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Pampers für Unicef: Heiner Lauterbauch im Interview

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Heiner Lauterbach: "Gemeinsam können wir etwas bewegen!"

14.09.2010, 13:24 Uhr

Pampers für Unicef: Heiner Lauterbauch im Interview. Für die gemeinsame Aktion von Pampers und UNICEF reisten Heiner Lauterbach und seine Frau Viktoria in diesem Jahr in die Demokratische Republik Kongo. (Bild: Pampers)

Für die gemeinsame Aktion von Pampers und UNICEF reisten Heiner Lauterbach und seine Frau Viktoria in diesem Jahr in die Demokratische Republik Kongo. (Bild: Pampers)

Heiner Lauterbach, Botschafter der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers für UNICEF berichtet von seinen Eindrücken auf der Reise nach Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo.

Heiner Lauterbach und seine Frau Viktoria sind gemeinsam im Sommer 2010 in die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo gereist. Der Kongo hat 67 Millionen Einwohner und ist eines der ärmsten Länder der Welt, gezeichnet durch jahrelangen Bürgerkrieg. Viele Menschen leben unter sehr schwierigen Bedingungen, oft ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch wenn sich die humanitäre Lage in vielen Regionen verbessert hat, bleiben noch viele Gebiete im Landesinneren für Hilfsmaßnahmen schwer zugänglich.

Herr Lauterbach, warum unterstützen Sie gemeinsam mit Ihrer Frau Viktoria die Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“?

Ich finde die Aktion von Pampers und UNICEF wirklich klasse. Für jede verkaufte Packung Pampers im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2010 spendet Pampers eine Impfdosis gegen Tetanus an UNICEF. Ich möchte meine Bekanntheit nutzen und sinnvoll einsetzen, um gemeinsam mit meiner Frau Viktoria auf diese Aktion aufmerksam zu machen. Jede Impfung kann Leben retten. Und wir konnten uns mit eigenen Augen im Kongo ein Bild davon machen, dass die Spenden aus der Aktion wirklich ankommen. Bereits 100 Millionen Mütter und ihre Babys konnten durch die Kampagne vor Tetanus geschützt werden.

Die Demokratische Republik Kongo ist von jahrelangem Bürgerkrieg gezeichnet. Welche Eindrücke haben Sie auf der Reise gesammelt?

Die Eindrücke sind mit Worten allein gar nicht zu vermitteln. Das muss man selbst erleben und auch riechen. Die Zustände sind erschütternd. Aber trotz großer Armut und widrigen Lebensbedingungen habe ich selten so viele lachende Menschen gesehen. Die Menschen im Kongo haben die faszinierende Gabe ihre Lebensfreude nicht zu verlieren. Meine Frau Viktoria und ich konnten hier vor Ort mit vielen Kindern lachen und Spaß haben - es war eine echte Freude, dies miterleben zu können. Denn nichts ist schöner, als Kinder lachen zu sehen.

Haben Sie vor Ort Mütter getroffen, die ihre Kinder durch Tetanus verloren haben?

Wir waren bei einer jungen Mutter, die ihr Kind durch Tetanus verloren hat. Das war schon sehr erschütternd. Es war ein 18-jähriges Mädchen, also fast selber noch ein Kind! Sie hat uns erzählt, wie ihr Erstgeborenes an der grausamen Krankheit gestorben ist. Für uns ist das nur sehr schwer nachvollziehbar, weil Tetanus doch in Europa so gut wie keine Gefahr mehr darstellt, da alle Neugeborenen dagegen geimpft werden. Unvorstellbar, was in den betroffenen Gebieten vorgeht. Wir müssen unbedingt etwas gegen Tetanus bei Neugeborenen unternehmen.

Kommt die Hilfe vor Ort wirklich an?

Wir konnten uns selbst überzeugen, dass die Hilfe hier im Kongo ankommt. Neben lebensnotwendigen Impfkampagnen und Routine-Impfungen werden die Mütter vor Ort über Tetanus aufgeklärt und es wird ihnen bewusst gemacht, wie wichtig der Schutz für sie selbst und für ihre Babys ist. UNICEF und Pampers arbeiten Hand in Hand, um Tetanus bei Neugeborenen zu besiegen. Es ist doch ein toller Erfolg, dass bereits 100 Millionen Mütter und ihre Babys durch die Aktion vor Tetanus geschützt werden konnten!

Fühlt man als Vater von zwei gesunden Kleinkindern besonders mit?

Als Vater berühren mich die Umstände im Kongo natürlich sehr. Meine Frau und ich sind so froh, dass wir hierher reisen, uns die Situation vor Ort ansehen durften und die Aktion von Pampers für UNICEF unterstützen können. Denn es ist unvorstellbar, dass hier immer noch Neugeborene an Tetanus sterben. Dabei könnten Impfungen so einfach Schutz bieten. Es gibt noch viel zu tun und aus diesem Grund unterstützen Viktoria und ich die Kampagne, um diese grausame Krankheit endlich zu besiegen.

Wie wichtig war es für Sie, diese Reise gemeinsam mit Ihrer Frau Viktoria zu machen?

Es war sehr schön, Viktoria auf dieser Reise an meiner Seite zu wissen. Man kann sich über das Erlebte austauschen und noch einmal alles zusammen Revue passieren lassen. Gemeinsam können wir nicht nur unseren Kindern ins Bewusstsein rufen wie gut es ihnen geht sondern auch uns selbst.

Was werden Sie Ihren Kindern Maja und Vito von der Projektreise erzählen?

Wir werden unseren Kindern viel von dieser Reise in die Demokratische Republik Kongo erzählen, ihnen Bilder zeigen und sicherlich lange Gespräche führen. Wir möchten ihnen bewusst machen, wie gut es ihnen geht und wie dankbar wir dafür sein müssen.

Wollen Sie irgendwann Ihre Kinder auf eine Reise mitnehmen, um ihnen die Situation vor Ort zu zeigen?

Ja, entweder wir nehmen sie mit oder sie machen als Erwachsene ihre eigenen Erfahrungen. Die Eindrücke auf Reisen prägen einen. Man muss sich die Armut dieser Welt anschauen, um sich damit richtig auseinandersetzen zu können und die richtige Einstellung dazu zu finden. Bis es bei unseren Kleinen so weit ist, diskutieren wir aber auch schon mal am Frühstückstisch. Ein Beispiel: Gerne stöhnen meine Kinder, dass es schon wieder Essen gibt, das sie vielleicht nicht gern mögen. Da muss und möchte ich ihnen beibringen, dass das alles andere als eine Selbstverständlichkeit für andere Kinder ist. Viele Kinder haben nicht mal frisches Wasser, das sie morgens trinken können. Ich bin mir sicher, dass die Erfahrungen im Kongo bei ihnen wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätten.

Was ziehen Sie für sich persönlich aus dieser Reise, Herr Lauterbach?

Auf dieser Reise habe ich gemeinsam mit Viktoria viele Eindrücke gesammelt. Die Lebensfreude der Menschen hier ist wirklich überwältigend - und das trotz der widrigen Umstände. Es ist sehr wichtig, sich die Armut und schlechten Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern zu vergegenwärtigen. Das muss man immer wieder und bewusst tun, denn der Mensch neigt dazu schlimme Dinge zu vergessen. Für Viktoria und mich war diese Reise sehr wichtig, da wir umso mehr davon überzeugt sind, die Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers für UNICEF zu unterstützen.

Herr Lauterbach, erzählen Sie uns, wie vor Ort gegen Tetanus vorgegangen wird? Wie müssen wir uns das vorstellen?

Kinshasa ist eine unglaublich große und unglaublich chaotische Stadt. So viele Menschen leben dort im Elend. Das sind natürlich schlechte Voraussetzungen, um erfolgreich gegen Tetanus arbeiten zu können. Allerdings haben wir in den Tagen vor Ort viele Mutter-Kind-Stationen und Gesundheitszentren besucht, Ärzte und Schwestern getroffen, die tagtäglich den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen. In diesen Einrichtungen finden Routine-Impfungen und spezielle Impfkampagnen statt, um Mütter und ihre Babys zu schützen. Gleichzeitig betreiben die Helfer vor Ort aber auch präventiv sehr viel Aufklärungsarbeit, um den Frauen die Wichtigkeit der Impfung noch bewusster zu machen.

Was ist in Ihnen vorgegangen, als Sie die Babys während der Impfung im Arm hielten?

Ich habe sehr mit ihnen gefühlt, ihr Weinen hat mich sehr berührt. Und es hat mich natürlich auch an meine Kinder erinnert als sie noch kleiner waren. Eine Spritze zu bekommen ist für Kinder immer etwas ganz besonders Schreckliches. Und wenn sie in einem Alter sind, in dem man ihnen noch nichts erklären kann, ist es für Eltern noch aufwühlender mit ansehen zu müssen, wie das Baby weint und den Schmerz nicht versteht. In diesem Moment merkt man wieder, wie verletzlich kleine Kinder sind und wie es besonders für die Babys hier im Kongo wichtig ist, dass sie vor Tetanus geschützt werden.


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