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Kolumne: Für Kindergeburtstage werden Mütter zu Eventmanagerinnen

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Kindergeburtstag  

Mama wird Eventmanagerin

19.05.2010, 15:23 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Kolumne: Für Kindergeburtstage werden Mütter zu Eventmanagerinnen. Kinder sitzen an einem Tisch und feiern Geburtstag.

Am Wichtigsten ist, dass es den Kindern Spaß macht. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Wenn ich anfange, äußerst betriebsam zu werden, überall Zettel mit Ideen hinzupappen und seltsame Dinge einzukaufen, dann geht man mir besser aus dem Weg. Denn dann steht mal wieder ein Kindergeburtstag im Hause Blaß vor der Tür und direkt neben ihm steht die eine oder andere Panikattacke. Schließlich soll es auch diesmal unvergesslich werden, ein Highlight - und das ist bei der Konkurrenz wahrlich keine leichte Sache. Denn heutzutage blickt man mit einem Zoologen hinter die Kulissen des Tiergartens, kreiert im Kinderkochatelier wahre Nouvelle-Cuisine-Gerichte oder lernt im Museum unter den Decknamen Agathe, Ferdinand oder Margarete, wie man früher gewaschen hat. Früher - in den guten alten Zeiten.

Die guten alten Zeiten

Wobei die doch eigentlich noch gar nicht so lange her sind. Ich meine die Zeiten, als eine  Geburtstagsfeier mit Schokokuss-Wettessen und "Alle Vögel fliegen hoch" noch Gesprächsthema Nummer eins war. Obwohl - so gesehen: Gesprächsthema Nummer eins wäre so eine Feier wahrscheinlich auch heute noch. Versuchen Sie das mal. Sie werden sehen, dass von acht eingeladenen Kindern mindestens vier nach zwanzig Minuten nach dem Zauberer, der Fahrt mit der Pferdekutsche oder dem doch wohl sicher noch geplanten Kinobesuch fragen.

Alles im grünen Bereich

Ich riskierte das lieber nicht. Und versuchte diesmal, einen Mittelweg zu finden. Event, aber selbstgemacht. Alles war perfekt durchgeplant. Es sollte ein Gartenzwerg-Geburtstag werden. Mit grünen Einladungskarten, Gartenhüten aus Filz, Fliegenklatschen statt Topfschlagen und Pflanztöpfchen inklusive Samen als Basteleinlage zum Mitnachhausenehmen. Ich hatte alles im Griff. Bis zu dem Moment, als es dem Geburtstagskind einfiel, dass es jetzt doch lieber einen Hundegeburtstag wolle. Mist, dabei hatte ich bereits drei Abende damit verbracht mit einer Nagelschere filigrane Gartenzwerglein auszuschneiden, auszumalen und auf Kärtchen aufzukleben. Na danke! Und alle Umstimmungsversuche waren vergebens.

Jetzt wird’s eng

Also, auf ein Neues - Familienbrainstorming. Was braucht man für einen Hundegeburtstag und welche Utensilien kann man vielleicht trotzdem verwenden und wenn ja, wie? Statt Fliegen werden eben Flöhe geklatscht, das Blümchen im Topf wird zum Pinkelbäumchen und statt Hüten werden für die Damen Vierbeiner einfach Halsbänder genäht. Dazu noch ein paar Hundekekse zum Hundekekseweitwerfen und ein Kuchen in Form eines Hundekopfes - theoretisch relativ einfach. Praktisch allerdings lief mir langsam die Zeit davon. Aus dem Kuchen wurde etwas, was mit viel Phantasie eher wie ein Löwe denn wie ein Hund aussah, auf die Pappteller, die eigentlich niedlich mit Öhrchen verziert werden sollten, malten die Kinder schnell etwas lieblos mit schwarzem Edding so etwas wie ein Hundegesicht und schrieben - nur damit keine Missverständnisse aufkommen - "Das ist ein Hund" darüber. Das musste gehen, mehr war jetzt nicht mehr drin, schließlich standen die ersten Gäste bereits in einer Stunde vor der Tür und ich musste die Meinigen noch schminken und verkleiden.

Hundemüde, aber glücklich

Das Fest ging drunter und drüber, nichts lief nach Plan. Aber erstaunlicherweise war es allen piepegal, von welchen Tellern sie ihren Löwe-Hund-Sonstwas-Kuchen aßen und ob sie jahrelang würden warten müssen, bis tatsächlich jemand an ihr Bäumchen pinkeln konnte. Hauptsache, war, dass es Spaß machte. Wobei die Kinder übrigens zu meiner Überraschung die meiste Freude an dem Spiel "Alle Hundehaare fliegen hoch!" hatten. Und am Schluss waren sowohl das Geburtstagskind als auch die Gäste total verschmiert, pappsatt und vor allem - mottogerecht - hundemüde. Und sie strahlten. Ich allerdings war völlig fertig. Aber ebenfalls zufrieden. Und ich nahm mir fest vor, mir das nächste Mal nicht wieder so einen Stress zu machen. Obwohl ich, wenn ich ehrlich bin, jetzt schon eine klitzekleine, durchaus ausbaufähige Idee hätte, wie man eine Handvoll Kinder glücklich machen könnte….

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