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Jugendlichen keine festen Zeiten für Handy und PC vorgeben

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Handynutzung  

Erziehungsexperte rät zu "elektronikfreiem Tag"

20.08.2013, 18:47 Uhr | dpa-tmn

Erziehungsexperte rät zu "elektronikfreiem Tag". Jugendliche müssen selbst entscheiden, wie oft sie ihr Smartphone benutzen. (Quelle: imago/CTK/CandyBox)

Jugendliche müssen selbst entscheiden, wie oft sie ihr Smartphone benutzen. (Quelle: CTK/CandyBox/imago)

Wenn Jugendliche stundenlang im Internet surfen oder auf ihrem Smartphone rumtippen, werden Eltern schnell ungehalten. Zeitliche Begrenzungen vorgeben zu wollen, hat aber wenig Aussicht auf Erfolg. Denn ob sie eingehalten werden, lässt sich schwer kontrollieren. Stattdessen sollten sie besser einen "elektronikfreien" Tag pro Woche einführen.

Jugendliche müssen selbst entscheiden, wie lange sie Smartphone und Computer benutzen. Versuche von Eltern, in diesem Punkt strenge Grenzen zu ziehen, seien in der Regel unrealistisch, sagt Heinz Thiery von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). "Man soll keine Vorgaben machen, die man nicht ernsthaft kontrollieren kann", so der Leiter der bke-Onlineberatung. Und das sei in diesem Fall schwer möglich, weil Jugendliche ihr Smartphone überall hin mitnehmen und ständig nutzen können. "Das lässt sich von den Eltern eigentlich nicht kontrollieren."

Eltern werden von Kontrollwahn erfasst

Hinzu kommt: "Je mehr ich kontrolliere, umso größer wird meine Unsicherheit, ob die Kontrolle funktioniert." Dadurch erhöht sich der Kontrollbedarf. "Man begibt sich in einen Kontrollzwang, der auch in Kontrollwahn ausarten kann." Lückenlos zu überschauen, wie lange Jugendliche Smartphone, Tablet, Laptop und PC nutzen, sei eben ausgesprochen schwierig. Thiery empfiehlt daher, bei Jugendlichen auf solche zeitlichen Beschränkungen zu verzichten.

Routiniert überspielt sie die süße Panne vor der Kamera.


Ein Tag ohne Handy, TV und Konsole

Einfach nur Handy, Computer und Spielkonsolen zu verbieten, sei der falsche Ansatz: "Wenn man das machen möchte, finde ich das klasse, aber man muss schon attraktive Alternativen anbieten", findet der Erziehungsexperte und rät zu einem "elektronikfreien Tag" pro Woche. An diesem Tag könnten Eltern und Kinder beispielsweise zusammen spielen oder ins Schwimmbad gehen.

Es müssen allerdings nicht unbedingt Aktivitäten für die ganze Familie sein. Genauso gut sei, den Nachwuchs zum Sport oder zu anderen Aktivitäten zu motivieren. Dann fällt es vor allem etwas älteren Kindern und Jugendlichen leichter, auf die elektronischen Spiele zu verzichten. Von der Idee, so etwas zentral und bundesweit - ähnlich dem aktuell diskutierten "Veggie Day" - zu organisieren, hält Thiery allerdings wenig: "Das wäre als Signal ehrenhaft und hilfreich, aber das wird sich kaum durchsetzen lassen."

Wann Eltern bei exzessiver Mediennutzung eingreifen müssen

Eltern, die den Eindruck haben, dass ihr Kind Smartphone und Rechner in riskanter Weise nutzt, sollten mit ihm darüber sprechen. So können sie versuchen herauszufinden, wie die Betroffenen ihren Tagesablauf wahrnehmen und ob sie einen Zwang empfinden, möglichst lange am Monitor oder Display zu sein. Wenn sich Eltern Sorgen machen, dass in dieser Hinsicht etwas im Argen liegt, sollten sie zum Beispiel mit einem Psychologen oder Sozialpädagogen darüber sprechen.

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