Blaß

Abendbrotzeit. Der Tisch ist gedeckt, um mich herum sind meine Lieben versammelt, vor mir steht ein Teller mit einem schönen Wurstbrot, dekoriert mit ein paar Gewürzgürkchen und zusätzlich ein frisch eingeschenktes Glas Bier. Lecker. Mit Genuss und gesundem Appetit will ich gerade ins Brot beißen, als mich die Blicke meiner Familie stutzen lassen.

Hier stimmt doch was nicht

„Ist was?“ frage ich. „Mamaaa“, kommt es zögerlich zurück, „Du kannst Wurst nicht leiden!!!“. Oh, stimmt, das hatte ich völlig vergessen, weil ich grad so Lust drauf hatte. Denn eigentlich haben zwanzig Jahre Vegetariertum ihre Spuren hinterlassen. Und selbst wenn ich seit der Geburt meiner Großen ab und an aus Vernunfts- und  Vorbildgründen ein Stückchen mageres Fleisch esse, Wurst in jeglicher Form gehört nicht zu meinem Speiseplan. Nie. Irgendwas stimmt hier nicht, das geht mir langsam auf. Und spätestens als mein Mann fragt, warum eigentlich sein Bier auf meinem Platz steht, kann ich nur noch leise antworten: „Weil ich grad so Lust drauf hatte“ und schlagartig dämmert uns beiden etwas.

Doppelt gemoppelt hält besser

Hektisch suche ich nach meinem Kalender. Tatsächlich! Fünf Tage drüber!!! Die Lust auf Bier ist bei mir nämlich ein untrügliches Zeichen. Das mag an den B-Vitaminen liegen, oder einfach daran, dass ich innerlich jetzt schon weiß, dass bald beim Thema „Nachts durchschlafen“ Hopfen und Malz verloren sein wird. Ich renne also zur Apotheke und kaufe mir einen Test. Und dann noch einen. Schließlich war das bei unserer Zweiten auch so, dass der erste Test nicht stimmte. Allerdings war der negativ, was man von dem jetzigen nicht behaupten kann und ein bisschen schwanger kann man dann wohl doch nicht sein. Trotzdem, zur Sicherheit. Aber: Auch dieser Test färbt sich so schnell blau, so schnell kann ich gar nicht schauen! Das ist nicht nur ein bisschen, das ist ziemlich schwanger.

Vitamine für das Kind, Schokolade für die Mama

Na

ja, denke ich, wenn es schon mal da ist, dann wird es auch gut gefüttert. Schließlich muss ich ja jetzt für zwei essen - sagt meine diätverstörte Seele. Was der Kopf sagt, interessiert hier keinen. Nur beim Thema Alkohol kommt er zu Wort und das Bier wird schnell und schuldbewusst durch Vollkornbrot ersetzt. Hat auch eine Menge B-Vitamine. Aber das sind genug der Zugeständnisse, jetzt wird geschlemmt. Der Satz: „Mmmh, was könnte ich denn jetzt noch essen?“ bekommt eine völlig neue Dimension. Und schließlich habe ich die überflüssigen Kilos bei den anderen beiden auch wieder runterbekommen. Das spitze „Da warst Du aber auch ein bisschen jünger“ meiner Mutter überhöre ich geflissentlich. Was aber definitiv nicht zu überhören ist, ist die süffisante Bemerkung meiner Siebenjährigen, nach einem skeptischen Blick auf den gut gehäuften Löffel Nutella in meinem Mund: „Vielleicht bist Du gar nicht schwanger, sondern nur dick?!“ Frechheit - dabei bin ich doch inzwischen bereits in der siebten Woche, ist doch klar, dass man da schon was sieht! Oder?

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