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Kindern spielerisch die Angst vor dem Arzt nehmen

29.08.2011, 17:40 Uhr | sca / t-online.de

Kindern spielerisch die Angst vor dem Arzt nehmen. Wie man Kindern die Angst vorm Arzt nimmt.

Wie man Kindern die Angst vorm Arzt nimmt. (Bild: Imago)

Als unheimlich und befremdend empfinden viele Kinder den Besuch beim Arzt oder einen Aufenthalt im Krankenhaus. Eine unbekannte Umgebung, ungewohnte Gerüche, seltsam aussehende Instrumente und fremde Menschen in weißen Kitteln verschaffen den Kleinen nicht selten ein unbehagliches Gefühl. Doch Eltern können ihren Kindern spielerisch die Angst nehmen.

Entspannten Umgang üben

Eine gute Vorbereitung vor dem Besuch in der Praxis ist ein erster Schritt, dem Nachwuchs die Angst zu nehmen und hilft allen Beteiligten. Dazu gehört, Kindern nicht leichtfertig von schlechten Erfahrungen mit Ärzten oder Krankenhäusern zu erzählen. Schädlich ist besonders, mit einem Besuch bei dem Mediziner zu drohen, wenn ein bestimmtes Verhalten wie beispielsweise gründliches Zähneputzen oder Händewaschen nicht erfüllt wird. Am besten wird ein entspannter Umgang mit dem Arztbesuch bei einer normalen Kontrolluntersuchung geübt, dann klappt das Ganze auch in einem akuten Fall besser.

Kinder spielerisch mit Arzt und Krankenhaus vertraut machen

Bevor die Praxis aufgesucht wird, ist es sinnvoll, wenn die Eltern dem Kind den Ablauf der Untersuchung genau erklären. Oft hilft es, wenn ein Teddybär, eine Puppe oder eine Figur in einem Rollenspiel verarztet wird. Noch besser ist es, wenn Kinder die Welt des Krankenhauses spielerisch erkunden und selbst Arzt, Ärztin, Krankenschwester oder Patient spielen können.

Kinder nicht anlügen

Mütter und Väter sollten die Kinder nicht anlügen, wenn sie fragen, ob Spritzen und Blutabnehmen Schmerzen verursachen. Der Nachwuchs verliert sonst schnell das Vertrauen in die Aussagen der Eltern und in die Fachleute. Der Arztbesuch selber ist nicht wie ein aufregender Sonderfall, sondern wie eine alltägliche Erledigung zu behandeln, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. Ist die Untersuchung schmerzhaft, muss dem Kind die Notwendigkeit des Verfahrens für die Genesung oder die Gesundheitserhaltung erklärt werden.

Den Termin verschieben?

Bei der Behandlung sollten sich alle Beteiligten nach Möglichkeit Zeit lassen. Nur wenn sich das Kind über einen längeren Zeitraum nicht beruhigen lässt, ist der Termin zu verschieben. Wenn möglich, ist die Untersuchung zu Ende zu bringen, damit sich vor dem nächsten Besuch nicht noch mehr Ängste aufbauen. Haben Eltern und Nachwuchs den Termin gut überstanden, ist der Sprössling ausgiebig zu loben. Auch eine kleine Belohnung schadet normalerweise nicht. Sinnvoll ist es, immer zu demselben Kinderarzt zu gehen, damit sich im Lauf der Zeit ein Vertrauensverhältnis entwickeln kann.

Wenn das Kind ins Krankenhaus muss

Muss das Kind ins Krankenhaus, ist ebenfalls eine gründliche Vorbereitung angeraten. Altersgerechte Informationen nehmen den Kleinen die Furcht vor der ungewohnten Umgebung und vor den fremdartigen Untersuchungen. Viele Kliniken bieten inzwischen Sprechstunden im sogenannten "Teddybär-Krankenhaus" an, bei denen die Schmusetiere der Kinder von Ärzten behandelt werden, als wären sie echt. Das nimmt die Scheu vor den wirklichen Eingriffen. Muss das Kind mehrere Tage in einer Klinik verbringen, empfiehlt sich die Wahl eines Krankenhauses, in dem zusätzlich ein Elternteil aufgenommen werden kann. Allerdings ist die Kostenübernahme vorher mit der Krankenkasse abzuklären.

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