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Bundesfreiwilligendienst: Chance für Jugendliche und junge Erwachsene

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Bundesfreiwilligendienst

Große Chancen für Jugendliche

03.04.2014, 14:47 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Große Chancen für Jugendliche. Der Bundesfreiwilligendienst hat sich in einem Jahr zum Renner entwickelt. (Quelle: dpa)

Der Bundesfreiwilligendienst hat sich in einem Jahr zum Renner entwickelt. (Quelle: dpa)

 

Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht sind auch die Zivildienstleistenden von der Bildfläche verschwunden und haben teilweise große Lücken hinterlassen. Um diese zu schließen, hat man den Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene ist das eine gute Chance, in aller Ruhe herauszufinden, was ihnen wirklich liegt. Aber nicht nur für sie.

Der Freiwilligendienst als Sprungbrett

Nichts erfüllt mehr als gebraucht zu werden  - unter diesem Motto engagieren sich derzeit rund 38.022 Freiwillige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) in sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereichen. Der Dienst steht prinzipiell jedem offen, der die Regelschulzeit hinter sich gebracht hat. Aber ganz besonders profitieren davon junge Menschen, die ihre eigenen Grenzen erfahren möchten und die persönliche Herausforderung suchen. Die sich aber auch noch nicht entschließen können, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll und so die Zeit nutzen möchten, um sich darüber klar zu werden. Nicht wenige bleiben dann. Ein kleiner Hintergedanke, der neben allen sozialen Aspekten hinter dem Dienst steht: Denn gerade diese Gruppe bildet ein großes Potenzial für die Gewinnung von Auszubildenden für Sozial- und Gesundheitsberufe.

Eine Bereicherung für den Lebenslauf - nicht nur auf dem Papier

Ehrenämter oder ein solches Bundesfreiwilligenjahr bringen einen enormen Vorteil für den Lebenslauf. Wobei das freiwillige Engagement nicht unbedingt mit dem späteren Beruf zu tun haben muss. "Wertvolle Lebenserfahrung zu gewinnen, sollte für jeden Menschen erstrebenswert sein", meint Jürgen Brokatzky-Geiger, Leiter von Human Resources bei Novartis in einem Interview auf der Seite des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die Frage, ob Bewerber, die einen solchen Freiwilligendienst geleistet haben, besondere Eigenschaften mitbringen, kann auch der Personaler nicht mit Zahlen und Fakten beantworten. "Meine Lebens- und Berufserfahrung sagt mir aber, dass eine gewichtige Reifung der Persönlichkeit eintritt, wenn man Teile der Welt und des menschlichen Alltags sieht und erfährt, die man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt." Hinzu kommt, dass ein solches Engagement Einsatzbereitschaft über das Notwendige hinaus zeigt, und damit den heutigen Anforderungen von Unternehmen und Betrieben entgegenkommt.

Startrampe für den Wiedereinstieg in den Beruf

Neben einer Erweiterung der Einsatzgebiete gibt es noch einen weiteren entscheidenden Unterschied zwischen dem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr und dem Bundesfreiwilligendienst: Man darf nicht nur älter sein als 27, man hat dann auch ein paar besondere Privilegien. Zum Beispiel kann man den BFD in Teilzeit absolvieren - eine gute Chance für Mütter, die für ihre Familie eine längere Berufspause eingelegt haben und sich entweder umorientieren oder auch einfach wieder Fuß fassen wollen im Arbeitsleben. Ganz ohne Druck lassen sich so Arbeitserfahrung und Referenzen sammeln. Zwölf Monate sind die Regel, 24 das Maximum. Da man mit dem Dienst, so Familienministerin Kristina Schröder, einen Nährboden für eine neue Kultur der Freiwilligkeit in Deutschland schaffen möchte, ist die Bezahlung auch kein Gehalt, sondern eher ein Taschengeld. Aber man ist sozial abgesichert: Die Beiträge für Rente, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden gezahlt. Berufskleidung, Unterkunft und Verpflegung können gestellt werden, manchmal werden auch die Kosten ersetzt.

Es geht um Engagement und nicht um Leistung

Viele Interessenten haben Bedenken, dass sie den Anforderungen nicht gewachsen sind. Aber hier geht es nicht um Leistung im ursprünglichen Sinne, sondern darum, Spaß zu haben an der Arbeit für die Gesellschaft, im Umgang zum Beispiel mit Kindern oder alten Menschen, mit Behinderten oder Kranken. Die Einsatzbereiche sind dabei extrem vielfältig - für jeden Geschmack ist etwas dabei. An attraktiven, noch freien Stellen mangelt es nicht. Auf der Seite www.bundesfreiwilligendienst.de kann man das Angebot sichten. Von der Vogelschutzwarte über Sportangebote und die Waldorfschule, von der Jugendfarm über Walderlebniszentren bis hin zu Theaterprojekten gibt es neben den Fahrdiensten und Angeboten in Kinderläden, Behindertenzentren und Altenheimen eine ganze Menge Alternativen.

Politische Bildung ist fester Bestandteil der Maßnahme

Gerade beim Bundesfreiwilligendienst verzichtet der Staat ganz bewusst auf zu viel Einmischung. Der Gedanke, der dahinter steht: Je weniger Vorgaben, desto passgenauer und individueller können die jeweiligen Lösungen vor Ort sein. Davon profitieren beide Seiten. Genau wie von der politischen Bildung, die fester Bestandteil des Programms ist. "Unsere Demokratie ist angewiesen auf engagierte, aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger, die sich selbstbewusst und verantwortungsvoll in Politik und Gesellschaft einbringen", heißt es hierzu vonseiten des Bundesamtes.

Dialog zwischen den Generationen

Hinzu kommen weitere Seminare, rund 25 Bildungstage im Jahr plus pädagogische Begleitung, die unter anderem die Freiwilligen auf ihre Aufgabe vorbereiten soll. Diejenigen, die älter als 27 sind, entscheiden gemeinsam mit der Einsatzstelle, wie hoch der Umfang der Begleitung sein sollte. "Jüngere und ältere Teilnehmer lernen je nach Lernsetting voneinander, miteinander und/oder übereinander. Sie treten in einen Dialog der Generationen und vertiefen ihr Wissen übereinander, entwickeln neue Sichtweisen und Handlungsoptionen", erläutert Pressesprecherin Antje Mäder. Sie betont, dass das Miteinander der Generationen als eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe begriffen wird, die neue Perspektiven zwischen Jung und Alt eröffnen kann.

Früh genug um einen Platz kümmern

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein voller Erfolg. Wer eine besondere Stelle im Auge hat, sollte sich frühzeitig informieren. Am besten bei der Einsatzstelle selbst. Ist diese noch nicht als solche anerkannt, kann sie sich auch kurzfristig anerkennen lassen.

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