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Schüler-BAföG: Förderung vom Staat

28.02.2011, 11:57 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

Schüler-BAföG: Förderung vom Staat. BAföG gibt es nicht nur für Studenten - auch Schüler können die Förderung erhalten. (Foto: imago)

BAföG gibt es nicht nur für Studenten - auch Schüler können die Förderung erhalten. (Foto: imago)

Studenten können BAföG beantragen, das wissen die meisten Eltern. Doch der Staat hilft auch Schülern ihre Ausbildung zu beenden. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz soll jungen Menschen auch dann die Möglichkeit eines Studiums oder einer Ausbildung bieten, wenn sich Eltern nicht in der finanziellen Lage befinden, für die Ausbildung ihres Kindes aufzukommen. Gleichzeitig soll es sicherstellen, dass sich viele Menschen beruflich qualifizieren können. Auch Schüler und Auszubildende können deshalb unter bestimmten Voraussetzungen das sogenannte Schüler-BAföG beantragen. Das müssen Sie wissen.

Worin unterscheidet sich das Schüler-BAföG vom Studenten-BAföG? 

Selbst manche Experten kommen ins Schwitzen, wenn sie den Unterschied zwischen Schüler-BAföG und Förderleistungen für Studierende erklären sollen. Denn das Gesetz nimmt keine Trennung zwischen Schülern und Studenten vor, sondern unterscheidet nur die Schulart des Antragstellers. Der Unterschied beim Schüler-BAföG liegt somit lediglich darin, dass für bestimmte Schularten der maximal erreichbare Grundbetrag niedriger liegt als für Studenten. So werden zum Beispiel Schüler höherer Fachschulen und Akademien fast so behandelt wie die Studierenden, während alle anderen förderungsfähigen Schularten in der Regel mit Sonderregelungen bedacht werden, die grob als Unterscheidungsmerkmal für das Schüler-BAföG angesehen werden können.

Wer hat Anspruch auf Schüler-BAföG?

Ob ein Schüler Anspruch auf BAföG hat, hängt wie gesagt zum einen von der Art der Schule ab, die er besucht und von seinem Alter. Geförderte Schulen können Fachschulen, berufsbildende Akademien, Kollegs zum Erwerb der Hochschulreife im Zweiten Bildungsweg oder ähnliche Institutionen sein. In der Regel werden Schüler nur bis zum vollendeten 30. Lebensjahr gefördert. Ausnahme sind Schüler von Kollegs zum Erwerb der Hochschulreife im Zweiten Bildungsweg. Sie erhalten eine elternunabhängige Förderung. Unter Umständen können sogar Schüler allgemeinbildender Schulen Schüler-BAföG beantragen. Hierbei zählt, dass sie mindestens die zehnte Klasse besuchen und sich die Schule in unzumutbarer Entfernung zum Elternhaus befindet und es keine andere gleichwertige Schule mit dem gleichen Bildungsziel in der Nähe des Elternhauses gibt. In besonderen Fällen können auch für den Schüler nicht tragbare familiäre Verhältnisse einen Anspruch auf BAföG darstellen. Außerdem ist die deutsche Staatsbürgerschaft eine weitere Vorraussetzung. Ausländische Schüler können nur dann Anspruch auf BAföG geltend machen, wenn sie als Asylberechtigte oder Kontingentflüchtling anerkannt wurden.

Wie hoch ist der Anspruch auf BAföG?

Die Höhe des Anspruches regelt sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern oder des Ehegatten und der Art der Ausbildung. Mit steigendem Einkommen sinkt die Höhe der BAföG-Leistungen, bis es irgendwann gar nichts mehr gibt. Die Höhe der Förderung wird regelmäßig neu berechnet und die Einkommen aller Beteiligten sind immer wieder nachzuweisen. Verfügt der Schüler über ein eigenes Einkommen oder Vermögen, so fließt dieses in die Anspruchsberechnung mit ein. Wichtig: Auch möglicherweise unbekannte Sparbücher von Großeltern oder anderen Verwandten werden mit ins Vermögen gerechnet und müssen angegeben werden.

Zusammensetzung des Schüler-BAföGs

Das Schüler-BAföG setzt sich aus vier Komponenten zusammen: dem Grundbetrag, dem Zuschuss zu den Mietkosten, dem Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung und dem möglichen Kinderbetreuungszuschlag. Da dieser Betrag abhängig von Schulart und Einkommen der Eltern ist, kann pauschal keine Summe genannt werden - diese wird vom zuständigen BAföG-Amt errechnet. Doch das Bildungsministerium für Bildung und Forschung gibt auf ihrer Seite www.das-neue-bafoeg.de folgenden Grundbedarf für Schüler an: 

  • Als monatlicher Bedarf gelten für Schüler von Berufsfachschulen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, 216 Euro

  • Schüler von Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und von Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, 391 Euro

  • Als monatlicher Bedarf gelten, wenn der Auszubildende nicht bei seinen Eltern wohnt, für Schüler von weiterführenden allgemein bildenden Schulen und Berufsfachschulen sowie von Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, 465 Euro

  • Schüler von Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und von Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, 543 Euro

Elternunabhängiges BAföG

Das elternunabhängige Schüler-BAföG stellt (wie auch beim Studierenden-BAföG) eine Ausnahme dar. Es gibt jedoch einige Sonderfälle, in denen das Einkommen der Eltern nicht auf das Schüler-BAföG angerechnet wird. Hierzu zählen der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) auf dem Zweiten Bildungsweg (Abendgymnasium oder Kolleg)  sowie die Oberstufe in Baden-Württemberg, Berufsoberschulen in Bayern und die 13. Klassen der Berufsoberschulen in Niedersachsen.

Förderungsdauer des Schüler-BAföGs

Das Schüler-BAföG wird im Normalfall bis zum Abschluss der Ausbildung gewährt, da das Amt davon ausgeht, dass eine schulische Laufbahn durch den Unterricht und die Anwesenheitspflicht fast automatisch voranschreitet. Man sollte lediglich aufpassen, dass man den Antrag auf Schüler-BAföG früh genug stellt, da die Förderung erst frühestens mit dem Monat der Antragsstellung beginnen kann.

Rückzahlung des Schüler-BAföGs

Ob eine Rückzahlung der erhaltenen Förderung vorgesehen ist oder nicht, wird nach der Art der Förderung bestimmt. Ist eine Förderung im Rahmen des Schüler-BAföG als Vollzuschuss gewährt, fallen keinerlei Rückzahlungen an. Eine Ausnahme bilden Schüler und Auszubildende an höheren Fachschulen und Akademien. Diese erhalten, wie auch Studierende an Universitäten und Fachhochschulen, das Schüler-BAföG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen. In diesen Fällen muss die Hälfte der Förderung zurückgezahlt werden.

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