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Neuer Risikofaktor für Autismus: Welche Rolle spielt Missbrauch?

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Risikofaktor für Autismus: Studie identifiziert Missbrauch als Faktor

21.03.2013, 18:09 Uhr | AFP

Amerikanische Forscher haben einen "völlig neuen Risikofaktor" für Autismus entdeckt. Einer Studie zufolge steigt das Risiko, ein autistisches Kind zur Welt zu bringen, bei missbrauchten Frauen deutlich an.

In der am Mittwoch vom Fachmagazin "JAMA Psychiatry" im Internet veröffentlichten US-Untersuchung gelangten die Forscher zu dem Ergebnis, dass bei in ihrer Kindheit körperlich oder psychisch besonders schwer missbrauchten Frauen das Risiko eines autistischen Kindes im Vergleich mit Frauen ohne Missbrauchserfahrungen um das Dreieinhalbfache erhöht ist.

"Völlig neuer Risikofaktor für Autismus"

Damit habe die Studie einen "völlig neuen Risikofaktor für Autismus" identifiziert, sagte Andrea Roberts, Leiterin der Untersuchung an der Harvard School auf Public Health (HSPH). Für die Untersuchung waren die Daten von mehr als 50.000 Frauen ausgewertet worden.

Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass auch bei Frauen, die weniger schwere Missbrauchserlebnisse zu verarbeiten haben, das Risiko eines autistischen Kindes erhöht ist. In diesen Fällen war das Risiko demnach um 60 Prozent höher als bei Frauen ohne Missbrauchserfahrung.

Auswirkungen von Missbrauch reichen über Generationen hinweg

Die Forscher vermuten, dass möglicherweise die langfristigen Wirkungen von Missbrauch auf das Immunsystem und die Stressresistenz der Frau das Risiko eines autistischen Kindes steigen lassen. Zu der genauen Ursachenkette seien aber weitere Forschungen notwendig.

"Unsere Untersuchung legt nahe, dass die Auswirkungen von Missbrauch während der Kindheit über die Generationen hinweg reichen", sagte der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Marc Weisskopf.

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