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Eingewöhnung Kindergarten: Mit diesen Tipps klappt die Eingewöhnung

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Aufregung zum Kita-Start

So klappt die Eingewöhnung in den Kindergarten

15.09.2014, 16:54 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

So klappt die Eingewöhnung in den Kindergarten. Geduld und Einfühlungsvermögen - so gelingt der Start im Kindergarten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Geduld und Einfühlungsvermögen - so gelingt der Start im Kindergarten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

 

Philipp steht am Fenster, winkt seiner Mama zu, dreht sich um und rennt zu seinen neuen Freunden. Die Mutter ist erleichtert und freut sich - das Kind scheint glücklich und im Kindergarten "angekommen" zu sein. Tausenden Eltern bundesweit geht es nach den Sommerferien ähnlich wie Phillips Mama.

Von August bis Oktober beginnt in Deutschland für viele Kinder eine neue Zeit - die Kindergartenzeit. Aufgeregt und gespannt fiebern sie dem ersten Tag entgegen, doch wenn es so weit ist, kommt oftmals die große Ernüchterung. Die neue Umgebung, lärmende fremde Kinder und unbekannte Erzieher erschrecken viele Kinder und wenn dann die Mama noch gehen soll, ist der Kindergartenspaß vorbei. Sie wollen nur bleiben, wenn die Mutter auch da bleibt.

Aller Abschied ist schwer

Plötzlich sieht das Abschiedsszenario ganz anders aus: Phillip klammert sich ans Bein der Mutter, weint und schreit, sie soll nicht gehen und ihn alleine lassen. Die Mutter beißt die Zähne zusammen, versucht die kleinen Ärmchen vorsichtig zu lösen und den Jungen in die ausgestreckten Arme der Erzieherin zu reichen. Schnell dreht sie sich um und geht zur Tür hinaus, mit Phillips Schreien im Ohr verlässt sie den Kindergarten.

UMFRAGE
Welches Alter finden Sie angemessen, um ein Kind in die Kita zu schicken?

Der Tag ist vorerst gelaufen und sie fragt sich, was sie hätte anders machen können und ob sie Philipp wirklich zurücklassen kann. Schließlich soll er sich im Kindergarten wohl und vor allem sicher fühlen. Doch wie erreichen Eltern und Erzieher das? Was können sie tun, um die Eingewöhnungsphase optimal zu gestalten und den Kindern einen guten Start in den Kindergarten zu ermöglichen?

Eingewöhnungsphase ist eine besondere Zeit

Für jedes Kind ist der Eintritt in den Kindergarten ein großes Ereignis, das sich für die einzelnen Kinder durch unterschiedliche Gefühle äußert. Viele Neuankömmlinge werden von Neugierde und Entdeckungsfreude getrieben, andere wiederum sind ängstlich und scheu. Das hängt einerseits mit dem jeweiligen Charakter des Kindes zusammen, andererseits mit der Vorerfahrung der Kinder.

Waren die Kinder schon in einer Betreuung, sei es bei einer Tagesmutter, in einer Krippe oder Kita, ist es meistens einfacher für sie, sich zu lösen. Sie haben die Erfahrung schon gemacht, dass Mama oder Papa wiederkommen, auch wenn diese morgens die Einrichtung verlassen. Bei Kindern, die bis zum dritten Lebensjahr ausschließlich von Mama oder Papa betreut wurden, kann die Ablösungszeit länger dauern. Hier ist es gut, die Kinder beispielsweise in Spielgruppen an andere Kinder und das Leben und Spielen in einer Gruppe zu gewöhnen. Dann ist das Gruppenleben im Kindergarten keine völlig neue Erfahrung für das Kind.

Eingewöhnung Kindergarten: Einstellung der Eltern entscheidend

Auch die Einstellung der Eltern trägt zu einer guten oder schlechten Eingewöhnung bei. Kann sich die Mutter oder der Vater selbst schlecht lösen und sei es unbewusst, spürt dies das Kind und es wird sich unsicher fühlen und möchte möglicherweise nicht in den Kindergarten. Die Eltern sollten sich über ihre Gefühle im Klaren sein und reflektieren, warum ihnen die Ablösung ihres Kindes so schwer fällt.

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Liegt es am Kindergarten - entsprechen die Erziehungsmaßnahmen nicht den eigenen? Oder hat er oder sie Angst den Kontakt zum Kind zu verlieren und nicht mehr "die Nummer eins" im Leben des kleinen Lieblings zu sein? Diese Fragen können auch mit dem Lieblingserzieher des Kindes besprochen werden. Meistens haben die Kindergärtner so viel Erfahrung, dass sie auch die Unsicherheiten und Gefühle der Eltern abfangen und klären können.

Treffen vor dem ersten Tag

Nachdem die Eltern sich verschiedene Einrichtungen angeschaut und sich für eine entschieden haben, beginnt das Warten auf den ersten Tag. Im Vorfeld werden mindestens zwei Vortreffen vereinbart. In einigen Einrichtungen werden bis zu vier Treffen organisiert, um den idealen Einstieg zu bieten. Das erste Treffen ist ein Anmeldegespräch, meistens mit der Kindergartenleitung, in dem die Räume gezeigt werden, Regeln und Erziehungskonzept des Kindergartens vorgestellt werden und die Eltern das Kind anmelden können.

Danach gibt es häufig einen Elternnachmittag, an dem sich die neuen Eltern kennenlernen können und die Erzieher und die Leitung der Einrichtung allgemeine Informationen zur Eingewöhnungsphase und dem Kindergartenalltag geben. Zeitnah zum ersten Tag des Kindes im Kindergarten treffen sich Eltern und ein Erzieher zu einem Elterngespräch, in dem die Charaktereigenschaften, Besonderheiten, Schlafzeiten, mögliche Krankheiten und ähnliches besprochen werden.

Der "Schnuppertag" im Kindergarten

Wichtig ist, dass das Kind die Einrichtung schon vor dem ersten Tag mindestens einmal gesehen hat. Daher gehört ein "Sandkastentag" in vielen Kindergärten zur Eingewöhnung. An diesem Schnuppertag kann sich das Kind ein Bild vom Kindergarten machen und erste Kontakte zu den Kindern und vor allem zu den Erziehern aufnehmen.

Ratsam ist, dass sich ein Erzieher für diese Stunden Zeit nimmt und eine Bindung zu dem Kind aufbaut. Meistens ist dieser Erzieher in der Eingewöhnungsphase der Ansprechpartner für das neue Kind.

Sicherheit in der Eingewöhnungsphase

Eine sichere Ausgangsbasis ist eine wichtige Bedingung für den Übergang von der Familie in den Kindergarten. Hierzu gehören die Anwesenheit vertrauter Personen, am besten Mama oder Papa, aber auch ein vertrauter Gegenstand wie Puppe, Kuscheltier oder Schnuffeltuch. Bekannte Kinder im Kindergarten erleichtern den Einstieg ebenfalls.

Wichtig ist, dass das Kind die Räumlichkeiten, die Erzieher und anderen Kinder schon kennengelernt hat und, dass die Eltern mit ihren Kindern über die Kindergartenzeit gesprochen haben. So können sie im Vorfeld den Tagesablauf im Kindergarten schildern und sich den Kindergartenalltag in Bilderbüchern mit dem Kind anschauen. Außerdem ist die körperliche Verfassung ein wichtiger Faktor für eine gute Eingewöhnungsphase - ein kränkelndes Kind wird sich in der fremden Umgebung nicht wohl fühlen.

Auch familiäre Probleme wie beispielsweise ein längerer Krankenhausaufenthalt eines Elternteils oder eines Geschwisterkindes oder gar eine Trennung der Eltern könne zu Schwierigkeiten führen. Dies sollte unbedingt beim Elterngespräch mit dem Erzieher besprochen werden.

Sanfter Einstieg in den Kindergartenalltag

Mittlerweile wählen viele Einrichtungen einen langsamen Einstieg, angelehnt an das Berliner Modell, damit sich die Kinder langfristig im Kindergarten wohl fühlen können. Hierbei kommt ein Elternteil am ersten Tag mit dem Kind in die Einrichtung und "entdeckt" sie gemeinsam mit dem Kind.

Nachdem gemeinsam mit dem Erzieher das Fach oder das Schränkchen des Kindes eingeräumt wurde, hat das Kind mit der Sicherheit, dass Mama oder Papa da sind, die Möglichkeit, sich frei zu bewegen oder auch "nur" auf dem Schoß des Elternteils zu sitzen und zu gucken, was im Kindergarten alles passiert. Ein Erzieher steht als Ansprechpartner bereit, hält sich allerdings vorerst zurück. Nach ein bis zwei Stunden verlassen Mama oder Papa und das Kind die Einrichtung.

Ausdehnung der Anwesenheitszeiten

Die Anwesenheitszeiten werden in den nächsten Tagen ausgedehnt und das Kind nimmt an Ritualen wie beispielsweise Morgenkreis, Frühstück und so weiter teil. Die Eltern treten in den Hintergrund, der Erzieher in den Vordergrund. Nach drei bis vier Tagen verlässt die Vertrauensperson für kurze Zeit den Kindergarten. Sie sollte allerdings immer telefonisch erreichbar sein, damit das Kind die Sicherheit bekommt, dass die Eltern trotz Kindergartens zur Verfügung stehen.

Auch viele Eltern brauchen die Sicherheit, dass die Erzieher anrufen würden, wenn sich das Kind überhaupt nicht beruhigen ließe. Bei Kindern mit Betreuungserfahrung ist diese langsame Eingewöhnungszeit nach etwa einer Woche abgeschlossen, es sollten jedoch von Seite des Kindergartens mindestens zwei Wochen eingeplant werden, damit sich die Eltern und somit die Kinder nicht unter Druck gesetzt fühlen und diese sich mit einem Lächeln und nicht mit Geschrei von den Eltern lösen können.

Das Kind möchte nicht in den Kindergarten

Trotz Absprache mit den Erziehern, Kuscheltier und langsamer Eingewöhnung - das Kind möchte einfach nicht in den Kindergarten gehen. Was tun? Zuerst können die Eltern versuchen, mit gezielten Fragen herauszufinden, warum sich das Kind verweigert. Hat es Angst? Wird es vielleicht gehänselt? Hat es Schwierigkeiten mit den Kindern in der Gruppe? Gibt es ein bestimmtes Kind, das ihm das Leben schwer macht? Gibt es solche Probleme, sollten die Eltern ein Gespräch mit den Erziehern suchen, am besten in einem Elterngespräch und nicht zwischen "Tür und Angel".

Es kann aber auch sein, dass das Kind sich schwer lösen kann, weil ein Elternteil nicht loslassen kann und eigentlich gar nicht möchte, dass das Kind von "Fremden" betreut wird. Oder die Eingewöhnung fällt mit einem anderen, für das Kind elementaren Ereignis zusammen, wie beispielsweise der Geburt eines Geschwisterchens, dem Tod von Oma oder Opa, einem Umzug oder ähnlichem.

Dann könnten die Probleme des Kindes daher kommen, dass es sich vernachlässigt fühlt oder die familiäre Situation so verunsichernd ist, dass es sich in der fremden Umgebung einfach nicht wohlfühlen kann und sich nicht aufgehoben fühlt. Auch in diesem Fall können die Eltern in einem Gespräch die Ängste des Kindes thematisieren und sie vielleicht dadurch beseitigen.

Mit den Erziehern austauschen

Der Kontakt zu den Erziehern ist in jedem Fall wichtig und ratsam. Im Austausch über das Kind, das tägliche Leben im Kindergarten und die mögliche Sicherheit, die die Erzieher auch den Eltern geben können, kann die Eingewöhnungsphase ein bisschen "nach hinten" geschoben werden. So bekommt das Kind gezeigt, dass es nicht abgeschoben wird oder dass es den Kontakt zu den Eltern verliert.

Außerdem wird der Druck genommen und beim zweiten Versuch kann sich das Kind möglicherweise besser lösen. Zu Hause ist es bestimmt nicht so interessant wie im Kindergarten!

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