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Flüssigkeitsbedarf: Trinkt Ihr Kind an heißen Tagen genug?

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Tabelle zeigt Flüssigkeitsbedarf  

Trinkt Ihr Kind an heißen Tagen genug?

24.06.2016, 14:12 Uhr | sca, mmh, t-online.de, dpa

Flüssigkeitsbedarf: Trinkt Ihr Kind an heißen Tagen genug?. Eltern müssen darauf achten, dass ihre Kinder ausreichend trinken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eltern müssen darauf achten, dass ihre Kinder ausreichend trinken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Kinder erschöpft sind oder über Kopfschmerzen klagen, kann das an Flüssigkeitsmangel liegen. Beim Spielen und Toben vergessen sie schon mal das Trinken. Kleinere Kinder können dann sogar Fieber bekommen. Wie viel Kinder trinken sollen, welche Getränke als Durstlöscher geeignet sind und welche schaden.

Bei Kindern ist der Wasseranteil am Körpergewicht mit 75 Prozent am höchsten, bei Frauen beträgt er nur 46 Prozent. Dementsprechend müssen Kinder deutlich mehr trinken als Erwachsene.

"Kinder benötigen regelmäßig über den Tag verteilt Getränke und wasserreiche Lebensmittel wie Kaltschale mit Obst, Suppe, wasserreiches Obst und Gemüse", rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auch in der Schule sollten Kinder und Jugendliche die Gelegenheit haben, nicht nur in den Pausen, sondern nach Bedarf auch im Unterricht zu trinken. Leider ist das nicht in allen Schulen der Fall. An heißen Tagen sollten Eltern ihren Kindern immer wieder kleinere Portionen zu trinken anbieten.

Symptome für Flüssigkeitsmangel

Durst empfindet man im Sommer häufig, aber was deutet auf Wassermangel hin, wenn das Durstgefühl nicht auftritt? Diese Symptome nennt die Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

FlüssigkeitsdefizitSymptom
0 ProzentDurstgefühl
- 2 Prozentverminderte Leistungsfähigkeit
- 4 ProzentMundtrockenheit
- 6 Prozenterhöhte Temperatur
- 8 ProzentÜbelkeit / Schwindelgefühl
- 12 ProzentVerwirrtheit
- 14 ProzentKreislaufkollaps

Babys sind besonders empfindlich für Flüssigkeitsmangel. Symptome sind eine eingesunkene Fontanelle oder Schläfrigkeit. Warnzeichen sind außerdem wenig Nässe in den Windeln und dass beim Weinen kaum Tränen fließen. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hin.

So viel sollen Kinder trinken

Ein Teil des Wasserbedarfes wird über die Nahrung abgedeckt, zum Beispiel durch Obst und Gemüse, Joghurt oder Soße. Wenn ein Kind sich beim Spielen oder beim Sport viel bewegt, wenn es krank ist oder wenn es draußen heiß ist, steigt der Flüssigkeitsbedarf stark an. Auch Kinder, die wenig essen, müssen umso mehr trinken, weil ihnen die Flüssigkeit fehlt, die über Nahrungsmittel aufgenommen wird. Wie viel Wasser ein Mensch täglich braucht, hängt von Alter, Geschlecht, Gewicht und Aktivitäten, aber auch vom Klima ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt aber Richtwerte für Kinder:

Richtwerte für die Aufnahme von Wasser durch Getränke pro Tag

AlterFlüssigkeitsbedarf in ml
unter 1 Jahr400
1 bis unter 4 Jahre820
4 bis unter 7 Jahre940
7 bis unter 10 Jahre970
10 bis unter 13 Jahre1170
13 bis unter 15 Jahre1330
15 bis unter 19 Jahre1530

(Quelle: D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr)

Limo und Saft sind keine Durstlöscher

Als Durstlöscher eignen sich vor allem Leitungswasser, Mineralwasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Auch Babytee sollte nicht gesüßt werden. Für Kinder, die Sport treiben, empfehlen sich Fruchtsaftschorlen, die im Verhältnis 1:1 oder besser 1:3 gemischt werden sollten.

Auch wenn sie bei Kindern noch so beliebt sind - Limonade, Colagetränke, Energydrinks und Fruchtsaftgetränke sind nicht geeignet, den Durst zu löschen oder schnell Flüssigkeit zu ersetzen. Sie liefern zu viel Energie und wegen des hohen Zuckergehalts nimmt der Körper Wasser daraus langsamer auf. Ein Glas (0,2 l) Limonade oder Cola-Getränk enthalten beispielsweise 21 Gramm Zucker und eine Dose (0,33 l) 34 Gramm Zucker, beziehungsweise verschiedene Zuckerarten.

Diese Getränke sind schlecht für die Gesundheit, insbesondere für die Zähne, weil sie den Zahnschmelz schädigen. Zudem tragen sie dazu bei, dass Kinder immer dicker werden. Studien zufolge nehmen manche Vorschulkinder allein durch Zuckerzusätze in Getränken 25 Prozent des täglichen Energiebedarfs auf.

Milch ist zwar ein guter Kalziumlieferant, dient aber nicht vorrangig der Flüssigkeitszufuhr und deshalb auch kein Getränk. Sie wird vor allem wegen ihrer nahrhaften Inhaltsstoffe verzehrt, besteht aber nur zu 87 Prozent aus Wasser. Auch warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung vor industriell hergestelltem Eistee, der meist Schwarzteeextrakt enthält. Sein Koffeingehalt ist in etwa so hoch wie der von Colagetränken und deshalb für Kinder ungeeignet. Auch Kakao und fertige Milchmischgetränke sind flüssige Süßigkeiten und deshalb als Getränk ungeeignet.

Geeignete und ungeeignete Getränke für Kinder

Ideale Durstlöscher für Kinderflüssige Zwischenmahlzeiten
LeitungswasserMilch
Mineralwasser, still oder mit KohlensäureMalzbier
KräuterteesObst- und Gemüsesäfte
Früchtetees
Saftschorlen (mindestens zur Hälfte Wasser, besser
im Verhältnis 1:3 verdünnt)


für Kinder ungeeignete Getränkefür Kleinkinder tabu
FruchtnektareCola, Spezi
Fruchtsaftgetränkekoffeinhaltiger Eistee (mit Schwarzteeextrakt)
KakaoKaffee, Grün- und Schwarztee
Kinder-ColaSportlerdrinks, Iso-Drinks
koffeinfreier Eisteechininhaltige Limonaden wie Bitter Lemon
oder Tonicwater
MilchmischgetränkeEnergy-Drinks
Limonadenalkoholhaltige Getränke

Trinkmuffel animieren – aber wie?

Wie bei so vielem ist es wichtig, dass Eltern bei ihren Trinkgewohnheiten Vorbilder für ihre Kinder sind. Wenn Sie regelmäßig zu den Mahlzeiten und immer wieder zwischendurch trinken und dabei nicht nur zu Kaffee und schwarzem Tee oder kalorienreduzierter Limonade greifen, werden auch ihre Kinder eher dazu animiert.

Stellen Sie immer eine Karaffe mit Wasser oder Fruchtsaftschorlen für alle zugänglich bereit. Erinnern Sie Ihre Kinder daran, zu trinken und geben Sie zum Sport immer eine Trinkflasche mit. Bei kleineren Kindern können auch bunte Tassen oder Gläser sowie lustige Strohhalme helfen.

Hier finden Sie acht Tipps, mit denen auch Erwachsene sicher stellen können, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen.

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