Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Jugendliche >

Sucht-Gefahr: Alkohol- und Drogenprobleme bei Jugendlichen steigen an

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Drogen und Sucht - Kinderpsychiater schlagen Alarm

08.03.2013, 12:37 Uhr | dpa

Sucht-Gefahr: Alkohol- und Drogenprobleme bei Jugendlichen steigen an. Alkohol- und Drogenmissbrauch bei Jugendlichen nimmt drastische Formen an. Kinder- und Jugendpsychiater warnen vor den Folgen.  (Quelle: dpa)

Alkohol- und Drogenmissbrauch bei Jugendlichen nimmt drastische Formen an. (Quelle: dpa)

Jeder zehnte Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren hat Experten zufolge ein Alkohol- oder Drogenproblem. Die Folge können erheblich sein: Gedächtnis- und Lernstörungen, aber auch Depressionen.

Alkohol und Drogen: So viele Jugendliche konsumieren illegale Substanzen

Die deutschen Kinder- und Jugendpsychiater schlagen Alarm: Acht Prozent der 15- bis 18-Jährigen haben Studien zufolge einen problematischen Alkoholkonsum. Zwei Prozent konsumierten regelmäßig illegale Substanzen, meist Cannabis, sagte der Hamburger Psychiater Rainer Thomasius auf dem Jahreskongress der Gesellschaft der Kinder- und Jugendpsychiater. Auch die Zahl der noch Jüngeren mit problematischem Alkohol- und Drogenkonsum habe stark zugenommen; allerdings lägen darüber keine gesicherten Zahlen vor.

Alkohol- und Cannabis zerstören Hirne der jungen Menschen

Alkohol- und Cannabisgebrauch sei bei jungen Menschen weitaus gefährlicher als im Erwachsenenalter, da Hirnstrukturen dauerhaft verändert werden. So sei eine Folge des Cannabiskonsums, dass bei diesen Jugendlichen bis ins junge Erwachsenenalter die durchschnittliche Intelligenz von 100 auf 94 IQ-Punkte sinke. Dies führe zu Gedächtnis- und Lernstörungen. Auch die Emotionalität ist den Angaben zufolge betroffen, depressive Störungen seien häufig.

Eltern-Service 
Nützliche Tools für Eltern

Unsere kostenlosen Rechner, Kalender und Checklisten erleichtern Ihren... mehr

Hirnschrumpfung wie bei Alkoholikern

Ähnliche Befunde gebe es auch im Alkoholbereich durch das Komatrinken. Internationale Studien zeigten, dass bereits bei Jugendlichen Hirnschrumpfungsprozesse zu finden seien, die bislang nur bei 50- oder 60-jährigen Alkoholikern beobachtet wurden.

Wirkstoffe heute stärker, Suchtpotenzial größer

Der Rostocker Kinder- und Jugendpsychiater Olaf Reis warnte Eltern davor, ihren möglichen eigenen Cannabiskonsum in der Jugend mit dem der heutigen jungen Generation gleichzusetzen. Der Gehalt an dem Wirkstoffstoff THC sei um ein Vielfaches höher, das Suchtpotenzial entsprechend groß.

Mediensucht macht Emotionen kaputt

Bei vier Prozent der Jugendlichen sei zudem eine krankhafte Mediennutzung festzustellen. Sie benutzten ihre Online-Vernetzung mit anderen dazu, ihren Konflikten und Schwierigkeiten im realen Leben aus dem Wege zu gehen, sagte der Schweizer Psychiater Oliver Bilke-Hentzsch. Teilweise könnten sie ihre Emotionen ohne diese Medien gar nicht mehr regulieren.

Die Psychiater beklagten die viel zu geringen Hilfemöglichkeiten für die Jugendlichen. Nur jeder Zehnte, der behandlungsbedürftig ist, bekomme auch die adäquate Therapie.

Prinzipiell seien die Jugendlichen nur sehr schwer mit den möglichen Auswirkungen ihrer Sucht zu erreichen. Es werde deshalb zunehmend darauf gesetzt, die Menschen in ihrem Umfeld anzusprechen. Bilke-Hentzsch erinnerte daran, dass es sich bis zum 18. Lebensjahr nach Gesetz immer um Kinder handelt; es müsse ein Ansprechpartner da sein.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal