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Jugendliche wählen bewusst das Risiko

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Risikobereitschaft  

Denn sie wissen, was sie tun

26.03.2010, 11:47 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online, ddp

Jugendliche wählen bewusst das Risiko. Teenager scheut kein Risiko auf seinem Skateboard.

Jugendliche gehen bewusst ein hohes Risiko ein. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Sie lieben das Risiko: Im Alter von 14 Jahren zeigen Jungen den stärksten Drang zur Waghalsigkeit. Die jungen Draufgänger entscheiden sich bewusst fürs Risiko, wie Wissenschaftler nun herausfanden.

Wird Draufgängertum vererbt?

Ob man als Draufgänger durchs Leben geht oder Wagnisse scheut, hat verschiedene Gründe. Es gibt Untersuchungen, die belegen konnten, dass Draufgängertum in der Familie liegt. Ebenso gibt es bereits Hinweise darauf, dass Mut und Risikobereitschaft in unserem Erbgut verankert sein könnten. Aber hängt der Wille zur Waghalsigkeit nicht vielleicht auch vom Alter ab?

Jugendliche nehmen das höchste Risiko auf sich

"Als Kind hätte ich mich noch getraut, über die Schneeschanze zu springen." Was viele intuitiv mit ja beantworten würden, haben jetzt Wissenschaftler vom University College in London genauer untersucht. Wie Stephanie Burnett und ihre Kollegen in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Cognitive Development" veröffentlichen, nehmen Teenager wie zu erwarten im Vergleich zu Erwachsenen das höchste Risiko auf sich. Aber auch im Vergleich zu jüngeren Kindern haben sie eine höhere Risikobereitschaft.

Teenager mögen den Nervenkitzel

86 männliche Versuchspersonen im Alter zwischen acht und 35 Jahren beobachteten die Forscher bei einem Computerspiel. Dabei stellten sie fest: Am risikofreudigsten zeigen sich die 14-Jährigen. Für die Studie mussten die Probanden bei dem Spiel Entscheidungen treffen, um Punkte zu gewinnen. Nach jedem Spiel wurde die Zufriedenheit oder der Unmut über den Spielverlauf und das Ergebnis abgefragt. Wie die Forscher berichten, erwiesen sich die Teenager im Vergleich zu den Kindern als deutlich besser bei der Abwägung von Pro und Kontra ihrer Entscheidung. Dennoch gingen sie hohe Risiken ein. Der Grund in den Augen der Wissenschaftler: Teenager empfinden großes Vergnügen dabei, kritischen Situationen zu entkommen. Die Erwachsenen dagegen waren weit weniger tollkühn und fällten ihre Entscheidungen mit einem hohen Sicherheitsbewusstsein.

Sie wählen bewusst die Gefahr

"Der Grund, warum die Jugendlichen waghalsiger sind als alle anderen Testpersonen, ist nicht ein Problem der mangelnden Übersicht über die drohenden Konsequenzen. Sie wählen schlicht und einfach das Risiko", erklärt Burnett. Und zwar ganz bewusst. Die Wissenschaftler stellten fest, dass dieses Verhalten bis zum Alter von 14 Jahren zunimmt. Deshalb gebe es in dieser Altersgruppe auch eine Explosion riskanter Aktivitäten, wozu die Wissenschaftler Experimente mit Alkohol, nachlässige Ernährung und ungeschützten Geschlechtsverkehr zählen. "Es ist das Gesundheitsparadox der Jugend: Der Höhepunkt der körperlichen Gesundheit geht paradoxerweise mit hoher Sterblichkeit und Morbidität einher", sagt Burnett.

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