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Menstruation: Die erste Blutung

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Menstruation  

Die erste Blutung

27.04.2009, 14:14 Uhr | Simone Blaß

Menstruation: Die erste Blutung. Mädchen starrt in Luft rum.

Wie mit der ersten Blutung umgehen? Tampon oder Binde? Fragen, die sich Mädchen beim Erwachsenwerden stellen müssen. (Bild: Imago)

Auch wenn viele Mädchen heutzutage bereits sehr früh aufgeklärt sind und ihre Mütter keinerlei Geheimnis um die eigene Menstruation machen: Das erste Mal macht doch meist Angst. Wann wird es passieren und habe ich noch genug Zeit, mich vor einem verräterischen Blutfleck auf der Hose zu schützen? Soll ich Tampons oder Binden verwenden und wie geht man überhaupt mit einem Tampon um? Das sind Fragen, die sich die werdenden Frauen stellen und bei denen sie ein wenig weibliche Unterstützung brauchen.

Erste Anzeichen

Bereits bis zu zwei Jahre vor Einsetzen der ersten Periode kann es zu einem milchig-weißen Ausfluss kommen, der - solange er nicht riecht, brennt oder juckt - nichts mit einer Krankheit oder Entzündung zu tun hat. Dieses erste Anzeichen, das oft auch mit vermehrtem Schwitzen einhergeht, zeigt, dass sich der Körper langsam aber sicher vorbereitet und verstärkt Geschlechtshormone produziert werden. Vielen Mädchen ist das sehr unangenehm und es ist wichtig, bereits jetzt mit ihnen über die Vorgänge im Körper zu sprechen und sie auch auf die entsprechende Hygiene einzustimmen.

Der Zeitpunkt des Einsetzens

Manche Mädchen bekommen ihre Tage bereits mit zehn Jahren, andere erst mit fünfzehn. In diesem Rahmen ist alles normal. Der Durchschnitt der weiblichen Teenager bekommt seine erste Menstruation mit zwölf bis dreizehn Jahren. Wie auch in allen anderen Bereichen hat jedes Kind hier sein eigenes Entwicklungstempo. Allerdings hat sich im Allgemeinen der Zeitpunkt der ersten Periode in den letzten Jahrzehnten etwas nach vorne verlagert. Man sollte also als Mutter nicht von der eigenen Entwicklung ausgehen. Die Tochter kann deutlich früher dran sein.

Nichts daran ist peinlich

Viele Mädchen fürchten sich davor, dass die erste Regel schlagartig einsetzen wird und sie sich dann vor den anderen Jugendlichen blamiert. Doch man kann sicher sein, dass das erste Anzeichen kein Schwall Blut sein wird. Denn bevor die Regel einsetzt, kommt es normalerweise zu einer Schmierblutung, die Mädchen und Frauen genügend Zeit lässt, sich noch um die notwendigen Hygienemaßnahmen zu kümmern. Einige körperliche Anzeichen deuten sehr genau darauf hin, dass das Einsetzen der ersten Regel nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Zunächst sind das die erste Schambehaarung und die beginnende Entwicklung des Busens. Kurze Zeit vor Beginn der Blutung kommt es oft zu einem Ziehen in Brust und Unterleib, zu Kopfschmerzen und hormonbedingt zu vermehrter Pickelbildung. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt ab dann entweder eine Slipeinlage oder steckt sich eine einzeln verpackte Binde in Schulranzen und Handtasche. Denn ein Tampon würde beim ersten Mal sicher nichts nützen, da sein Gebrauch ein wenig geübt werden muss und zwar in entspannter Atmosphäre.

Tampons oder Binden?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass auch sehr junge Mädchen bereits einen kleinen Tampon verwenden. Das Jungfernhäutchen wird dadurch nicht verletzt. Allerdings sollte man seinem Kind alle Möglichkeiten des Schutzes zeigen und es selbst entscheiden lassen. Von Slipeinlagen bis zu extragroßen Binden für die Nacht gibt es eine reichliche Auswahl für jede Frau. Wichtig ist, auf die entsprechende Hygiene zu achten und vor allem Tampons aber auch Binden regelmäßig zu wechseln, damit sich keine unerwünschten Bakterien bilden. Tampons lassen mehr Bewegungsfreiheit, zum Beispiel beim Sport. Viele junge Frauen haben aber Schwierigkeiten mit dem Einführen und es bedarf ein wenig Übung, bis er richtig sitzt. Um das Gefühl für den richtigen Sitz zu unterstützen, werden Tampons mit extra Einführhilfen angeboten. Sie sind auch für Anfängerinnen leicht zu bedienen. Manche mögen auch das Gefühl eines "Fremdkörpers" in sich nicht und verwenden lieber Binden. Wichtig ist eine positive Einstellung zu den Vorgängen im weiblichen Körper und ein entspannter Umgang damit, den man als Mutter gut vorleben kann. Hygieneartikel gehören übrigens nicht in die Toilette, da sie diese verstopfen würden, sondern - am besten in ein wenig Klopapier eingewickelt - in einen Abfalleimer.

Keine Regel für die Regel

Dauer und Stärke der Menstruation sind von Frau zu Frau und oft auch von Zyklus zu Zyklus verschieden. Noch extremer ist das bei Mädchen, bei denen es mehrere Jahre dauern kann, bis sich ein bestimmter, einigermaßen berechenbarer Zyklus einstellt. Das gilt nicht nur für den Zeitraum zwischen den Tagen, sondern auch für deren Länge. Beides kann übrigens durch Reisen, Aufregung, Stress, extremen Sport oder auch durch ein zu geringes Gewicht beeinflusst werden. Gerade für junge Mädchen kann es sinnvoll sein, einen Zykluskalender zu führen, der ihnen und bei einem Frauenarztbesuch auch diesem die Entwicklung aufzeigt.

Thema Schwimmunterricht

Manche Sportlehrer verlangen von den Schülerinnen, einen Zykluskalender zu führen, damit sich kein Mädchen vor dem Schwimmunterricht mit der immer gleichen Ausrede drücken kann. Falls das Mädchen allerdings noch einen sehr unregelmäßigen Zyklus hat, sollten die Eltern sie unterstützen und für den Sportlehrer ein begleitendes Entschuldigungsschreiben mitgeben, damit die Tochter nicht in einen unangenehmen Erklärungsdruck gerät.

Was bei der Menstruation passiert

Das Wort ‚Menstruation‘ stammt vom lateinischen mensis ab, was Monat bedeutet. Wobei der weibliche Zyklus normalerweise in etwa dem Mondmonat von 28 Tagen entspricht. 22 und 34 Tage sind aber auch keine Ausnahme. Die Gebärmutter bereitet sich regelmäßig auf das Einnisten einer befruchteten Eizelle vor. Wird keine befruchtet, dann ist das gebaute "Nest" überflüssig und die verdickten Schichten der Gebärmutterschleimhaut lösen sich wieder ab und treten als Blutung aus dem Körper aus. Die erste Regel bedeutet also, dass der Körper des Mädchens soweit ausgereift ist, dass es schwanger werden kann. Das Blut, das bei der Menstruation austritt, entspringt also keiner Verletzung, sondern ist Teil der körperlichen Reinigung. Es mischt sich mit Schleim und kleinen Gewebeteilchen und wechselt sowohl die Farbe als auch die Beschaffenheit.

Gespür für den Körper

Je älter eine Frau ist, und oft auch mit steigender Anzahl der von ihr geborenen Kinder, entwickelt sie ein immer deutlicheres Gespür für den eigenen Körper, was unter anderem bedeutet, dass Frauen oft die Zeit des Eisprungs genau fühlen können. Bis zu 500 Regelblutungen bekommt eine Frau im Laufe ihres Lebens. Mit den Wechseljahren zwischen 45 und 55 ist dann Schluss. Die Zeit der Fruchtbarkeit ist beendet.

Wenn es schmerzhaft wird

Viele Mädchen und Frauen werden durch ihre Tage überhaupt nicht beeinträchtigt, andere empfinden ein gewisses Unwohlsein, das oft auch mit der Einstellung zum eigenen Körper zusammenhängt. Für manche aber ist die Menstruation mit sehr schmerzhaften Verspannungen verbunden. Die teilweise in den Rücken und die Oberschenkel ausstrahlen. Auch Übelkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind ganz typische Anzeichen. Einige Mädchen und Frauen leiden unter starken Krämpfen, bei denen Entspannung, sanfter Sport oder ein warmes Bad nicht mehr helfen und die nur mithilfe von Medikamenten behandelt werden können. Bei anhaltenden starken Beschwerden sollte man das Gespräch mit dem Frauenarzt suchen, um eventuelle ernsthafte gesundheitliche Probleme auszuschließen.


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