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Lehrer  

Lehrer haben keine Lust auf Technik

19.11.2010, 13:00 Uhr | rw, t-online.de, PR

Lehrer mit moderner Technik überfordert. Lehrer können oder wollen mit moderner Technik oft nichts anfangen. (Bild: imago)

Lehrer können oder wollen mit moderner Technik oft nichts anfangen. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Der souveräne und routinierte Umgang mit moderner Technik ist im heutigen Berufsleben in fast allen Jobs eine wichtige Schlüsselkompetenz. Entsprechend wichtig wäre es, dass schon Schülern der Umgang mit neuen Medien nahegebracht wird. Das Problem ist nur, dass zwar mittlerweile in fast allen Schulen moderne Elektronik wie PC und Beamer vorhanden ist, sie aber von den Lehrern kaum in den Unterricht integriert wird. Ein aktuelle Studie macht deutlich: Wenn neue Technologie auf altes Denken stößt, ist wenig gewonnen.

Schulen entfernen sich vom Leben ihrer Schüler

Der regelmäßige Einsatz von Computern und Internet im Unterricht ist immer noch eine Ausnahme in deutschen Schulen. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) unter 500 Schülern von 14 bis 19 Jahren ergeben. Danach kommt der PC bei 43 Prozent aller Schüler im Unterricht entweder gar nicht oder seltener als einmal pro Woche zum Einsatz. Nur 15 Prozent aller Schüler nutzen den Computer täglich in der Schule, 41 Prozent zumindest einmal pro Woche. "Computer und Internet sind zwar an allen Schulen vorhanden, von einem regelmäßigen Einsatz kann bisher aber keine Rede sein", moniert BITKOM-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer. "Die Schulen drohen sich immer weiter von der Lebenswirklichkeit ihrer Schüler zu entfernen."

Lehrer mit moderner Technik überfordert

Drei Viertel aller Schüler machen regelmäßig Hausaufgaben am PC. Damit haben die Schüler den Lehrern offenbar einiges voraus. Denn die können oder wollen mit neuen Medien oft einfach nichts anfangen. Zwei Drittel der Schüler wünschen sich, dass ihre Lehrer besser für die Verwendung neuer Medien im Unterricht geschult werden sollten. Allerdings glauben mit 44 Prozent fast die Hälfte der Befragten, dass viele Lehrer einfach keine Lust hätten, Computer und Internet im Unterricht einzusetzen. Dabei sind fast alle Schüler der Überzeugung, neue Medien machten Schulstunden interessanter. Über drei Viertel finden, ihr Einsatz erleichtere das Verständnis der Lehrinhalte.

Schule versagt bei der Vermittlung von Medienkompetenz

Die Studienergebnisse werfen ein erschreckendes Licht auf den Schulalltag in Deutschland. 95 Prozent aller Jugendlichen besitzen heute ein Handy und 99 Prozent nutzen das Internet. Eine der wichtigsten Aufgaben von Schule, nämlich die Heranwachsenden auf ihrem Weg zum mündigen, souveränen Erwachsenen zu begleiten und ihnen Orientierung zu liefern, bleibt unerfüllt, wenn einer der wichtigsten Aspekte der jugendlichen Lebenswirklichkeit einfach brach liegt. Wie gehe ich online mit meinen Daten um? Wie verhalte ich mich in Chat-Rooms? Welche Fotos und Informationen kann ich guten Gewissens in sozialen Netzwerken mit meinen Freunden teilen? In diesen und vielen weiteren Fragen, stellen Experten immer wieder dramatische Defizite in der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen fest.

Doch wo soll die auch herkommen? Das Wissen über den menschlichen Körper wird in Biologie vermittelt, das über unser Staatssystem in Sozialkunde beziehungsweise Politik. Das Wissen darüber, wie moderne Technik funktioniert, wie Medieninhalte entstehen und welche Risiken aus modernen Kommunikationsformen erwachsen, wird nicht vermittelt. "Die Schülerinnen und Schüler sollten im Unterricht Kenntnisse im Umgang mit Computer und Internet erwerben, Medienkompetenz entwickeln sowie einen Einblick in die Funktionsweise neuer Technologien erhalten", fordert deshalb auch Verbandsfunktionär Scheer.

Moderner Unterricht ist Glückssache

Die technische Ausstattung dafür wäre in den meisten Schulen vorhanden. In der Forsa-Untersuchung zeigt sich, dass die Schulen die Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten der vorhandenen Technik bisher aber nur unzureichend nutzen. "Die Geräte fristen allzu oft ein Mauerblümchendasein und werden nur für einfachste Anwendungen eingesetzt", kritisiert der BITKOM-Präsident indirekt auch die allzu großen Berührungsängste der Lehrerschaft gegenüber moderner Technologie. Es bleibt jedem Lehrer selbst überlassen, wie stark er sich bemüht, neue Technologien sinnvoll einzusetzen. Wie gut Schülern im Dschungel des modernen Informationszeitalters Orientierung geboten wird, ist damit schlicht Glückssache.

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