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Gruppenzwang gibt es schon im Vorschulalter

25.10.2011, 13:25 Uhr | dpa

Gruppenzwang gibt es schon im Vorschulalter. Für die Akzeptanz innerhalb der Gruppe passen sich Grundschüler der öffentlichen Meinung an. (Foto: archiv)

Für die Akzeptanz innerhalb der Gruppe passen sich Grundschüler der öffentlichen Meinung an. (Foto: archiv)

Erwachsene und Jugendliche orientieren sich oft an der Meinung anderer. Dass dies auch schon für Vorschulkinder gilt, konnten Wissenschaftler der Max-Planck-Institute in Leipzig und Nijmegen zeigen. Vierjährige passen demnach ihre öffentlichen Äußerungen der Mehrheitsmeinung gleichaltriger Kinder an - manchmal wider besseres Wissen.

Fast 100 vierjährige Kinder getestet

An dem Versuch nahmen 96 vierjährige Mädchen und Jungen aus 24 Kindergartengruppen teil. Im ersten Teil bekamen pro Durchgang vier Kinder ein scheinbar identisches Buch mit Tierbildern ausgeteilt. Aber nur drei der Bücher waren tatsächlich identisch, beim vierten war auf der rechten Seite manchmal ein anderes Bild zu sehen.

Kinder passten sich der anderen Meinung an

Die Kinder sollten nun bestimmen, zu welcher Tierfamilie die Abbildung gehört. Das Kind mit dem abweichenden Buch wurde also mit der aus seiner Sicht völlig falschen Einschätzung dreier Gleichaltriger konfrontiert. Das Ergebnis: Von 24 Kindern passten sich 18 dieser mehrheitlichen Einschätzung an, obwohl sie es eigentlich besser wussten.

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Auch im zweiten Test übernahmen viele Kinder die Meinung

Im zweiten Teil der Studie sollten die Kinder die richtige Lösung entweder laut aussprechen oder still auf das entsprechende Tier zeigen. Nur der Studienleiter konnte dann die Antwort sehen, nicht aber die anderen Kinder. Von 18 Kindern, die nicht der Mehrheit angehörten, übernahmen 12 die Einschätzung der anderen, wenn sie ihre Antwort laut aussprechen mussten. Sollten sie hingegen still auf die richtige Antwort zeigen, übernahmen nur Acht von 18 die Mehrheitsmeinung.

Kinder passten sich Öffentlich aber nicht Privat an

Die Kinder passten also in der Regel nur ihre öffentliche, nicht aber ihre private Antwort an die Mehrheit an. Die Anpassung habe somit soziale Gründe, wie zum Beispiel die Akzeptanz innerhalb der Gruppe, erläutern die Forscher. Schon vierjährige Kinder unterliegen somit einem gewissen Gruppenzwang.

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