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Bundestagswahl 2013: Deutschlands Jugend hat gewählt - fast

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Jugendwahlprojekt U18  

So würden die Jugendlichen wählen

14.09.2013, 09:54 Uhr | Maria M. Held, t-online.de

Bundestagswahl 2013: Deutschlands Jugend hat gewählt - fast. Bundestagswahl 2013: Früh übt sich: Das Jugendwahlprojekt U18 ermöglicht Kindern, eine Stimme abzugeben - auch wenn die für die große Bundestagswahl noch nicht zählt. (Quelle: U18-Netzwerk)

Früh übt sich: Das Jugendwahlprojekt U18 ermöglicht Kindern, eine Stimme abzugeben - auch wenn die für die große Bundestagswahl noch nicht zählt. (Quelle: U18-Netzwerk)

Es fehlte zwar das Fieber, das echte Zittern um Mehrheiten und den Einzug in das Parlament, aber sonst war da alles, was ein Wahlabend einer Bundestagswahl braucht: Hochrechnungen, eine (Baby-)Elefantenrunde, kritische Fragen aus dem Publikum an Politiker und Straßenumfragen. Deutschlands Jugend hat gewählt - zumindest symbolisch im Jugendwahlprojekt U18.

In 1500 Wahllokalen haben gestern rund 150.000 Jugendliche und Kinder unter 18 Jahren in ganz Deutschland ihre Stimme unter fast realistischen Bedingungen abgegeben, selbst die Wahlzettel waren beinahe identisch mit den echten. Die Wahllokale waren in Schulen und Jugendtreffs, die Wahlurnen meist bunt und witzig gestaltet.

Das vorläufige Endergebnis der U18-Bundestagswahl

Und das war das Endergebnis: CDU/CSU 27,40 Prozent, SPD 20,32 Prozent, Die Grünen 17,57 Prozent, Piratenpartei 12,32 Prozent, Die Linke 7,84 Prozent und FDP 4,60 Prozent.

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Lukas Engelhardt und Anja Lindemann hießen die Jung-Moderatoren, die im Studio “Wahlstraße 18u” durch den per Livestream übertragenen Wahlabend führten. Mit dem guten alten Montagsmaler-Spiel kitzelten sie aus den Politikern politische Begriffe, Statements und die Parte-Linie dazu heraus. Es ging um Eurokrise, Mindestlohn, Direktkandidat, Frauenquote, Bildungspolitik, Wahlbeteiligung und Tempolimit. Gefragt waren die Politiker Eva Högl von der SPD, Bernd Schlömer von den Piraten, Özcan Mutlu von den Grünen, Stefan Liebich von der Linkspartei sowie Martin Pätzold (CDU) und Linus Vollmar (FDP).

Politiker in der Baby-Elefanten-Talkrunde

Der bildungspolitische Sprecher Mutlu findet, dass es sich lohnt, das Jugendwahlprojekt ernst zu nehmen: “Jugend hat nicht nur eine Meinung, die haben auch viel zu sagen”. Bundestagsabgeordnete Eva Högl betont: “Politik findet überall statt, das muss man deutlich machen, man muss zeigen, wie man sich einbringen kann, dazu ist wichtig, dass man sich dafür interessiert, was um einen herum passiert”. Mitreden, Nachfragen, Einfluss nehmen - das ist die Devise.

Projekt 18 ist größte Bildungsinitiative

Hinter dem “Projekt 18” steht die inzwischen - laut Organisatoren - “größte Bildungsinitiative Deutschlands”. Gestartet ist sie 1996 mit einem einzigen Wahllokal in einem Jugendklub in Berlin. Zur ersten bundesweiten U18-Bundestagswahl 2005 gaben 50.000 Kinder und Jugendliche in 583 Wahllokalen ihre Stimme ab. Zur letzten Bundestagswahl 2009 fand U18 flächendeckend in allen Bundesländern statt: Knapp 127.000 Kinder und Jugendliche gingen vor vier Jahren in 1091 Wahllokalen im ganzen Bundesgebiet wählen. Berlin führte mit 21.696 abgegebenen Stimmen die Liste der Bundesländer an.

Erstmals wird nicht nur flächendeckend gewählt, 2013 ist die Initiative zur politischen Willensbildung in allen Bundesländern vertreten und hat seit Januar die Wahl vorbereitet und Aktionen zur politischen Meinungsbildung mitorganisiert: Politiker-Speeddating, Deutschland sucht den Superpolitiker, Wahlzirkus mit Direktkandidaten, Diskussionsrunden und Unterrichtsbesuche mit und von Politikern gehörten dazu.

So funktioniert die Bundestagswahl

Das Video von simpleshow erklärt das Wahlsystem für den Deutschen Bundestag. (Quelle: www.simpleshow.de)

Das Video erklärt das Wahlsystem für den Deutschen Bundestag.


Wahlprogramm in einfacher Sprache

Für alle, die wissen wollten, was die einzelnen Parteien den Wählerinnen und Wählern versprechen, hat die U18-Bundeskoordinierungsstelle die Kernaussagen der Wahlprogramme von den sieben Parteien, die zur U18-Bundestagswahl 2009 über fünf Prozent der Gesamtstimmen erhalten haben, in Stichpunkten auf ihrer Homepage nebeneinander gestellt.

Die Veranstalter sind sich bewusst, dass diese U18-Jungwähler zu den politisch Interessierten gehören, aber immerhin bedeute dies auch, so Moderator Lukas, “dass jeder der 150.000 Jugendlichen sich eine Meinung gebildet hat und Parteiprogramm gelesen hat” - und das sei schon eine ganze Menge.

Alles wie bei den Großen?

Also alles ganz wie bei den Großen, auch die Moderatoren. Dabei wäre es schön gewesen, Lukas und Anja hätten nicht so verkrampft auf erwachsener Moderator gemacht, sondern mehr jugendliche Frische in das Format gebracht.

Die U18-Initiative wird vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, verschiedenen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk getragen. Gefördert wird die U18-Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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