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Kleinkind: Erstes Übernachten bei Freunden

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Kurze Nächte  

Abenteuer Auswärtsübernachtung

17.01.2011, 15:49 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Kleinkind: Erstes Übernachten bei Freunden. Übernachten bei einem Freund kann zum großen Spaß werden. (Foto: imago)

Übernachten bei einem Freund kann zum großen Spaß werden. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die erste Übernachtung auswärts findet meist bei einem Familienmitglied statt, der Oma oder der Tante. Irgendwann aber kommt fast unweigerlich der Wunsch nach einer Übernachtung bei der Freundin oder dem Freund. Und das ist auch gut so. Denn Kinder wollen und sollen selbstständig werden. Eine gelungene Übernachtung in einer anderen Familie ist schließlich ein Riesenschritt für das Selbstbewusstsein. Zu dem sollte das Kind allerdings bereit sein.

Das Übernachten bei Freunden ist auch Übungssache

Die einen wollen es schon im Kindergartenalter, die anderen warten lieber ein wenig länger, aber irgendwann kommt unweigerlich der Tag, an dem ein Kind auswärts übernachten möchte. Meist kündigt er sich schon eine Weile vorher an, indem das Kind bereits den einen oder anderen Übernachtungsgast bei sich empfängt. Wie in allem ist unser Nachwuchs auch hier nicht über einen Kamm zu scheren.

Die einen hängen sehr an Vertrautem, haben einen Riesenrespekt vor der fremden Umgebung und dem Fehlen der Bezugsperson, die anderen können es kaum erwarten, ihr Säckchen zu packen und von dannen zu ziehen. Was nicht heißt, dass sie sich zu Hause nicht wohl fühlen. Und was auch nicht heißt, dass sie nicht trotzdem kurz vor dem Schlafengehen wieder abgeholt werden wollen. Ein Patentrezept, wie die Auswärtsübernachtung gelingt, kann keiner liefern, aber es gibt durchaus ein paar Anhaltspunkte, die es einfacher machen.

Die fremde Umgebung kann Seelengespenster zutage bringen

Kennen sich die Familien gut, dann fällt es nicht nur dem Kind leichter zu bleiben, sondern auch den Eltern, es ziehen zu lassen. Vor allem Gasteltern, die man persönlich nicht so gut kennt, sollte man unbedingt auf Besonderheiten aufmerksam machen. Hierzu gehören bestimmte Ängste oder gelegentliche Albträume, aber auch Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Neigt ein Kind zum Beispiel zum Bettnässen oder zum Schlafwandeln oder braucht es nachts noch einen Schnuller, der ihm tagsüber schon peinlich ist, ist die Situation ein wenig verzwickter und benötigt von beiden Seiten viel Fingerspitzengefühl. So manches Mal steckt hinter dem Wunsch, wieder nach Hause zu gehen, auch ein tief sitzender Kummer, der in der fremden Umgebung in der Nacht so richtig zu Tragen kommt. Das kann der Tod des geliebten Haustieres vor wenigen Wochen sein oder ein anderes einschneidendes Erlebnis, das das Kind nach wie vor beschäftigt.

Das Kind muss entscheiden dürfen, wann und bei wem

Es ist wichtig, den eigenen Rhythmus des Kindes zu respektieren und nicht über seinen Kopf hinweg zu entscheiden, wann es wo übernachten soll. Auch das Auswärtsschlafen ist eine Sache der Übung. Hat es einmal geklappt, klappt es meist auch in der Folge. Allerdings nicht immer, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Geht es schief, so kann sich das schnell aufs Selbstbewusstsein legen und bei mangelnder Unterstützung den nächsten Versuch noch schwieriger machen. Ganz besonders sollte man sich davor hüten, das Kind aufzuziehen oder es gar zu schimpfen, weil es einem den freien Abend verhagelt hat oder man es vielleicht als peinlich empfindet, sein Kind nachts abholen zu müssen.

Dem Kind Sicherheit vermitteln

Manchmal haben Eltern mit ihrem Verhalten im Vorfeld bereits eine solche Reaktion herausgefordert. Zum Beispiel dann, wenn es eigentlich ihnen schwerfällt, sich von dem Kind zu lösen. Das kann unbewusst zu Ängsten führen, manchmal auch zu einem schlechten Gewissen des Kindes den Eltern gegenüber - weil es sie alleine lässt. Das Kind muss merken, dass man ihm zutraut, dieses Abenteuer zu meistern, und dass man es ihm gönnt.

Kurze Nächte - auf beiden Seiten

Und ein Abenteuer ist es allemal. In anderen Familien, die meist auch aus anderen Konstellationen bestehen, herrschen schließlich auch andere Regeln und Gepflogenheiten. Hinzu kommt, dass eine Übernachtung bei Freunden meist ein langes Flüstern und Kichern im Kinderzimmer beinhaltet, ein gemeinsames Schlafen in einem Bett beziehungsweise auf einem Matratzenlager und eine zusammen gemeisterte, meist relativ kurze Nacht mit dem entsprechenden Morgen. All das schweißt eine Freundschaft noch enger zusammen.

Wenn es dann daran geht, das Kind abzuholen, ist es voller Erlebnisse und den Rest des Tages reichlich unausgeschlafen. Ein kleines Manko, das man gerne in Kauf nimmt. Denn jede gelungene Übernachtung bei Freunden erweitert schließlich - sozusagen ein netter Nebeneffekt - auch die elterlichen Freiheiten und ermöglicht die eine oder andere ungestörte Nacht.

Hier finden Sie zehn Tipps, wie das Abenteuer Auswärtsübernachtung gelingt.

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