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Kinderbetreuung: 15 Prozent mehr Kleinkinder besuchen Krippen

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Kinderbetreuung  

15 Prozent mehr Kleinkinder besuchen Krippen

11.11.2009, 15:09 Uhr | AFP, dpa

Kinderbetreuung: 15 Prozent mehr Kleinkinder besuchen Krippen. Mädchen und Jungs spielen in der Kita.

Viele Eltern bringen ihre Kinder in die Kita. (Bild: dpa)

Immer mehr Kinder in Deutschland besuchen eine Krippe. Etwa 417.000 Kleinkinder unter drei Jahren wurden im März nach Angaben des Statistischen Bundesamtes dort von Erziehern betreut - 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit gehen - auch dank des Ausbaus der Kleinkinder- betreuung - 20 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in eine Tagesstätte. Das ist ein Plus von zwei Prozentpunkten. Die Regierung strebt bis 2013 einen Wert von 35 Prozent an, dazu werden rund 275.000 zusätzliche Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren benötigt. Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall ist die Krippenquote im Osten weit höher als im Westen. In Nordrhein-Westfalen wehren sich derweil die Kommunen gegen zu hohe Belastungen durch den Ausbau der Krippenbetreuung.

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Jedes Jahr Betreuungsplätze für 69.000 Dreijährige

Unter der Annahme einer konstanten Geburtenziffer von 1,4 Kindern je Frau werden den Statistikern zufolge Ende 2012 insgesamt 1,98 Millionen unter Dreijährige in Deutschland leben. Um 35 Prozent von ihnen einen Betreuungsplatz bieten zu können, seien 692.000 nötig - tatsächlich gab es am 1. März aber nur 417.000 Plätze. Wie die Statistiker berichteten, müssen damit in den kommenden Jahren jedes Jahr im Durchschnitt Betreuungsplätze für rund 69.000 unter Dreijährige geschaffen werden.

Im Osten geht fast jedes zweite Kind in die Krippe

Wie die Statistiker in Wiesbaden mitteilten, geht in den ostdeutschen Ländern fast jedes zweite Kind in die Krippe. Mit 46 Prozent ist die Quote rund dreimal so hoch wie im Westen mit 15 Prozent. Am höchsten ist sie in Sachsen-Anhalt mit 55 und in Mecklenburg-Vorpommern mit 50 Prozent. Spitzenreiter bei den westdeutschen Flächenländern ist Rheinland- Pfalz mit einer 18-Prozent-Quote. Davor liegen allerdings noch die Stadtstaaten Hamburg mit 26 Prozent und Berlin mit 42 Prozent. Bundesweite Schlusslichter sind Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils zwölf Prozent.

Weniger Kindergartenkinder als im Vorjahr

Fast gleichauf sind Ost und West hingegen bei den älteren Kindern: Mehr als neun von zehn Kindern in Deutschland gehen in den Kindergarten. Hier liegt Rheinland-Pfalz mit 97 Prozent vorn, gefolgt von Baden-Württemberg und Thüringen mit je 96 Prozent. Die geringsten Anteile haben Bremen und Schleswig-Holstein mit 88 und 86 Prozent. Bundesweit gingen im März 1,9 Millionen Kinder in den Kindergarten - 13.000 weniger als im Vorjahr. Weil die Zahl der Drei- bis Sechsjährigen aber erheblich zurückging, stieg die bundesweite Betreuungsquote von 91 auf 92 Prozent.

Städte mit einer Betreuungsquote von mehr als 20 Prozent

Die guten Werte für die Stadtstaaten und die schlechten für Niedersachsen und andere Flächenländer bei der Krippenbetreuung könnten sich mit der Situation in den Großstädten erklären. Nach Informationen des Deutschen Städtetages liegen die Metropolen weit vorne: "In einer Reihe von westdeutschen Großstädten stehen inzwischen bereits Plätze für bis zu 27 Prozent der Kleinkinder zur Verfügung", sagte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus. Städte mit einer Betreuungsquote von mehr als 20 Prozent seien zum Beispiel Aachen, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Heidelberg, München, Münster und Stuttgart. "Allerdings wird die von Bund und Ländern angestrebte Betreuungsquote von 35 Prozent bei den Kindern unter drei Jahren nicht ausreichen und ist noch längst nicht voll finanziert. In Ballungsräumen und in großen Städten ist der Bedarf deutlich höher."

Ab 2013 Rechtsanspruch auf Kitaplatz

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen wehren sich unterdessen vor Gericht gegen Ausgaben, die sie für den Ausbau der Kleinkindbetreuung beitragen sollen. Mehr als 20 Städte und Kreise reichten eine Verfassungsbeschwerde beim Landesverfassungsgericht in Münster ein, wie ein Arbeitskreis der kommunalen Spitzenverbände mitteilte. Hintergrund ist das Kinderförderungsgesetz des Bundes aus dem Jahr 2008. Demnach gibt es von 2013 an einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Das Betreuungsangebot muss deswegen bundesweit verdreifacht werden. Die dabei entstehenden Kosten sollen Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam tragen.

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