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So lebt die zehnjährige Nadja im SOS-Kinderdorf (Anzeige)

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 (Quelle: SOS Kinderdorf)

Ein Unfall hat alles verändert  

Die zehnjährige Nadja lebt in einem SOS-Kinderdorf

20.10.2016, 14:53 Uhr | t-online.de

So lebt die zehnjährige Nadja im SOS-Kinderdorf. Ziel der SOS-Kinderdörfer ist es, Kindern, die nicht in ihren leiblichen Familien aufwachsen können, ein bestmögliches Großwerden ermöglichen. (Quelle: SOS-Kinderdorf e.V./Karsten Arndt)

Ziel der SOS-Kinderdörfer ist es, Kindern, die nicht in ihren leiblichen Familien aufwachsen können, ein bestmögliches Großwerden ermöglichen. (Quelle: SOS-Kinderdorf e.V./Karsten Arndt)

Was sind das für Kinder, die in Deutschland in einem SOS-Kinderdorf wohnen? Und wie leben sie dort? Es sind unterschiedlichste Schicksale, die dazu führen, dass ein Kind nicht mehr bei seinen leiblichen Eltern bleiben kann. Ein Beispiel ist die Geschichte der zehnjährigen Nadja*.

Ein Verkehrsunfall veränderte vor einigen Jahren schlagartig das Leben von Nadjas Familie. Sie verlor ihren Vater und dann auch noch ihr vertrautes familiäres Gefüge. Die Mutter wurde nach dem Unfalltod ihres Mannes schwer krank und konnte sich nicht mehr um ihre beiden kleinen Kinder kümmern. Nadja war damals vier Jahre alt. Mit ihrem älteren Bruder Jonas bekam sie ein neues Zuhause in einem SOS-Kinderdorf.

Dort lebt Nadja nun schon sechs Jahre lang. Neben ihrem leiblichen Bruder hat sie noch drei Kinderdorf-Geschwister: Die gleichaltrige Carolin und die beiden Dreijährigen Natalie und Lisa. "Wir sind zwar keine echten Geschwister, verstehen uns aber super. Fast so wie beste Freundinnen", erzählt das Mädchen.

"Eigentlich ist es wie in jeder anderen Familie"

Die Kinder haben eine gemeinsame Ersatz-Mutter namens Tanja. Sie sorgt dafür, dass ihre Schützlinge Nestwärme, Zuwendung und Erziehung bekommen, führt den Haushalt, kocht Essen und kümmert sich darum, dass alle pünktlich zur Schule oder in den Kindergarten kommen. "Eigentlich ist es bei uns wie in jeder anderen Familie auch", meint Nadja.

Klar, dass es auch mal Reibereien gibt. Ihr zwölfjähriger Bruder Jonas kommt langsam in die Pubertät und zeigt sich öfter mal genervt von der Mädchenschar. 

Ein wichtiges Ritual für die Kinderdorf-Familie ist das gemeinsame Mittagessen, wenn die drei Älteren aus der Schule kommen. Nachmittags stehen Hausaufgaben auf dem Programm. Danach hat jedes Kind Zeit, Freunde zu treffen und seinen Hobbys nachzugehen. Nadja spielt Flöte, während Jonas zum Fußballtraining geht. Kinderdorfmutter Tanja bekommt bei ihren vielen Aufgaben Unterstützung von der Erzieherin Silvia, die vor allem auf die beiden kleinen Mädchen aufpasst, wenn alle anderen beschäftigt sind.

Nach der Schule ist Zeit für Hobbys und Freunde. (Quelle: SOS-Kinderdorf e.V./Karsten Arndt  )Nach der Schule ist Zeit für Hobbys und Freunde. (Quelle: SOS-Kinderdorf e.V./Karsten Arndt )

Jede Kinderdorfmutter ist Managerin einer Großfamilie

Die SOS-Kinderdorfmutter hat nicht nur eine Großfamilie zu betreuen. Darüber hinaus nimmt sie an Besprechungen mit anderen Mitarbeitern des SOS-Kinderdorfes und pädagogischen Fachkräften teil. Das Leben im SOS-Kinderdorf ist nicht immer die heile Welt, manchmal müssen Konflikte gelöst oder schnelle Hilfe für Kinder in besonders schwierigen Situationen organisiert werden. Das ist eine erfüllende, aber auch anstrengende Aufgabe.

SOS-Kinderdorf-Kinder fahren auch in Urlaub

Wie in einer normalen Familie auch sind die Ferien für alle eine Auszeit vom Alltag. Kinderdorfmutter Tanja kann neue Energie tanken. Jonas fährt mit seinem Fußballverein ins Zeltlager und Nadja ist schon ganz aufgeregt vor Freude, weil sie und Carolin zum ersten Mal mit ins SOS-Jugendcamp nach Caldonazzo in Südtirol fahren dürfen.

Das SOS-Jugendcamp in Caldonazzo.Das SOS-Jugendcamp in Caldonazzo.

*Der Name wurde zum Schutz des Mädchens geändert.

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