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Zahnen: Wie gewonnen, so zerronnen

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Zahnen  

Wie gewonnen, so zerronnen

07.04.2010, 11:35 Uhr | Simone Blaß

Zahnen: Wie gewonnen, so zerronnen. Kolumne - Zahnen: Wie gewonnen, so zerronnen.

"Die neue Lücke war riesig und die junge Dame stolz wie Oskar!" (Bild: Imago)

Eine Wange rot, eine Wange blass, der Po ganz wund und das Leben ein reines Jammertal ohne Schlaf - das Zahnen ist weder für die Kinder noch für den Rest der Familie ein Vergnügen. Und kaum sind die Beißer mit Mühe alle zum Vorschein gebracht, machen sich auch die ersten schon wieder auf den Weg ins Nirwana.

Zahnlücke vermisst

Sie wackelten schon eine ganze Weile, mindestens fünf Stück, aber rausfallen, rausfallen wollten sie nicht. Ganz im Gegenteil, wuchsen doch glatt in zweiter Reihe neue Zähne! Das gab unserer Tochter - zumindest bei weitem Öffnen des Mundes - ein wenig das Aussehen eines Hais. Nicht unbedingt das anvisierte Ziel einer leicht eitlen Sechsjährigen. Aber wenn wir nur in die Nähe ihres Mundes kamen, schrie sie Zeter und Mordio in Anbetracht der von ihr vermuteten Schmerzen. Also auf zum Zahnarzt und klar, der wackligste Zahn musste raus. Mit einer Zange - ultra spannend und zur Verwunderung unserer Tochter überhaupt nicht schmerzhaft. Dumm nur, dass der Zahn dahinter bereits so groß war, dass man von einer Lücke nichts mehr sah und jeder, dem das Kind den aufregenden ersten Zahnarztbesuch beschrieb, erst mal suchen musste, wo da überhaupt was sein könnte, was im Entferntesten wie eine Zahnlücke aussieht. Die Enttäuschung war groß, denn schließlich gehört eine Zahnlücke definitiv zu den absoluten Statussymbolen unter den Vorschulkids.

Heimliches Hobby

Doch glücklicherweise ließ der nächste Zahn nicht lange auf sich warten. Die neue Lücke war riesig und die junge Dame stolz wie Oskar! Diesen Zahn zu eliminieren war allerdings ebenfalls eine Sache für sich. Genau wie der erste wackelte auch er schon lange und auch hier machte sich bereits ein neuer an den Start in der zweiten Reihe. In Anbetracht der erwünschten Zahnlücke musste also gehandelt werden und zwar schnell. Nichts lieber als das! Ich rieb mir bereits innerlich die Hände: Milchzähne zu entfernen gehört nämlich zu meinen geheimen Hobbys und ich bin darin, mit Verlaub gesagt, so gut, dass sogar die Nachbarskinder zum Ziehen zu mir kommen.

Sechsjährigentoleranzgrenze

Und auch bei meiner Tochter war ich erfolgreich. Fast zumindest. Durch Drehen schaffte ich den entscheidenden Knack und es war nur noch eine Sache von Sekunden… da fing es an zu bluten und damit war es mit der Sechsjährigenbeherrschung definitiv vorbei. Die Kleine regte sich so auf, dass ich mich schon auf den Weg nach einer Hyperventilationstüte machte. Als sie sich endlich wieder beruhigt hatte, kam die nächste Katastrophe. Was, wenn der buchstäblich am seidenen Faden hängende Zahn über Nacht rausfällt, sie ihn verschluckt und die Zahnfee dann nicht kommt? Schon wieder Tränen.

Hoppla!

Gott sei Dank hatte ihr Vater einen rettenden Einfall: "Wir binden den Zahn einfach am Bett fest, dann kann er selbst bei nächtlichem Rausfallen nicht verloren gehen." Das schien einleuchtend. Gesagt, getan und wer hätte das gedacht, hoppla, "aus Versehen" am Faden hängen geblieben, zu fest gezogen und der Zahn war draußen. Das war ein Fest und die Zahnfee, die hat sich in dieser Nacht dann auch ganz besonders viel Mühe gegeben.

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