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Handynutzung: Maßnahmen gegen "Happy Slapping"

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"Happy Slapping" - was ist zu tun?

22.03.2010, 12:07 Uhr | ots, ots

Handynutzung: Maßnahmen gegen "Happy Slapping". "Happy Slapping": Hierbei werden Gewaltszenen mit dem Handy gefilmt und weiterverbreitet.

"Happy Slapping": Hierbei werden Gewaltszenen mit dem Handy gefilmt und weiterverbreitet. (Quelle: imago)

Handy und Internet sind inzwischen für viele Menschen zum alltäglichen Begleiter geworden. Doch mit der verstärkten Nutzung neuer Medien nimmt leider auch der Missbrauch zu. Ein bedenklicher Trend ist in diesem Zusammenhang das sogenannte "Happy Slapping". Dabei werden Prügeleien oder ähnliche Gewaltszenen mit dem Mobiltelefon gefilmt und dann im Internet oder von Handy zu Handy weiterverbreitet.

Gewaltvideos auf Handys sind weit verbreitet

Laut der Jugendstudie JIM 2009 hat jeder dritte Jugendliche schon einmal mitbekommen, dass eine Prügelei per Handykamera aufgezeichnet wurde. Seit 2006 hat sich die Zahl der Zwölf- bis 19-Jährigen, die mit Gewaltvideos auf Handys in Berührung gekommen sind, fast verdoppelt. Zum "Tag der Kriminalitätsopfer", der am 22. März 2010 stattfand, informierte das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF), was gegen dieses Gewaltphänomen unter Jugendlichen getan werden kann.

Klare Regeln für Handynutzung

Bei der Prävention von Happy Slapping steht die Aufklärung über den verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy an erster Stelle. Hier sind Eltern, Lehrer und Erzieher gefragt. Denn ein Großteil der Täter ist sich weder der Strafbarkeit ihres Handelns noch des Leids der Opfer bewusst. "Kinder und Jugendliche sollten frühzeitig über die sinnvolle Verwendung des Handys, aber auch über mögliche Gefahren aufgeklärt werden. Dabei empfiehlt es sich, klare Regeln für dessen Nutzung aufzustellen", so Dagmar Wiebusch, Medienpädagogin und Geschäftsführerin des Informationszentrums Mobilfunk.

"Happy Slapping" ist strafbar

Die Veröffentlichung und Weitergabe von Gewaltvideos ist strafbar. Jugendliche können bereits ab dem Alter von 14 Jahren für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden. Bei "Happy Slapping" kommen nicht selten die Tatbestände der Beleidigung, Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung oder Freiheitsberaubung hinzu. Opfer oder Zeugen von gewalttätigen Übergriffen sollten daher die Polizei informieren. Nur so können die Täter verfolgt und die Taten geahndet werden.

Kurzfilm "Handygewalt" soll aufklären

Um aktiv gegen "Happy Slapping" vorzugehen, hat die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) in Kooperation mit dem IZMF den Kurzfilm "Handygewalt" erstellt. Der fünfminütige Film zeigt exemplarisch einen Übergriff unter Jugendlichen und die möglichen Konsequenzen für Opfer und Täter. Dabei liegt der Schwerpunkt beim Thema Opferschutz. "Ziel der Episode ist es, diesen Übergriffen die vermeintliche Harmlosigkeit zu nehmen sowie für das Leid der Opfer zu sensibilisieren und Unrechtsbewusstsein zu schaffen", erklärt Dagmar Wiebusch. Dank der Unterstützung einer Mitschülerin sucht sich der angegriffene Jugendliche Hilfe bei seinen Eltern, der Polizei und in der Schule. So kann er sich erfolgreich gegen die Täter zu Wehr setzen.

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