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Kinderbetreuung  

So unterstützen die Bundesländer ihre Kinder

28.06.2010, 11:01 Uhr | AFP, dpa

Kinderbetreuung: So unterstützen die Bundesländer ihre Kinder. Kleinkinder beim Essen, eine Betreuerin füttert ein Baby. (Bild: Imago)

Immer mehr Kinder unter drei Jahren gehen in Kitas oder zu Tagesmüttern. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Die Ausgaben der Bundesländer für Bildung, Betreuung und Erziehung in den Kindertagesstätten sind nach einer Analyse der Bertelsmann Stiftung höchst unterschiedlich. Spitzenreiter Berlin gab demnach im Jahr 2007 durchschnittlich rund 4150 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren aus. Schlusslicht Schleswig-Holstein investierte mit rund 2000 Euro pro Kind nicht einmal die Hälfte davon, wie aus dem am Montag veröffentlichten Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme hervorgeht.

Im Westen gingen im vergangenen Jahr gut zwölf Prozent der Einjährigen und knapp 30 Prozent der Zweijährigen in eine Kita oder Tagespflege. Bei den Dreijährigen waren es mehr als 80 Prozent. Im Osten waren es schon bei den Einjährigen knapp 57 Prozent, bei den Zweijährigen knapp 78 Prozent und bei den Dreijährigen über 90 Prozent.

Höhere Betreuungsquote erforderlich

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, zeigte sich vor dem Hintergrund der neuen Zahlen überzeugt, dass die Betreuungsquote von 35 Prozent nicht ausreiche, um den angestrebten Rechtsanspruch zu verwirklichen. Bislang hatten Bund, Länder und Kommunen vereinbart, bis 2013 für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Angebot zu schaffen. Der Rechtsanspruch mache eine deutlich höhere Quote erforderlich. Jetzt sei es wichtig, dass das Bundesfamilienministerium den tatsächlichen Bedarf neu berechne. Die Leiterin der Studie, Annette Stein, sagte der "Süddeutschen Zeitung", der Bedarf steige weiter und bleibe nicht bei irgendeiner Prozentmarke stehen.

Berlin investiert am meisten

Die Bundesländer investieren laut dem Ländermonitor der Bertelsmann-Stiftung auch sehr unterschiedlich in frühkindliche Bildung. Während demnach Spitzenreiter Berlin im Jahr 2007 durchschnittlich rund 4150 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren investierte, waren es beim Schlusslicht Schleswig-Holstein nur 2000 Euro. Neben Berlin liegt Hamburg an der Spitze, am unteren Ende der Investitionsskala stehen neben Schleswig-Holstein auch Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg.

BundeslandInvestitionen pro Kind < 6 Jahren, 2007
Baden-Württemberg2341 €
Bayern2103 €
Berlin4158 €
Brandenburg2868 €
Bremen2651 €
Hamburg3406 €
Hessen2635 €
Mecklenburg-Vorpommern2635 €
Niedersachsen2019 €
Nordrhein-Westfalen2487 €
Rheinland-Pfalz2921 €
Saarland2561 €
Sachsen3044 €
Sachsen-Anhalt3186 €
Schleswig-Holstein1952 €
Thüringen3153 €

Kitas sind personalintensiv

Insgesamt hat die frühkindliche Bildung auch bei den Investitionen an Stellenwert gewonnen. Die entsprechenden Ausgaben pro Kind stiegen zwischen 2005 und 2007 in Deutschland um zwölf Prozent. Den größten Anteil der Investitionen machen die Ausgaben für Personal aus. Die Höhe dieser Ausgaben wird vor allem durch die Zahl und die Betreuungszeiten der Kinder in Kitas und Tagespflege und die Personalschlüssel beeinflusst. Die Personalschlüssel der Krippen und Kindergärten sind zwischen 2008 und 2009 ein wenig besser geworden. Dennoch sind sie gerade in Ostdeutschland nach wie vor zu gering.

In frühkindliche Bildung investieren

Bundesländer, die vielen unter Dreijährigen einen Kitaplatz ermöglichen, investieren mehr in die frühe Bildung der Kinder. Die Ausgaben der östlichen Bundesländer sind daher mit im Schnitt rund 3000 Euro pro Kind insgesamt deutlich höher als in den westlichen Ländern, wo es durchschnittlich rund 2400 Euro waren. "Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf", mahnte der für Bildung zuständige Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. Langzeitstudien belegten den positiven Einfluss guter Kitas auf die Bildungschancen, besonders auch benachteiligter Kinder. "Das Geld, das eine Gesellschaft für eine gute frühkindliche Bildung investiert, nutzt dem einzelnen Kind ebenso wie unserer volkswirtschaftlichen Entwicklung."

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