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Alkohol soll für Jugendlich schwerer erreichbar werden

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Suchtprävention bei Jugendlichen  

Alkohol muss für Minderjährige teuer und schwer erreichbar sein

12.08.2014, 13:08 Uhr | dpa

Alkohol soll für Jugendlich schwerer erreichbar werden. Experten fordern strengere Verkaufsrichtlinien für Alkohol bei Jungendlichen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Experten fordern strengere Verkaufsrichtlinien für Alkohol bei Jungendlichen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Bundesregierung arbeitet an einem neuen Präventionsgesetz. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen fordert hohe Hürden beim Verkauf von Alkohol und Tabak. Und die Drogenbeauftragte will Daddelautomaten aus Kneipen verbannen.

Experten fordern strengere Verkaufsrichtlinien

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fordert von der Bundesregierung eine wirksamere Suchtvorbeugung. Generell sollte verboten werden, Jugendlichen Alkohol zu verkaufen - und zwar nicht nur Schnaps, fordern die Experten.

Alkohol sollte deutlich verteuert und nur noch in lizenzierten Geschäften verkauft werden, sagte DHS-Geschäftsführer Raphael Gaßmann in Hamm. Bislang sei Alkohol zu Taschengeld-Preisen zu haben. Alternativ zu lizenzierten Geschäften müsse der Alkoholverkauf in Geschäften, vor allem Tankstellen, schärfer überwacht und Verstöße spürbar bestraft werden. Testkäufe hätten zu häufig ein Versagen der Selbstkontrolle des Handels aufgezeigt.

UMFRAGE
Sollte der Verkauf von Alkohol an Minderjährige komplett verboten werden?

Ist eine Verschärfung der Maßnahmen sinnvoll?

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnte davor, die Bürger mit zu vielen und überzogenen Verboten zu gängeln. "Krasse Verbote bewirken oft das Gegenteil", erklärte sie am Samstag. In Bayern werde zur Suchtprävention auf "angemessene Repression und Aufklärung" gesetzt - "wir vergessen dabei aber nicht den bayerischen Grundsatz "leben und leben lassen", fügte die Ministerin hinzu.

Beteiligung der Krankenkassen wird gefordert

Die Bundesregierung hatte angekündigt, im Kampf gegen Volkskrankheiten noch 2014 ein Präventionsgesetz zu verabschieden. Darin sollen auch höhere Ausgaben der Krankenkassen für die Prävention festgeschrieben werden.

Suchtpotential von Spielautomaten ist nicht zu unterschätzen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), will auch das Thema Spielsucht angehen und Glücksspielautomaten aus Kneipen verbannen. "Wenn wir es mit der Bekämpfung der Spielsucht ernst meinen, kann die Konsequenz nur sein, gar keine Spielgeräte in Gaststätten zu erlauben", sagte sie der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Das Wirtschaftsministerium hatte jüngst den Entwurf einer neuen Spielverordnung vorgelegt, wonach lediglich die Zahl der erlaubten Spielgeräte pro Kneipe von derzeit drei auf zwei reduziert werden soll. Mortler verwies auf neue Erkenntnisse, dass etwa 300.000 Deutsche vom zwanghaften Spielen an Automaten, aber auch im Internet nicht mehr lassen können. Dies gehe oft Hand in Hand mit dem Konsum der Aufputschdroge Crystal Meth: Spielsüchtige nutzten die Droge, um Tag und Nacht spielen zu können.

Alkoholproblem oft schon im frühen Jugendalter

Nach Einschätzung der DHS könnte ein generelles Werbe- und Sponsoringverbot für Alkohol und Tabak Suchterkrankungen verringern. Die Werbung suggeriere ein "cooles", "lockeres" Bild vom Alkohol, sagte Gaßmann. "Es ist kein Wunder, dass wir ein Alkoholproblem haben." Jedes Jahr sterben in Deutschland 80.000 Menschen durch zu viel Alkoholkonsum, kritisierte er. Jeden Tag fingen mehrere Hundert Jugendliche, meist im Alter von 13 oder 14 Jahren, an zu rauchen oder zu trinken, oder beides zusammen.

Thema muss mehr Aufmerksamkeit erlangen

Die DHS wird durch das Bundesgesundheitsministerium gefördert und sieht sich als Vertreterin nahezu aller in der Suchthilfe und Suchtprävention tätigen Organisationen.

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