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Schulfrust: Zehn Gründe, die Schule zu hassen

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Leistung lohnt sich nicht: Mit Mogeln kommt man weiter

"Viviane hasst die Schule, weil es gute Schüler schwer haben."


In der achten Klasse war Viviane Cismak eine Musterschülerin, arbeitete fleißig im Unterricht mit, machte ihre Hausaufgaben und repräsentierte ihre Schule bei außerschulischen Wettbewerben. Gelobt und gewürdigt wurde dies von den Lehrern allerdings nicht, eher belächelt, wie Viviane mit mehreren Beispielgeschichten belegt. Das Resultat: Motivation und Ehrgeiz verflüchtigten sich. "Wieso sollte ich mich also noch länger anstrengen, wenn andere es auch nicht taten und das keine Konsequenzen für sie hatte? Ich musste einfach schlechter und dann wieder besser werden, denn nur so würde ich Anerkennung erhalten und gefördert werden", dachte sich die 14-jährige Viviane. Fortan ließ sie die Hausaufgaben schleifen, schrieb Spickzettel und lernte nicht mehr. Wenn sie den Unterricht schwänzte, vermerkte sie einfach selbstständig im Klassenbuch, dass sie eine Entschuldigung abgegeben hätte - so wie viele ihrer Mitschüler. Solche Aktionen blieben ohne Folgen, ihre Noten verschlechterten sich interessanterweise kaum. Viviane meint, dass die Schule somit eine ihrer wichtigsten Aufgaben verfehlt: Kinder auf das richtige Leben vorzubereiten. Stattdessen wird vermittelt, dass man mit Bequemlichkeit und Mogelei genauso viel erreichen kann wie mit harter Arbeit - oder sogar noch mehr. Zusammenkopierte Doktorarbeiten prominenter Politiker sieht Viviane als logische Konsequenz aus den Versäumnissen der Schule.

(Quelle: "Schulfrust - 10 Dinge, die ich an der Schule hasse" von Viviane Cismak, Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag)




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