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"Bravo" erhält neues Konzept: mehr Beratung statt Stars

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Jugendzeitschrift wird umgekrempelt  

Was wird aus der "Bravo"?

03.09.2014, 15:28 Uhr | t-online.de, dpa

"Bravo" erhält neues Konzept: mehr Beratung statt Stars. Bravo: Höchste Zeit für ein neues Konzept für die "Bravo": In einer Nostalgiekneipe blättern Jugendliche in alten Ausgaben der Jugendzeitschrift.  (Quelle: dpa)

Höchste Zeit für ein neues Konzept für die "Bravo": In einer Nostalgiekneipe blättern Jugendliche in alten Ausgaben der Jugendzeitschrift. (Quelle: dpa)

Die "Dr. Sommer"-Rubrik und Inhalt der "Foto-Love-Story" waren oft so brisant, dass die neue "Bravo" an den Eltern vorbei ins Kinderzimmer geschmuggelt werden musste. Die 1956 erstmals erschienene Zeitschrift hat Generationen von Jugendlichen begleitet und aufgeklärt. Doch die "Bravo" hat ihren Kultstatus eingebüßt, die Auflage ist massiv gesunken. Jetzt soll die Zeitschrift gründlich umgekrempelt werden.

Die "Bravo" steht wie andere Jugendmagazine nach Sicht von Experten vor allem wegen der Konkurrenz attraktiver Internet-Angebote unter Druck: Klatsch und Tratsch über Stars und Musiktrends finden sie über Suchmaschinen und in Youtube-Kanälen. Alles, was sie über Sex wissen oder auch nie erfahren wollten, entdecken sie ebenfalls in aller Deutlichkeit im Internet.

Noch in den Siebzigern wurde die "Bravo" fast zwei Millionen Mal verkauft. Seit Ende der 1990er ist die Auflage des Blattes um fast 90 Prozent geschrumpft - aktuell liegt sie nach Angaben des Verbands Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) unter 150.000.

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Ist eine Zeitschrift wie die "Bravo" noch zeitgemäß?

Weniger Stars, aber mehr Beratung

Der Bauer Verlag, der die "Bravo" herausgibt, plant Änderungen im Heft und will den Internetauftritt deutlich stärken. Künftig solle das Heft den Jugendlichen mehr Orientierung bei "lebensnahen Themen" bieten, sagte der Verlagsgeschäftsführer der Bauer München Redaktions KG, Marc de Laporte. Dabei ginge es in größerem Umfang um Trends, Gesprächsstoff, Musik, sowie emotionale und sexuelle Themen. Auch die "Dr.-Sommer"-Rubrik soll nach der Kündigung der langjährigen Leiterin des Aufklärer-Teams, Jutta Stiehler, neu gestaltet werden.

Internetseite der "Bravo" wird ausgebaut

Der Bauer Verlag will zudem die digitale Präsenz der "Bravo" stärken. Für die kommenden Wochen sei ein kompletter Relaunch der Internetseite bravo.de geplant, sagte der zuständige Leiter, Steffen Schmid. Die Entwicklung der Seite habe rund acht Monate gedauert. Innerhalb eines Jahres habe sich bereits die Zahl der Seitenbesuche um 130 Prozent auf knapp acht Millionen Visits gesteigert, sagte Schmid.

Paparazzi-Fotos statt Starschnitt

Bereits im vergangenen Jahr hatte Bauer die Konzeption seines Printmagazins überarbeitet und neue Star- und Technik-Formate verkündet. "Stars erwischt" setzt seitdem wie klassische People-Magazine auf Paparazzi-Fotos oder Bilder von Star-Inszenierungen im Netz. Die Kategorie "Hot or Not" beleuchtet die Trends in Musik, Kino, Styling oder Lifestyle. Zudem will sich das Magazin künftig verstärkt dem Thema Apps und Technik widmen.

Einst hat der "Bravo"-Starschnitt die Kinderzimmer von Millionen geprägt. Stück für Stück konnten Fans sich ihren Star in Lebensgröße an die Wand kleben. Der erste Starschnitt aus dem Jahr 1959 zeigte Brigitte Bardot. In den folgenden Jahrzehnten wurden mehr als 120 Musik-, Film- und Fernsehidole in voller Lebensgröße abgebildet, darunter Elvis Presley, Britney Spears und Boris Becker. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland legte "Bravo" nach eigenen Angaben den breitesten Starschnitt aller Zeiten auf: Die insgesamt 13 Motive der deutschen Nationalmannschaft maßen aneinandergereiht 3,56 Meter.

Im vergangenen Jahr brachte die Jugendzeitschrift zum ersten Mal seit rund sieben Jahren wieder eins der Kultposter heraus, ein insgesamt 170 Zentimeter hohes, achtteiliges Riesenposter der Teenie-Idole Selena Gomez und Vanessa Hudgens.

Sittenwächter gegen "Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane"

Die "Bravo" war erstmals 1956 erschienen, seit 1968 gibt es sie wöchentlich. Ein Jahr später stieß mit dem Psychotherapeuten Martin Goldstein der erste "Dr. Sommer" zum Heft - und sorgte wenig später für Aufregung: Zweimal schaffte es das Magazin 1972 wegen seiner Sexratgeber-Seite auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften. "Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane", befanden damals die staatlichen Sittenwächter.

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