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SOS-Kinderdorf: In diesem Nest können Kinder flügge werden (Anzeige)

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 (Quelle: SOS Kinderdorf)

SOS-Kinderdorf  

In diesem schützenden Nest können Kinder flügge werden

18.10.2016, 15:51 Uhr | t-online.de

SOS-Kinderdorf: In diesem Nest können Kinder flügge werden. Hermann Gmeiner war der Gründungsvater der SOS-Kinderdörfer. (Quelle: SOS-Kinderdorf e.V.  )

Hermann Gmeiner war der Gründungsvater der SOS-Kinderdörfer. (Quelle: SOS-Kinderdorf e.V. )

Das Zuhause zerstört, durch Flucht entwurzelt, in den Kriegswirren von den Eltern getrennt oder zur Waise geworden – das war auch in Europa das Schicksal sehr vieler Kinder. Kaum 70 Jahre ist das her. Doch aus der Not wurde eine großartige Idee geboren.

Das Leid der Kinder ließ den österreichischen Medizinstudenten Hermann Gmeiner nicht los. Um Kriegswaisen Unterkunft, Fürsorge, Geborgenheit und eine Zukunftsperspektive zu geben, gründete er 1949 in Tirol das erste SOS-Kinderdorf als Alternative zu den Kinderheimen. Die Gemeinschaft im Kinderdorf sollte für Waisen zu einer neuen Familie werden. 

Gmeiners Vision war, dass alle Kinder dieser Welt unabhängig von ihrer ethnischen, sozialen und religiösen Herkunft unter menschenwürdigen Bedingungen aufwachsen sollen.

1955 gründete Gmeiner mit weiteren Mitstreitern auch in Deutschland einen SOS-Kinderdorf-Verein. Drei Jahre entstand Deutschlands erstes SOS-Kinderdorf in Dießen am Ammersee. Die Idee des Gründers breitete sich schnell aus - nicht nur über Länder und Kontinente hinweg, sondern auch inhaltlich.

Weltweites Hilfe-Netzwerk für Kinder und Familien

Ging es ursprünglich um ein Zuhause für Waisen, widmete sich die Organisation schon bald auch vernachlässigten Kindern und Jugendlichen, von Armut und Hunger bedrohten Kindern und Familien in Krisenregionen sowie für Menschen mit Behinderungen.

Zum nationalen und internationalen SOS-Netzwerk zählen neben den Kinderdörfern und Dorfgemeinschaften mit Wohn- und Arbeitsplätzen für Menschen mit geistiger Behinderung inzwischen auch Beratungszentren für überlastete Eltern und Familien in sozialen Notlagen und Ausbildungszentren für Jugendliche. Die Absicht ist, Kindern aus schwierigen Lebensverhältnissen so zu helfen, dass sie möglichst in ihren Familien bleiben.

Die Einrichtungen und Hilfsprojekte des SOS-Kinderdorf-Vereins werden durch öffentliche Zuwendungen, Fördermitgliedschaften, Spenden und Patenschaften finanziert.

Ein richtiger Familienclan 

Alltag im SOS-Kinderdorf Pfalz: Die Kinderdorf-Mutter verabschiedet ihre Schützlinge in die Schule. (Quelle: SOS-Kinderdof/Marion Vogel )Alltag im SOS-Kinderdorf Pfalz: Die Kinderdorf-Mutter verabschiedet ihre Schützlinge in die Schule. (Quelle: SOS-Kinderdof/Marion Vogel )

Kinder, die jedoch zeitweise oder dauerhaft nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können, finden eine Ersatzfamilie in den SOS-Kinderdörfern. In Deutschland besteht ein typisches SOS-Kinderdorf aus etwa zehn Wohnhäusern. Hinzu kommen Leitung und Verwaltung. In einer Familiengemeinschaft leben fünf bis sechs Kinder mit einer Kinderdorf-Mutter, beziehungsweise einem Kinderdorf-Vater, unter einem Dach. Die Ersatzeltern bekommen Unterstützung von Pädagogen und Haushaltshilfen.

Die Kinder wachsen mit engen Bezugspersonen in stabilen Beziehungen heran. Sie erleben Geborgenheit, lernen aber auch, sich in familientypischen Konflikten zu behaupten und Aufgaben zu übernehmen. Sie besuchen Schulen im Ort und bekommen zuhause Unterstützung beim Lernen. Natürlich bleibt auch Zeit und Raum für individuelle Hobbies. Die Kinder leben so lange im SOS-Kinderdorf, bis sie ein eigenständiges Leben führen können.

Fakten und Zahlen zu SOS-Kinderdorf

  • 1949 Gründung des Vereins und des ersten SOS-Kinderdorfes in Imst in Tirol.
  • 1958 öffnet das erste SOS-Kinderdorf in Deutschland. Aktuell gibt es hier 16 Kinderdörfer, in denen 685 Kinder betreut werden.
  • 2016 bestehen insgesamt 554 SOS-Kinderdörfer in 130 Ländern.
  • Weltweit werden rund 300.000 Kinder in SOS-Kinderdörfern und angegliederten Einrichtungen betreut.

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