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Sarah Connor im Interview: "Am Ende zählen vor allem unsere Kinder!"

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Sarah Connor im Interview: "Am Ende zählen vor allem unsere Kinder!"

03.09.2012, 15:40 Uhr | t-online.de

Sarah Connor im Interview: "Am Ende zählen vor allem unsere Kinder!" . Sängerin Sarah Connor ist Patin und Jurymitglied bei der Aktion "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade". (Quelle: Ferrero)

Sängerin Sarah Connor ist Patin und Jurymitglied bei der Aktion "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade". (Quelle: Ferrero)

Popstar Sarah Connor (32) ist Aktionspatin und Jury-Mitglied beim bundesweiten Kinder-Casting einer Schokoladenmarke. Im Interview mit der Elternredaktion von t-online.de erklärt die dreifache Mutter, was es mit der Aktion auf sich hat, welche Kriterien bei Castings für Kinder und Jugendliche entscheidend sind und worauf sie bei ihren eigenen Kindern Wert legt.

t-online.de: Frau Connor, warum haben Sie bei der Aktion "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade" die Rolle der Aktionspatin übernommen? Was verbindet Sie mit "Kinder Schokolade"?

Sarah Connor: "Kinder Schokolade" erinnert mich an meine Kindheit, an meine Lieblingsoma und an meine bis heute beste Schulfreundin, weil es bei ihr zu Hause immer "Kinder Schokolade" im Kühlschrank gab. Ich glaube nicht, dass es irgendjemanden gibt, der Kinder Schokolade nicht mag. Auch meine Kinder sind große Fans. Darum war es für mich, als ich die Anfrage bekam, sofort klar, dass ich die Patenschaft für diese tolle Aktion übernehmen würde. 

t-online.de: Sie sitzen in der Jury von X-Factor und nun auch in der Promi-Jury für das Casting von "Kinder Schokolade". Was ist für Sie wichtig, wenn Sie Kinder und Jugendliche beurteilen und wie sensibel muss man Lob und Kritik rüberbringen?

Sarah Connor: In erster Linie wollen wir Spaß haben und einen schönen Tag miteinander verbringen. Es geht nicht darum Supermodels zu finden, sondern ein süßes, freundliches Gesicht für eine Sonderedition von "Kinder Schokolade". Ich werde darauf achten, ob die Kinder sich wohl fühlen, natürlich und entspannt sind. Es wird nicht, wie beispielsweise bei X-Factor, eine offene Beurteilung oder Kritik geben. Ich werde mich mit meinen Jurykollegen beraten und anschließend werden wir die Eltern über die Entscheidungen informieren. 

t-online.de: Nach welchen Kriterien wählen Sie die Kinder für "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade" aus?

"Kinder Schokolade" sucht bei einem großen Kinder-Casting 16 neue Gesichter. (Quelle: Ferrero)"Kinder Schokolade" sucht bei einem großen Kinder-Casting 16 neue Gesichter.Sarah Connor: Beim Jury-Casting im November in Hamburg, habe ich die Gelegenheit, die 64 kleinen Kandidaten auf spielerische Art besser kennenzulernen und sie mich. Wir werden zusammen an einer Fotostation das Shooting proben und ich werde auf die Begeisterung, Aufgeschlossenheit und Kreativität jedes einzelnen schauen. Weitere Punkte auf die ich achten werde sind: Fröhlichkeit, Unbeschwertheit, Selbständigkeit und soziale Kompetenzen wie Teamgeist. Schließlich ist es eine Gruppe von 64 Kids. Am Ende müssen die Süßen dann aber vor allem mit ihrem Lächeln die Jury von "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade" überzeugen.

"Eltern sind die wichtigsten Vorbilder für Kinder"

t-online.de: Als Sängerin stehen Sie schon seit vielen Jahren im Rampenlicht und haben viele junge Fans. Inwieweit sollten und können Stars aus Show und Sport Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche ausfüllen? Was können diese vermitteln, was Eltern womöglich nicht weitergeben können?

Sarah Connor: Wenn mein Kind einen Leichtathleten wie Bolt bewundert und deshalb schneller läuft, ist das doch wunderbar. Wenn meine Tochter eine Sängerin verehrt, die rebellische Texte singt, bitte sehr. Wir alle sehnen uns nach Vorbildern und Idolen - jemand, der das verkörpert, was wir gerne wären oder das ausspricht, was wir uns vielleicht nicht trauen zu sagen. Vorbilder geben uns die Möglichkeit uns zu vergleichen, zu bewundern oder auch abzugrenzen. Doch auch Stars sind eben nur Menschen und nicht unfehlbar. Ich finde es toll, wenn Kinder eine Leidenschaft oder große Bewunderung für einen Künstler oder Sportler haben. Wichtig ist, dass man als Eltern im Dialog mit seinen Kindern bleibt und sich für ihre Interessen öffnet, denn am Ende sind und bleiben wir Eltern die wichtigsten Vorbilder. Wir müssen unseren Kindern die Werte vermitteln und Werkzeuge mit auf den Weg geben, mit denen sie dann selbst richtig von falsch, gut von schlecht unterscheiden können. 

Diese Werte sind wichtig, damit Kinder nicht "zu asozialen Egoisten verkommen"

t-online.de: Welche Werte sollte man Kindern heutzutage für ihr Leben mitgeben?

Sarah Connor: Bescheidenheit, Empathie, Respekt, Fleiß, Mut, Ehrlichkeit und Toleranz. Je schneller und unüberschaubarer unsere wunderschöne Welt wird, desto mehr müssen wir Eltern Wert darauf legen, unsere Kinder zu sozialen Wesen zu erziehen, die etwas zum Wohl der Gemeinschaft beitragen. Die Rücksicht nehmen und auf ihren Nächsten achten. Sonst verkommen sie noch zu asozialen Egoisten, die, wenn überhaupt, nur noch über Social Media Plattformen kommunizieren.

t-online.de: Noch nie gab es so viele Möglichkeiten zur Förderung von Kindern, so viele Erziehungsratgeber und Eltern-Kurse - ist das nötig? Wo bleibt das Bauchgefühl, der Menschenverstand? Lesen Sie selbst Erziehungsratgeber?

Sarah Connor: Ich habe auch so manche gelesen. Es gibt sicher einige gute. Aber ich persönlich verlasse mich als Mutter heute nur noch auf meine Instinkte. Wenn mein Baby nachts wach wird und weint, dann hole ich es zum Kuscheln in mein Bett, auch wenn in den meisten Büchern steht: "Versichern Sie ihm, dass Sie da sind und erklären Sie mit sanfter aber bestimmter Stimme, dass alles in Ordnung ist, es aber nun weiterschlafen muss." So ein Quatsch. ADHS, Depressionen und was unsere Kinder heute alles für Wohlstandskrankheiten haben sollen. Meine Antwort darauf ist: Gummistiefel an und raus an die Luft. In den Wald, aufs Fahrrad, auf Bäume klettern, Kinder sich spüren lassen bis sie vor Erschöpfung umfallen. Wir müssen ihnen nur Alternativen bieten zu Computer und Videospielen. Das ist alles. Und das kostet kein Geld, nur Zeit! 

t-online.de: Den Traum, ein Superstar, ein Topmodel, ein Spitzensportler zu werden, träumen Kinder heute immer früher - womöglich tragen auch die zahlreichen Casting-Shows dazu bei. Wie weit können und sollen Eltern sie unterstützen, um ihnen dabei auch  eine möglichst “normale” Kindheit zu ermöglichen?

Sarah Connor: Auch hier wieder die Frage, welche Alternativen hat das Kind? Wie gefestigt ist seine Persönlichkeit? Meine Kinder sind noch nicht in der Pubertät, aber ich sehe das gleiche natürlich bei Freundinnen, deren Töchter in dem Alter sind, wo sie sich diese Sendungen anschauen und ich glaube, das sind immer Phasen, die wieder vorbeigehen. Reden ist in diesem Falle Gold. Am Abendbrottisch die Themen diskutieren. Die Mädels im Auge behalten, aber auch gewähren lassen.

"Erst Schule und Ausbildung, dann Show-Business"

t-online.de: Was raten Sie Jugendlichen, die eine Karriere im Musik- oder Show-Bereich anstreben?

Sarah Connor: Erstmal ihre Schule beziehungsweise Ausbildung fertig zu machen. Ja, das mag spießig klingen, aber das rate ich unbedingt. In diesem Job hier wird einem nichts geschenkt. Ihr müsst bereit sein, hart zu arbeiten, Talent haben und sehr, sehr diszipliniert sein, um wirklich etwas zu erreichen.

t-online.de: Bei Castings geht es um Durchsetzungsvermögen, um Konkurrenz, um das Gewinnen - das wird Jugendlichen als erstrebenswert vermittelt - bleiben da Einfühlungsvermögen, Rücksicht, gegenseitiges Helfen nicht auf der Strecke? Wie gehen Sie damit bei "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade" um?

Sarah Connor: Bei "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade" steht der Spaßfaktor an erster Stelle. Vordergründig ist ein unbeschwertes Miteinander. Teamfähigkeit zum Beispiel ist für mich ein wichtiges Kriterium für meine persönliche Bewertung.

t-online.de: Talent-Castings gibt es heute wie Sand am Meer. Wie erkennen Eltern ein seriöses Casting?

Sarah Connor: Bei "Dein Gesicht auf Kinder Schokolade" ist die Seriosität gleich gut erkennbar, da sich die Kids nur gemeinsam mit ihren Eltern bewerben können. Es ist sozusagen kein Casting im Sinne von Wettbewerb, sondern eher eine Art Workshop mit kompetenter Betreuung. 

"Schockierend, dass uns die Sehnsucht und selbst die Sprache abhanden kommen"

t-online.de: Sie selbst sind auf Facebook sehr aktiv - wie verändern die Sozialen Netzwerke die Generation der Kinder und Jugendlichen?

Sarah Connor: Ach ja, das ist ein interessantes und wichtiges Thema. Da könnte ich jetzt ein Fass aufmachen. Für meinen Beruf ist es praktisch, weil ich einen direkten Draht zu meinen Fans halten kann, auch wenn ich mal zwei Jahre keine neue Platte mache. Ich kann sie so ein wenig an meinem Leben und den Dingen, die ich tue oder die mich beschäftigen, teilhaben lassen. Schockierend finde ich wiederum, dass uns die großen Abschiede, die Sehnsucht, selbst die Sprache so langsam abhanden kommen. Privat bevorzuge ich es jedoch mit meinen Freunden direkt zu sprechen. Ich möchte den Menschen, mit denen ich rede, ins Gesicht schauen, Mimik und Körpersprache mitbekommen. Zu Hause gehe ich nicht mal ans Telefon. Fakt ist aber: Es gibt nun mal eine starke Entwicklung in diese Richtung und wenn man es nicht verhindern kann, dann muss man einen Weg finden damit umzugehen. 

t-online.de: Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen und vor allem dem Alltag genug gemeinsame Zeit mit den Kindern abzuringen - das ist die tägliche Herausforderung für die meisten Mütter. Wie schaffen Sie das?

Sarah Connor: Straffe Organisation und die richtigen Prioritäten setzen. Am Ende zählen die Menschen - vor allem unsere Kinder. Sie sind der schönste Beitrag, den wir in dieser kurzen Zeit, die wir auf dieser wunderschönen Erde sind, leisten können. Damit sind die Prioritäten doch schon klar, oder?

t-online.de: Frau Connor, vielen Dank für das Interview!

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