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Test: Wie glücklich ist ihr Kind

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Wie glücklich ist Ihr Kind?

24.10.2011, 11:55 Uhr | rev, t-online.de

Test: Wie glücklich ist ihr Kind. Kinder spielt in der Natur: Entgegen der vorherrschenden Meinung ist die Mehrheit unserer Kinder ist glücklich. (Quelle: imago)

Entgegen der vorherrschenden Meinung: Die Mehrheit unserer Kinder ist glücklich. (Quelle: imago)

Die Vorstellung, dass einem die eigenen Kinder einmal vorwerfen, ihre Kindheit sei schrecklich gewesen, bereitet vielen Eltern große Sorge. Denn natürlich wollen alle Eltern, dass ihre Kinder glücklich sind. Was aber benötigen Kinder für ihr eigenes Glück? Unser Test vermittelt Eltern einen Eindruck über die Gemütslage des Nachwuchses.

Eine glückliche Kindheit: Erwachsene haben oft falsche Vorstellungen

Die meisten Kinder könnten heutzutage nicht mehr draußen in ihrem Wohnumfeld spielen. Stattdessen werden sie von ihren Eltern von Termin zu Termin gefahren. Sie wirken erschöpft und zum Teil überfordert und werden schnell als verhaltensauffällig beschrieben. Zu Hause verbringen sie ihre Zeit bevorzugt vor dem Fernseher oder dem Computer. Dazu wachsen viele von ihnen in Familienhäusern auf, in denen Streit an der Tagesordnung ist oder sie erleben sogar, wie die Beziehung ihrer Eltern vor ihren Augen auseinander bricht.

Es verwundert deshalb nicht, dass Kinder und Jugendliche heute verstärkt als problematisch und unglücklich betrachtet werden. Dies jedoch ist vor allem der Eindruck, den Erwachsene haben, die ihre eigene Kindheit und ihre eigenen Erfahrungen als Maßstab ansetzen. Sie verlieren aus den Augen, dass den Kindern von heute oft an ganz andere Dinge und Tätigkeiten gefallen finden als ihnen damals.

Die Mehrheit der Kinder in Deutschland ist glücklich

Die Wirklichkeit sieht anders aus, wie erst in diesem Jahr eine von der Kinderhilfsorganisation World Vision Deutschland beauftragte Studie zeigte. Hierfür haben der Jugendforscher Klaus Hurrelmann und die Kindheitsforscherin Sabine Andresen gemeinsam mit TNS Infratest Sozialforschung 2500 Kinder von sechs bis elf Jahren in Deutschland über ihre Lebenssituation befragt. Das Ergebnis: Der Großteil der Mädchen und Jungs in Deutschland ist glücklich, genießt nach eigenem Empfinden eine schöne Kindheit und blickt optimistisch in die Zukunft. Besonders Letzteres wurde auch durch die Shell Jugendstudie 2010 bestätigt.

Das unzufriedene Fünftel

"Wir haben es mit einer ganz wachen, aufmerksamen Generation zu tun. Die meisten Kinder loben ihre Eltern über den grünen Klee und sind mit der Situation Zuhause und in der Schule sehr zufrieden", erklärte Hurrelmann gegenüber Spiegel Online. Auf etwa 20 Prozent der Kinder treffe das allerdings nicht zu: Ein Fünftel der Befragten fühlen sich benachteiligt, haben Zukunftsängste und sind mit ihrem Lebensalltag unzufrieden. Es sind hauptsächlich Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen.

Verantwortlich für den Unmut der Kinder seien aber nicht die fehlenden finanziellen Mittel. Vielmehr fehle es den Kindern laut Hurrelmann an Zutrauen, Anregungen und gezielter Förderung. "In der Konsequenz ist der Alltag der Kinder einseitig auf Fernsehen oder sonstigen Medienkonsum ausgerichtet", so der Jugendforscher.

Die fünf wichtigsten seelischen Bedürfnisse von Kindern

Was aber genau benötigen Kinder um glücklich zu sein? Es gibt bestimmte Bedürfnisse, ohne die ein Kind sich nicht zu einem glücklichen und selbstständigen Menschen entwickeln kann. Die amerikanischen Kinderärzte T. Berry Brazelton von der Harvard University und Stanley Greenspan von der George Washington University haben aufgrund entwicklungspsychologischer Erkenntnisse die Bedürfnisse zusammengestellt, die im übrigen auch die "Aktion Mensch" als wesentlich für die seelische Gesundheit von Kindern beurteilt:

  • Emotionale Sicherheit: Aus dem Urvertrauen eines Babys entsteht Vertrauen zu anderen Menschen und daraus schließlich das Wissen um das eigene Können. Deshalb gilt, umso jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist eine verlässliche Bezugsperson, die das Kind ernährt, pflegt, beschützt und tröstet. Das Baby verbindet mit diesem Menschen die Erfahrung, dass er dafür sorgt, dass es ihm besser geht. So entsteht die erste Bindung zu einem Menschen, die wiederum für die Entwicklung des Urvertrauens von großer Bedeutung ist.

  • Neugier: Mit der emotionalen Sicherheit besteht die Grundlage dafür, Neues und Fremdes auszuprobieren. Natürlich muss jeder Mensch und damit ab einem gewissen Alter auch jedes Kind bestimmten gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Doch Kinder müssen auch die Chance bekommen, aus eigenem Antrieb persönliche Stärken und Interessen zu entwickeln, eben ihre Neugier auszuleben. Glücklich werden die Kids, wenn Eltern ihre Fähigkeiten und Interessen erkennen, ernst nehmen und fördern - selbst dann, wenn diese nicht den eigenen Erwartungen entsprechen.

  • Anerkennung: Damit ein Kind eigene Erfahrung macht, lernt und sich entwickelt, braucht es Lob und Anerkennung aus seinem Umfeld. Das motiviert die Kleinen sich eigenständig weiter zu entfalten. Ohne sinnvolles Feedback vor allem durch die Eltern wird ein Kind schnell einen eingeschlagenen Weg wieder verlassen.

  • Grenzen: Regeln und Grenzen schaffen Strukturen im Leben von Menschen. Je kleiner Kinder sind, umso chaotischer erscheint ihnen die Welt. Fast alles ist für sie zunächst einmal Neuland. Deshalb ist es wichtig, dass es für sie auch Vertrautes gibt: Vertraute Orte wie die Wohnung oder den Spielplatz, aber auch vertraute Tagesabläufe.
    Zudem geben Grenzen den Kindern einen gewissen Schutzraum: Kleine Kinder finden ausnahmslos alles interessant - unabhängig davon, ob es die heiße Herdplatte oder die offene Steckdose ist. Indem Eltern bestimmte Verbote aufstellen, bieten sie ihren Kindern die Sicherheit, nach der diese unbewusst verlangen.

  • Stabile Gemeinschaften: Ab einem gewissen Alter brauchen Kinder mehr als nur eine oder zwei zuverlässige Bezugspersonen. Weitere Verwandte außer den Eltern, Freunde, Bekannte oder auch Nachbarn erweitern nach und nach den Kreis der Gemeinschaft, in der die Kinder leben. So lernen sie mit der Zeit auch andere Sichtweisen und Lebensstile kennen. Sie erweitern sozusagen ihren Horizont.
    Später sind es vor allem Freunde, die dem Kind Orientierung in der eigenen Altersgruppe bieten und so auch die allmähliche Ablösung von den Eltern erleichtern. Die Eltern sollten sich dann auch selbst mehr und mehr zurücknehmen, um ebenfalls den Kindern den unvermeidlichen Abschied vom Elternhaus einfacher zu gestalten.

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