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Kita-Nachtbetreuung stößt bei Opposition auf Gegenliebe

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24-Stunden-Kitas  

Opposition unterstützt Pläne für Kita-Nachtbetreuung

06.07.2015, 10:36 Uhr | AFP

Der Vorschlag von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), sogenannte 24-Stunden-Kindergärten staatlich zu fördern, findet bei der Opposition im Bundestag weitgehend Unterstützung. 

"Die Initiative ist gut, denn sie böte Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, die Möglichkeit, ihr Kind an einem vertrauten Ort gut betreut zu wissen", sagte die Linken-Vorsitzende Katja Kipping der "Berliner Zeitung". Es sei aber auch wichtig, die Ursache für den Bedarf solcher Angebote in den Blickpunkt zu stellen.

"Arbeit und Arbeitszeit müssen so gestaltet sein, dass Leben und Arbeiten in Einklang gebracht werden können", forderte Kipping. Dies setze voraus, "dass die Arbeit umverteilt und verkürzt" werde. Auch die Auseinandersetzung über eine gerechte Aufteilung der Familienarbeit in der Gesellschaft dürften 24-Stunden-Kitas nicht ersetzen, mahnte Kipping.

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Die familienpolitische Sprecherin der Grünen, Franziska Brantner, lobte den Ansatz von Schwesigs Vorhaben ebenfalls. Zugleich forderte sie in der "Berliner Zeitung": "Grundsätzlich gilt: Der Arbeitsmarkt muss stärker Rücksicht nehmen auf Menschen, die für andere eine Fürsorgeverantwortung übernommen haben.

Kritik aus der Union abgeschmettert

Kritik aus der Union an Schwesigs Ankündigung wies Brantner zurück. Kein Kind werde "für 24 Stunden in einer dieser Einrichtungen sein". Aber eine alleinerziehende Mutter im Schichtdienst im Krankenhaus hat es sonst schwer." Allerdings müssten die Kitas pädagogisch auf die Betreuung am Abend und in der Nacht eingestellt und Bezugspersonen garantiert sein, forderte die Grünen-Politikerin.

Staatliche Förderung bis 2018

Am Samstag war bekannt geworden, dass Schwesig Kindertagesstätten beim Ausbau ihrer Spätbetreuung staatlich fördern will. Ihr Ministerium wolle in Kürze ein entsprechendes Förderprogramm von bis zu hundert Millionen Euro für die Jahre 2016 bis 2018 auf den Weg bringen, schrieb die in Chemnitz erscheinende "Freie Presse" am Samstag.

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