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Lieblingslügen junger Eltern: So betrügen wir uns selbst

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Lieblingslügen junger Eltern - so betrügen wir uns selbst

05.12.2012, 12:08 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

Lieblingslügen junger Eltern: So betrügen wir uns selbst. Viele Mütter belügen sich vor der Geburt ihrer Kinder selbst - sie würden vieles anders machen, als ihre Eltern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Mütter belügen sich vor der Geburt ihrer Kinder selbst - sie würden vieles anders machen, als ihre Eltern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Ich werde nicht wie meine Mutter!", "So inkonsequent werde ich nie!" - diese Sätze hört man häufig von jungen Frauen, die über Kindererziehung reden. Doch ist das Baby dann da, sieht die Welt plötzlich anders aus. Frau muss feststellen, dass sie sich ordentlich in die Tasche gelogen hat und die guten Vorsätze nicht so einfach einzuhalten sind, wie gedacht. Denn Kinder kriegen ist nicht schwer, sie erziehen aber sehr. Wir entlarven für Sie sieben Lieblingslügen junger Eltern.

"Kinder brauchen Grenzen, deshalb werde ich konsequent sein!"

Jaja, die Konsequenz ist doch in fast allen Familien ein Thema. Man sieht es ja an der Supermarktkasse, was aus Kindern wird, deren Eltern inkonsequent sind. Da wird geschrien, getobt und gemotzt. "Bei mir wird es das nicht geben", denken fast alle Noch-Nicht-Eltern. Pustekuchen - jedes Kind braucht Grenzen, das stimmt. Doch jedes Kind fordert sie ein und "kämpft" gegen sie und dann wird es eben manchmal laut. Ob Eltern stets bis zum Äußersten konsequent sind oder nicht, macht in diesem Fall wenig Unterschied, Streit gibt es so oder so. Dass Kinder klare Eltern brauchen, steht außer Frage, doch auch Eltern dürfen manchmal inkonsequent sein und ihrem Liebling nachmittags noch ein zweites Eis kaufen, wenn die beste Freundin auch eins bekommt. Denn Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regeln und die Gratwanderung zwischen Konsequenz und Sturheit ist auch bei Eltern sehr schmal.

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"Wie meine Mutter werde ich nicht!"

"Wer schön sein will, muss leiden", diesen Satz habe ich in meiner Kindheit so oft gehört und jedes mal darüber geflucht - innerlich. Solche platten Sätze werde ich nie sagen, wenn ich eigene Kinder habe, das war mir spätestens im Teenageralter klar. Doch ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Nölt meine eigene Tochter beim Haarekämmen, rutscht mir ein ums andere Mal Omas Satz heraus. Und nicht nur der: "Andere Kinder wären froh, wenn sie so etwas Leckeres zu Essen hätten", "Übung macht den Meister" oder "Bei rot bleiben wir steh‘n, bei grün dürfen wir geh‘n", die elterlichen Floskeln sind vielzählig. Doch ist der erste Schock über sein eigenes "Mama-Verhalten" verdaut, lassen sich auch auch die Vorzüge erkennen. Denn meistens haben unsere Mütter ihren Job ganz gut gemacht und wir sind eben nicht genau wie sie, nur weil wir uns ihrer Tricks (und Tics) bedienen.

"Ich bleibe so, wie ich bin"

Ein weiterer Irrglaube vor der Geburt eines Kindes ist, dass Frau sich trotz Kind nicht verändert. Wie oft hat man diese Persönlichkeitsveränderung bei Freundinnen und Freunden beobachtet: Kaum ist das Kind da, dreht sich alles nur noch darum. Die junge Familie kommt nicht mehr auf Geburtstage und wenn man sich doch mal trifft, sind Windeln, das beste Milchpulver oder Babys Verdauung einziges Gesprächsthema. "Nein, das muss wirklich nicht sein, auch mit Kind bleibe ich so, wie ich bin!", denken deshalb viele Frauen.

Doch junge Eltern verändern sich zwangsläufig, ob sie es wollen oder nicht. Wie soll es auch anders sein: Die Eltern haben plötzlich die alleinige Verantwortung für einen kleinen Wurm, der ihr Leben in der ersten Zeit vollständig auf den Kopf stellt. Partys, Kurztrips und Hobbys sind plötzlich nicht mehr so wichtig, auch kinderlose Freunde geraten häufig ins Hintertreffen. Was zählt, ist die Versorgung und die Liebe des Kindes. Doch was ist schon schlimm daran? Nach einer gewissen Zeit, können auch junge Eltern aufatmen und sich wieder anderen Dingen zuwenden. Ob es die gleichen sein werden, wie vor der Geburt, wird sich allerdings dann weisen. 

"Mein Kind haut nicht"

Unangenehm: Kinder, die den Spielplatz aufmischen, nicht teilen können und sich mit Gewalt ihre Schaufel wiederholen, wenn das Gegenüber nicht spurt. "Mein Kind wird so was nie tun", da waren wir uns vor der Schwangerschaft wahrscheinlich alle sicher. Haben wir dann den ersten Sprössling und sitzen selbst auf dem Spielplatz, kommt das böse Erwachen: Hauen, Beißen und Kratzen gehört zur ersten Konfliktbewältigung meistens dazu. Zumindest in der ersten Phase des Erkennens - diese Schaufel will ICH haben. Bedenken Sie: Ihr Kind hat sein Ich erst vor Kurzem entdeckt und steckt jetzt die Grenzen ab. Sie oder Ihr Mann haben nichts falsch gemacht - keine Angst - dieser Entwicklungsschritt gehört zum Großwerden. Mit geduldigen Worten und einem beherzten Eingreifen, spätestens wenn die Schaufel zur Waffe wird, geht diese "gewalttätige Phase" schnell vorbei.

"Alles in rosa? Nein danke!"

Wie habe ich geschmunzelt über die Familien, in denen die Mädels rosa, pink und rot getragen haben und die Jungs in blau, grün und braun gekleidet waren. Oder die Mädchen einen Prinzessin-Lillifee-Rucksack und ihre Brüder Hase-Felix-Taschen stolz mit sich herumgeschleppt haben. Natürlich mit den passenden Brotboxen, Getränkeflaschen und Turnbeuteln. Nein, so werde ich den Klischees nicht entsprechen, mein Kind wird nicht nur in rosa oder hellblau herumlaufen! Ganz ehrlich? Ist sie doch. Meine Tochter liebt alles was rosa ist und am besten noch glitzert. Wie oft musste ich mir den Spruch anhören "Mama, das ist doch für Jungs!"

Dagegen kommt kaum eine Mutter an. Und im Nachhinein frage ich mich: Warum auch? Meine Tochter wird nicht zum in Spitzen gewandeten Hausmütterchen, nur weil sie als Kind gerne rosa getragen hat. Und Jungs werden nicht zu gefühllosen Machos, weil sie Piratenklamotten getragen und mit Waffen gespielt haben. Aus diesen Rollenbildern sind wir so langsam herausgewachsen, also gönnen wir doch unseren Kindern den Spaß, das anziehen zu dürfen, was sie möchten.

"Plastikspielzeug kommt mir nicht ins Haus"

Spätestens wenn man das erste Mal im Kindergarten steht - in der Hand eine rosa Plastikgitarre - ist es raus: Ja, wir kaufen Spielzeug aus Plastik. Manchmal. Vor der Geburt hätte man das von sich selbst kaum gedacht, doch steht das Kind mit großen Augen vor dem Musikset aus Plastik, dem Barbie-Puppen-Regal oder dem Star-Wars-Laserschwert, überlegt Frau, ob eine Ausnahme nicht auch mal okay wäre. So schlimm ist dieses Spielzeug ja gar nicht. Peinlich vor anderen Eltern wird es einem dann doch schon mal, wenn das Kind sich genau diese Dinge als Lieblingsspielzeug aussucht, wenn die Familie zu Kaffee und Kuchen geladen ist. Doch keine Angst, Sie sind nicht die Einzige, die im Kinderzimmer "Plastikleichen" versteckt hat.

"Mein Mann hilft genauso viel im Haushalt wie ich"

Emanzipierte Frauen haben kein Problem mit alten Rollenmodellen, auch nicht, wenn sie Mütter werden. Die Vorstellung ist gut, doch leider sieht der Alltag in vielen Familien anders aus. Beim ersten Kind klappt das Teilen der Aufgaben oftmals noch ganz gut. Doch ist das zweite Kind unterwegs, kippt auch bei gut ausgebildeten, erfolgreichen Frauen das Rollenmodell in der eigenen Familie. Die Gründe sind vielzählig. Ein großer ist, dass Mütter mit zwei Kindern häufig weniger arbeiten, als Mütter mit nur einem Kind. Der Vater wird über einen längeren Zeitraum Alleinverdiener, warum sollte er noch genauso viele Pflichten im Haushalt haben wie zuvor? Viele Frauen fühlen sich plötzlich als Hausfrau und ziehen sich selbst den Schuh an, alles selbst machen zu müssen - sie "machen ja sonst nichts".

Nach einer gewissen Zeit haben sich alle Familienmitglieder daran gewöhnt, dass Mama macht. Geht sie dann nach zwei, drei Jahren wieder arbeiten, bleibt die Arbeit zu Hause noch immer nur an ihr hängen. Achten Sie deshalb schon im Vorfeld darauf, dass Sie nicht in diese klassische Rolle verfallen. Nehmen Sie Ihren Mann beim Wort, wenn er während der Schwangerschaft von Aufgabenverteilung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht! So aufgeschlossen dafür, wie zu dieser Zeit, wird er wahrscheinlich nie wieder sein.

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