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Liebeskummer  

Liebeskummer bei Teenagern: So helfen Eltern aus dem seelischen Tief

03.01.2014, 10:19 Uhr | mmh, rev, t-online.de

Liebeskummer bei Teenagern: So helfen Eltern nach dem Liebes-Aus. Liebeskummer: Was können Eltern tun, wenn das Kind unter Liebeskummer leidet? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was können Eltern tun, wenn das Kind unter Liebeskummer leidet? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es ist eines der intensivsten Gefühle: Die erste Verliebtheit und leider noch stärker, der erste große Liebeskummer. Die Welt stürzt ein für Teenager. Dabei sind Eltern bei Liebeskummer nicht immer die besten Tröster. Eltern leiden zwar heftig mit, aber finden häufig nicht die richtigen Worte, um Gefühle nicht noch weiter zu verletzen und den Lebensmut der Jugendlichen wieder aufzubauen. Eltern brauchen Strategien, um ihren Kindern aus dem seelischen Loch nach dem Aus der jungen Liebe herauszuhelfen.

Liebeskummer bei Jugendlichen ernst nehmen

Beziehungsstatus "getrennt", das Facebook-Profil zeigt es aller Welt, Funkstille am Handy, Chaos in der Seele. Die erste Beziehung dauert zwar oft nur kurz, der Liebeskummer danach ist aber umso schlimmer. Weinen, Einschließen im Kinderzimmer, lautes Musikhören, stundenlange Telefonate mit der besten Freundin, dem besten Freund, nichts mehr essen oder kiloweise Schokolade futtern - all das gehört zum Liebeskummer dazu, egal ob mit 13, 16 oder 23. Doch meist trifft dieser erste Liebeskummer Jungs und Mädchen in der Pubertät, wenn die Welt sowieso Kopf steht.

Doch wann ist die Grenze der Trauerzeit erreicht? Wie lange dürfen sich Kids in ihrem Seelenschmerz einigeln. Eltern wollen helfen und trösten, Halt und Sicherheit geben, dazu ist es vor allem wichtig, die Kinder ernst zu nehmen und ihnen zu helfen, den Alltag zu meistern.

Herzschmerz bloß nicht herunterspielen

An allererster Stelle gilt für Eltern in so einer Situation: Der Angelegenheit bloß nicht ohne die nötige Ernsthaftigkeit zu begegnen. Aus eigener Erfahrung mag man zwar sehr genau wissen, dass so eine Phase irgendwann überwunden ist und sich am Ende als weniger schlimm herausstellen wird, als es zunächst den Anschein hat, aber man muss auch begreifen, dass es dem Teenager in diesem Moment tatsächlich extrem schlecht geht. Fast jeder Jugendliche in diesem Alter glaubt schließlich, dass die nun zerbrochene Beziehung eigentlich doch für die Ewigkeit gedacht war. Umso verärgerter werden die leidenden Kinder auf Sprüche reagieren wie "Du bist noch jung und wirst dich noch oft genug verlieben" oder "Mit der Zeit kommt schon noch der/die Richtige". Weisheiten solcher Art wollte man schließlich in der eigenen Jugend auch nicht hören - also besser vermeiden.

Elternsorgen um Depression, Ritzen und Essstörung

Eltern müssen den Kummer erst einmal zulassen und ihren Kindern Zeit zum Verarbeiten einräumen. Das kann dauern, bei Erwachsenen geht die Liebeskummer-Beraterin Silvia Fauck von bis zu acht Wochen aus. In dieser Phase sollten Eltern jedoch sehr aufmerksam bleiben, damit der Liebeskummer nicht in Depression umschlägt, sich die Kinder womöglich ritzen, zu Alkohol oder Tabletten greifen oder eine ernsthafte Essstörung ausprägen.

In den meisten Fällen wird diese Phase relativ kurz und ohne schlimme seelische Folgen vorübergehen. Trotzdem sollten Eltern auch auf bedenkliche Anzeichen achten: Vor allem bei Mädchen kann eine Trennung schnell zu Selbstzweifeln und einem angeknacksten Selbstbewusstsein führen, woraus bei manchen ein übertriebener Schönheitswahn resultiert. Während vorübergehende Appetitlosigkeit nicht ungewöhnlich ist, können andauernde Essensverweigerung und übertrieben viel Sport Signale einer Essstörung sein.

Aggression, Depression, Schönheitswahn - das sind Alarmsignale

Auch bei einem anhaltend extrem aggressiven oder depressiven Verhalten sollten Eltern hellhörig werden. In diesen Fällen sind dann vermutlich dem Einfluss der Eltern Grenzen gesetzt und es sollte professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden. Das sind jedoch Ausnahmefälle. In der Regel dürfen Eltern sicher sein, dass die Phase des Liebeskummers bei ihren Kindern schon bald überwunden sein wird.

Eltern als geduldige Gesprächspartner bei Liebeskummer

Eltern sollten sich unaufdringlich dem Kind als geduldigen Gesprächspartner anbieten. Der Jugendliche sollte begreifen, dass er jederzeit und ganz ungezwungen die Möglichkeit hat, sich mit seinen Liebesproblemen an die Eltern zu wenden. Das bedeutet: keinesfalls aushorchen und nachbohren. Tagebuch und SMS bleiben natürlich ebenso Tabu.

Es ist für die Kinder eine Extrem-Situation, Mädchen und Jungs reagieren unterschiedlich. Jungs verschließen sich häufig, während Mädchen sich der besten Freundin anvertrauen oder auch den Eltern.

Womöglich hilft es dem Kind auch, wenn die Eltern von eigenen Liebeskummer-Erfahrungen aus ihrer Jugend berichten und so dem Kind zusätzlich vermitteln, nicht alleine mit seinen Problemen zu sein. Wenn das Kind trotz allem Verständnis der Eltern aber nicht mit Mama oder Papa über die eigenen Gefühle reden will, sollten die Eltern nicht beleidigt reagieren.

Liebeskummer darf kein Freifahrtschein sein

Grundsätzlich dürfen Eltern nicht jedes Wort und jede Verhaltensweise des Kindes in dieser Phase überbewerten. Das Ende einer Beziehung - auch wenn diese vielleicht nur aus Händchenhalten bestand - kommt in der Pubertät einem Weltuntergang gleich. Die Teenager können mit solch extremen Gefühlen meistens nicht richtig umgehen und sind deshalb nicht nur frustriert, sondern verhalten sich auch häufig sehr aggressiv. Für Eltern stehen die Chancen natürlich ganz besonders gut, die Wut des Kindes abzubekommen. Eltern müssen sich dann im Klaren darüber sein, dass das Verhalten des Kindes normalerweise nicht persönlich gemeint ist und in vielen Fällen sogar mit einem schlechten Gewissen einhergeht.

Das bedeutet nicht, dass Liebeskummer ein Freifahrtschein für jede Respektlosigkeit ist. Gewisse Regeln sollten weiterhin bestehen bleiben. So sollten Eltern zum Beispiel auch sicherstellen, dass das pubertierende Kind nicht die Schule vernachlässigt. Vielleicht können die schulischen Pflichten sogar als Ablenkung dienen. Gleiches gilt natürlich für attraktive Ausflüge oder Shopping.

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