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Jede fünfte Jugendliche Opfer von Cybermobbing

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Jede fünfte Jugendliche Opfer von Cybermobbing

05.08.2011, 12:30 Uhr | Pressetext

Jede fünfte Jugendliche Opfer von Cybermobbing. Cybermobbing nimmt immer stärker zu - Jugendliche sind oft hilflos. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Private Informationen gehören nicht in die Öffentlichkeit. (Quelle: imago)

Ein schwaches Selbstvertrauen, Schäden der mentalen Gesundheit und schlechtere schulische Leistungen sind häufige Folgen von Cybermobbing. Dass das Problem noch immer nicht im Griff ist, zeigen die nach wie vor steigenden Zahlen an Betroffenen. Die Bundesrepublik zählt international zu den Negativ-Spitzenreitern. Jedes fünfte deutsche Kind musste bereits Erfahrungen mit dem Phänomen machen. Wie die Anglia Ruskin University (ARU) auf ihrer Internetseite zeigt, sind britische Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren in ähnlichem Ausmaß betroffen. Mädchen werden deutlich öfter Opfer der Attacken als Jungen.

Selbstachtung erschüttert

Hauptsächlich in Internet und in sozialen Netzwerken, zunehmend aber auch auf dem Mobiltelefon, starten Teenager ihre gegenseitigen Angriffe. In Wort und Bild lassen sie Beleidigungen aufeinander los, um andere Personen zu verletzen oder bloßzustellen. Schikanierende Videos und peinliche Fotos gelangen dabei häufig an die breite Öffentlichkeit. Insgesamt machten den Angaben nach auf diese Art bereits 18,4 Prozent der Jugendlichen schlechte Erfahrungen. Mit rund 69 Prozent waren die mit Abstand meisten gemobbten Kinder Mädchen. Sie sind auch öfter Zeugen der Angriffe auf andere und kennen häufiger Personen, die andere Kinder mobben.

Nur wenige Mobbing-Opfer suchen Hilfe

Infolge der Attacken leidet das mentale und emotionale Wohlbefinden. Zu den häufigsten Auswirkungen von Cybermobbing zählt eine erschütterte Selbstachtung. Der ARU zufolge blieb mehr als ein Viertel der Opfer aufgrund der Vorfälle außerdem der Schule fern. Knapp 39 Prozent kappten soziale Kontakte. Weniger als die Hälfte der Betroffenen sucht nach Mobbing-Angriffen die Hilfe von Außenstehenden. Bei den Eltern herrscht angesichts der Problematik noch weitgehend Ratlosigkeit. Die Experten stellen aber klar, dass der Großteil der Online-Interaktionen von Jugendlichen neutral oder positiv ist.

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