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GEMA-Gebühren für Kindergärten rufen Kritiker auf den Plan

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GEMA  

Kritik an GEMA-Gebühren für Kitas

28.12.2010, 16:01 Uhr | AFP

GEMA-Gebühren für Kindergärten rufen Kritiker auf den Plan. Das Singen in Kitas könnte bald teuer werden. (Bild: Archiv)

Das Singen in Kitas könnte bald teuer werden. (Bild: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Das geplante Eintreiben von Gebühren für das Nutzen von Kinderliedern in Kindergarten oder Kita durch die Musikrechte-Gesellschaft GEMA stößt auf scharfe Kritik.

Familienministerium mahnt zur Einigung mit der GEMA

Wenn es in Kitas zu Problemen mit der GEMA kommen sollte, "so müssen sie so schnell wie möglich abgestellt werden", sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums am Dienstag. Leider habe der Bund nicht die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, da die Kitas in die Zuständigkeit der Länder fallen. "Ein Rahmenvertrag, so wie er für Schulen und andere Einrichtungen besteht, ist aus Sicht des Bundesfamilienministeriums jedoch der richtige Lösungsansatz", so die Sprecherin.

GEMA: Abzocke oder normale Rechteverwertung?

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) hat bundesweit Kindertagesstätten angemahnt, für das gesungene Liedgut der Kleinen zu zahlen. Immer dann, wenn für die Kinder Liedtexte kopiert werden oder sie öffentlich auftreten, sollen die Kindertagesstätten künftig zahlen. Die Gebühr für bis zu 500 Liederzettel soll 56 Euro plus Mehrwertsteuer betragen.

Schulen betrifft eine solche Gebühr nicht, weil die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und die GEMA bereits seit 1990 einen Rahmenvertrag ausgehandelt haben. Demnach dürfen die Schulen urheberrechtlich geschützte Musikwerke vervielfältigen und wiedergeben, ohne dafür zu bezahlen.

Harsche Kritik am GEMA-Vorgehen

Die Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag, Sybille Laurischk (FDP), sagte der Bild-Zeitung: "Singen in Kitas gehört zur Grundbildung. Die GEMA sollte Kitas von der Gebührenpflicht befreien." SPD-Vorstandsmitglied Heiko Maas sprach von "Abzocke im Kindergarten". Gerade das gemeinsame Singen im Kindergarten sei Ausdruck unbeschwerter Kindheit, erklärte er am Dienstag. Maas forderte die GEMA-Verantwortlichen auf, umgehend einen Rahmenvertrag mit den Behörden und Kita-Trägern zu schließen.

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