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Teenager: So motivieren Eltern ihre Kinder

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"Kein Bock!" Wie sich Teenager motivieren lassen

05.12.2012, 17:32 Uhr | dpa, T-Online.de

"Kein Bock!" Wie sich Teenager motivieren lassen. Lustlose Teenager: Nicht immer ist es für Eltern leicht die Pubertierenden zu motivieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lustlose Teenies: Nicht immer ist es für Eltern leicht die Pubertierenden zu motivieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

 

"Das nervt!", "kein Bock!", "mach ich später!" Sätze, die wohl alle Eltern von Teenagern regelmäßig zu hören bekommen. Schließlich ist das Leben der Pubertierenden voll von lästigen Pflichten wie Hausaufgaben machen, den Müll rausbringen oder Zimmer aufräumen. Warum kann man nicht einfach nur die Sachen machen, zu denen man Lust hat, denken sich die Jugendlichen. Tatsächlich aber gibt es ein paar Tricks, mit denen es ihnen leichter fällt, sich aufzuraffen.

"Den inneren Schweinehund kennt wohl jeder", sagt Motivationscoach Stefan Frädrich aus Köln. Allerdings sollte man ihn nicht permanent bekämpfen. Besser ist, ihn als eine Art inneren Freund zu akzeptieren, der Teil von einem selbst sei. "Das bringt einen weiter, weil man sich nicht über ihn ärgert, sondern die Energie für was anderes einsetzen kann."

Ständiges Hinauszögern macht es nur noch schlimmer

Es helfe nicht, ständig zu jammern und nur zu sagen "darauf habe ich keinen Bock". "Manche Dinge muss man einfach machen", meint Frädrich. Eltern müssen deshalb den Heranwachsenden vermitteln, dass manche Angelegenheiten umso nerviger werden, je länger man sie hinauszögert. Dabei sollten die Eltern den Teenagern auch immer das Positive in Aussicht stellen, so dass die Kinder sich schließlich sagen: "Ich habe jetzt zwar keine Lust, die Hausaufgaben zu machen, aber wenn ich sie gleich erledige, habe ich nachher Zeit, ohne schlechtes Gewissen etwas Schönes zu unternehmen."

Die Jugendlichen brauchen ein Ziel vor Augen

"Erfolgreich wird man nur, wenn man etwas dafür tut", erklärt Stefan Brandt, Schulpsychologe in Berlin. Eltern können das leicht an einem Beispiel vermitteln: Auch ein Fußballprofi ist nur deshalb ein Star, weil er hart dafür gearbeitet hat. Selbst wenn er gerade keine Lust hat, verlangt sein Coach von ihm zu trainieren. Die Kinder begreifen, dass es sich lohnt, Dinge zu tun, auf die man in diesem Moment vielleicht keine Lust hat. Dabei hilft es, ein Ziel vor Augen zu haben. "Wenn ich zum Beispiel ein guter Sportler werden will, fällt es mir leichter, regelmäßig zum Training zu gehen, da ich dann weiß, wofür ich das mache", so Brandt.

Die Politik der kleinen Schritte

Statt sich ein einziges, nur schwer erreichbares Ziel zu setzen, können kleinere Ziele motivierender wirken. "Wer viel zu Hause rumgammelt und sich dann vornimmt, jeden Tag eine halbe Stunde Sport zu treiben, wird das wahrscheinlich nicht schaffen", erläutert der Coach Kai-Jürgen Lietz aus Bad Homburg. Kleinere Schritte seien realistischer. Beispielsweise: "Ich ziehe nach der Schule meine Sportklamotten an und gehe in den Park. Ob ich jogge, weiß ich noch nicht." Das sei relativ einfach und vermittle einem das gute Gefühl, etwas erreicht zu haben. "Dann hat man nicht den Eindruck, nichts zu schaffen, sondern ist eher motiviert, sich das nächste Ziel setzen."

Diese Politik der kleinen Schritte wirkt auch zu Hause und in der Schule. Eltern ersparen sich großes Kinderzimmer-Chaos und ihren Kindern stundenlange Aufräumaktionen, wenn sie ihre Kids dazu bringen, dass sie jeden Tag für ein paar Minuten ihre Klamotten zusammenräumen. Genauso sollte Eltern und Schülern klar sein, dass man nicht innerhalb kürzester Zeit durch endlose Lern-Überstunden von einer Fünf in Mathe auf eine Eins oder Zwei im Zeugnis kommen kann. Doch jeden Tag zehn Minuten mehr Mathe zu machen, ist gut zu schaffen und wird sich positiv auf die schulischen Leistungen auswirken. Praktisch sei es laut Lietz auch, wenn sich die Jugendlichen aufschreiben, was sie in diesen zehn Minuten geschafft haben. "Das ist eine Art Belohnung, weil ich dann Schwarz auf Weiß sehe, was ich geleistet habe", erklärt Lietz.

Mit "Bestechung" erreichen Eltern nur wenig

Belohnungen sind sowieso ein gutes Mittel, um sich für etwas zu motivieren. Aber das sollte nicht das alleinige Ziel sein, findet Schulpsychologe Brandt. Denn dann laufe man Gefahr, Dinge irgendwann nur noch wegen einer Belohnung zu machen. "Das muss nicht sein, denn eigentlich ist es ein tolles Gefühl, eine Sache einfach geschafft zu haben." Dann könnten Jugendliche stolz auf sich sein und sagen: "Das hab ich gut gemacht!" Entsprechend sollten Eltern aufpassen, dass sie ihre Kinder nicht durch "Bestechung" zu guten Leistungen antreiben. Beispielsweise raten Experten auch davon ab, Kinder für gute Zeugnisnoten mit Geld zu belohnen.

Die schwierige Frage nach der Zukunft

Meist fällt es Teenagern schwer, sich Gedanken um ihre Zukunft zu machen. Das Drängeln der Eltern nervt sie, doch die haben nicht Unrecht, wenn sie das Thema immer wieder ansprechen. Denn so anstrengend das sein kann, so wichtig sei es für Jugendliche, sich möglichst früh Gedanken darüber zu machen, findet Stefan Frädrich. Wer die Entscheidung zu lange hinauszögert, läuft Gefahr, einen Weg einzuschlagen, den man gar nicht gehen möchte.

Um den Jugendlichen auf die Sprünge zu helfen, können Eltern sie fragen, was ihnen Spaß macht und womit sie sich gerne von morgens bis abends beschäftigen würden. So können sie mit der Zeit herausfinden, welcher Beruf zu ihnen passe. Und wer beruflich das mache, woran er oder sie Spaß habe, tue sich bei der Suche nach einem Job später wahrscheinlich auch leichter.

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