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Rechtsextreme ködern Jugendliche mit Facebook, Youtube und Twitter

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QR-Codes und Nazi-Apps  

Mit diesen Tricks ködern Rechtsextreme Jugendliche im Internet

10.07.2013, 11:22 Uhr | dpa

Rechtsextreme ködern Jugendliche mit Facebook, Youtube und Twitter. Mit QR-Codes wollen Rechtsextreme Jugendliche im Netz ködern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit QR-Codes wollen Rechtsextreme Jugendliche im Netz ködern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Scannen von QR-Codes, um ohne Tipparbeit auf eine Webseite zu gelangen, wird immer beliebter. Das haben auch Rechtsextreme erkannt und versuchen neugierige Kinder oder Teenager über solche Codes auf ihre Seiten zu locken, warnt die Organisation Jugendschutz.net im Rechtsextremismus-Jahresbericht 2012.

Die QR-Codes werden sowohl auf Webseiten und in Profilen sozialer Netzwerke als auch auf Flyern oder Aufklebern gestreut. Neu ist auch das Phänomen rechtsextremer Apps. Im Netz kursieren mehrere ausländische Versionen solcher Anwendungen, die strafbare Symbole oder neonazistisches Gedankengut enthielten, wie der Bericht verrät.

Zahl rechtsextremer Internetangebote steigt

Die Zahl rechtsextremer Angebote im Netz steigt insgesamt stark an: 2012 fanden die Jugendschützer 5500 rechtsextreme Beiträge im Netz, 2011 waren es erst 3700. Soziale Netzwerke werden immer wichtiger für Rechtsextreme

Generell nutzen Rechtsextreme im Internet immer häufiger Soziale Netzwerke, um Jugendliche mit ihren Botschaften zu erreichen. "Facebook und YouTube spielen für die Ansprache von Jugendlichen die wichtigste Rolle", so Stefan Glaser, Leiter des Extremismusbereichs der von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützten Organisation. Auch der Kurzmitteilungsdienst Twitter sei für Neonazis eine immer wichtigere Plattform zur Mobilisierung von Anhängern und der Verbreitung ihrer Informationen. 196 rechtsextreme Twitter-Accounts dokumentierte "jugendschutz.net" im vergangenen Jahr. Im Jahr zuvor seien es noch 141 gewesen.

Getarnt als Anti-Nazi-Seite

Neu identifiziert hat Jugendschutz.net auch eine Strömung, die sich mit Slogans wie "0 % Rassismus" plakativ von Neonazis abgrenzt und nationalsozialistisch geprägte Begriffe vermeidet. Bei den sogenannten Identitären ist der rechtsextreme Bezug häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar. In sozialen Netzwerken nutzen sie als Stilelemente Fotos von jungen Menschen, Videos von Aktionen und modern gestaltete Werbegrafiken.

Über stylische Blogs versuchen den Angaben des Berichts zufolge Seiten wie "Verdictum", "Pinselstriche" oder "Mauerblümchen", rechtes Gedankengut als zeitgemäße Alternative zum demokratischen System darzustellen. Vermittelt werden dabei rassistische und demokratiefeindliche Botschaften sowie Hetze gegen eine pluralistische Gesellschaft, Staat und Verfassung.

Teenager werden über islamfeindliche Webseiten angesprochen

Rechte versuchen auch verstärkt, Jugendliche über islamfeindliche Seiten anzusprechen. Hier verzeichnen die Jugendschützer zwischen 2011 und 2012 einen Anstieg um 60 Prozent von 25 auf 40 Seiten. Auf multimedialen Blogs wie "Zukunftskinder" und ähnlich ausgerichteten Facebook-Seiten werden Muslime pauschal verunglimpft.

Große Online-Netzwerke gehen verstärkt gegen rechtsextreme Inhalte vor

Immer häufiger verbreiten Neonazis auch unverhohlen Hasspropaganda und Gewaltvideos im Internet. Die Zahl der strafbaren Inhalte, beispielsweise von volksverhetzenden Äußerungen oder von Holocaustleugnungen, ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. In der überwiegenden Mehrzahl lagen die rechtsextremen Internetangebote auf Servern in den USA.

In den großen Online-Netzwerken wird mittlerweile jedoch verstärkt gegen rechtsextreme Inhalte vorgegangen. "Mit den großen US-Diensten wie Facebook und YouTube gibt es eine gute Zusammenarbeit", sagt Glaser. Fast alle gemeldeten Fälle problematischer Inhalte werden mittlerweile von den Anbietern gelöscht. Ein Problem sei jedoch, dass gelöschte Inhalte kurze Zeit später in leicht veränderter Form oder mit neuen Zugangskonten eingestellt würden.

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