Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Jugendliche >

Die meisten erleben "das erste Mal" in einer festen Beziehung

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Die meisten erleben "das erste Mal" in einer festen Beziehung

27.12.2011, 16:12 Uhr | dapd

Die meisten erleben "das erste Mal" in einer festen Beziehung. Das "erste Mal" erleben Jugendliche immer später. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das "erste Mal" erleben Jugendliche immer später. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Das erste Mal" erleben Jugendliche in Deutschland immer später: Von den 17-jährigen Mädchen hatten einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge 66 Prozent eine sexuelle Beziehung, bei den Jungen waren es 65 Prozent. 2005 war der Anteil zumindest bei den Mädchen deutlich höher.

Nicht unter Druck setzen lassen

"Heutzutage erlebt der ganz große Teil der Jugendlichen das erste Mal in einer festen Beziehung", sagt Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Wichtig sei es, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, einen Partner zu finden, mit dem man das wirklich erleben möchte, den richtigen Zeitpunkt zu finden und sicherzustellen, dass auch Verhütungsmittel verfügbar seien.

"Ein normaler Hygieneartikel"

Die beliebtesten Verhütungsmittel sind Pille und Kondom. Neben der verstärkten Sexualaufklärung seit 1993 habe letzteres auch mit der Kampagne zur Aufklärung über Aids zu tun, sagt Pott. "Für die Jugendlichen heute ist das Kondom ein weitgehend normaler Hygieneartikel geworden, der als Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft und als Schutz vor einer HIV-Ansteckung eingesetzt wird."

Sexualerziehung in der Schule

Die Schule spiele bei der Sexualerziehung eine entscheidende Rolle, alle Länder hätten inzwischen Sexualkunde in den Lehrplan aufgenommen, sagt die BZgA-Direktorin. Die Bundeszentrale stellt Schulen ihre Informationsmaterialien kostenlos zur Verfügung. Auch sei man kontinuierlich damit beschäftigt, Arbeitshilfen für Schulen und Bildungseinrichtungen zu entwickeln, "die im Unterricht eingesetzt werden können".

Hauptschülerinnen werden häufiger schwanger als Gymnasiastinnen

Offenbar mit Erfolg, denn die Zahl der Teenagerschwangerschaften in Deutschland ist sehr niedrig. In diesen Fällen sei auch nicht immer fehlende Information der Grund, betont Pott. Es gebe junge Frauen, die glaubten, keine Perspektive zum Beispiel im Beruf zu haben. "Sie denken dann, mit einem Kind könnten sie ihren Status verbessern, halten einen Status als Mutter in diesen jungen Jahren für erstrebenswert." Hauptschülerinnen im Teenageralter würden fünfmal so häufig schwanger wie gleichaltrige Gymnasiastinnen, sagt die Medizinerin.

"Hier versuchen wir mit anderen Mitteln zu helfen", erklärt Pott. Es gehe darum, diesen jungen Leuten zu zeigen, dass sie Schwächen, aber auch Stärken hätten. Die BZgA arbeite hier zusammen mit Bildungseinrichtungen und Arbeitsagenturen, um die Betroffenen in Beschäftigungen zu vermitteln, bei denen sie ihre Stärken einbringen könnten.

Internet wichtige Informationsquelle

Für junge Migranten ist das Internet eine wichtige Informationsquelle für Themen wie Verhütung und Sexualität. Vor allem Jungen informierten sich hier "mit Abstand" am häufigsten, so Elisabeth Pott. Grund sei, dass ausländische Jugendliche im Elternhaus seltener über diese Themen sprächen als deutsche Altersgenossen. Deshalb werde auch die Schule immer wichtiger, wenn es um Sexualaufklärung gehe.

Mit den Eltern über Verhütung sprechen

Etwa die Hälfte der Mädchen und 41 Prozent der Jungen aus Migrantenfamilien führen einer BZgA-Studie zufolge ein Verhütungsgespräch mit den Eltern. Bei den gleichaltrigen deutschen Jugendlichen sind es 69 beziehungsweise 58 Prozent. "Das war vor 30 Jahren noch ganz anders", sagt Pott. Nur etwas mehr als ein Drittel der Mädchen und jeder vierte Junge sprach damals mit den Eltern über Verhütung.

Nur acht Prozent verhüten nicht

Mit der Offenheit hat sich auch das Verhütungsverhalten verbessert: Nur acht Prozent der deutschen Jugendlichen verhütete beim ersten Mal nicht, bei den Mädchen mit Migrationshintergrund lag der Anteil bei zwölf Prozent, bei den Jungen bei 18 Prozent. Seit 2005 habe sich aber auch bei dieser Gruppe die Zahl deutlich verringert, so Pott. "Wir erleben im Moment, dass wir mit unseren Aufklärungskampagnen diese Jugendlichen viel besser erreichen, zum Teil auch dank der Möglichkeiten des Internets."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal