Kindersicherheit
Interaktive Grafik zeigt die größten Gefahren in Ihrem Haus29.05.2013, 15:56 Uhr | rev, ots, t-online.de
Unsere interaktive Grafik zeigt, wo im Haus Gefahren für Kinder lauern - einfach auf das Bild klicken. (Quelle: Newslab)
Eltern können und sollen ihre Kinder nicht jede Sekunde überwachen und vor sämtlichen Gefahren dieser Welt beschützen. Trotzdem liegt ihnen die Sicherheit der Kinder natürlich am Herzen. Wir haben deshalb die wichtigsten Maßnahmen zusammengestellt, mit denen Eltern den Alltag ihrer Kinder so sicher wie möglich gestalten können. In unserer interaktiven Grafik können Eltern sich zudem versichern, keine Gefahren für ihr Kind zu übersehen.
Alle Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Oft erwarten Eltern die Gefahren jedoch an der falschen Stelle: Laut einer Studie der GFK Finanzmarktforschung erachten 85 Prozent der Eltern den Straßenverkehr als besonders gefährlich. Dabei ereignen sich dort nur 14 Prozent aller Unfälle mit Kindern in Deutschland. Die meisten Kinderunfälle (60 Prozent) geschehen hingegen in der Freizeit und im eigenen Zuhause.
Doch das muss nicht so sein! Um Unfallrisiken im eigenen Haus zu minimieren, ist es zunächst einmal wichtig, sämtliche Gefahrenquellen für Kinder ausfindig zu machen. Dazu empfehlen Experten Eltern, die Wohnung durch die Augen eines Kindes zu begutachten. Das heißt: Auf die Höhe des Kindes begeben und einfach mal mit offenen Augen auf allen Vieren durch alle Räume krabbeln, zu denen auch Kinder Zutritt haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Mama oder Papa auf diese Weise plötzlich scharfe Möbelecken, ungesicherte Steckdosen und Kabel, leicht zugängliche Chemikalien oder wackelige Möbelstücke entdeckten, die ihnen zuvor noch nicht aufgefallen sind.
Anschließend gilt es, diese Unsicherheiten zu beseitigen, indem man beispielsweise Treppenstufen endlich rutschfest macht, alle Steckdosen gegen solche mit Kindersicherung austauscht, Putzmittel und gefährliche Medikamente sicher abschließt, lose Schränke an die Wand dübelt und die Kochstelle mit einem Herdschutzgitter versieht.
Eine Gefahrenquelle innerhalb der Wohnung ist auch das Kinderbett, ein Ort, an dem sich Kinder gerade sicher fühlen sollten. Erst kürzlich tagte wieder die Arbeitsgruppe "Risiken in der Schlafumgebung von Babys und Kindern". Diese arbeitet an der Normierung von Produkten, mit denen gerade die Kleinsten am meisten zu tun haben: Kinderbettmatratzen, Nestchen, Hängewiegen, Kinderbettdecken und Kinderschlafsäcke. Denn die Statistik ist erschreckend. Laut Europäischer Verletzungsdatenbank (IDB) ereigneten sich in nur zwei Jahren EU-weit 17.000 Unfälle rund ums Bett bei Kindern bis zum vierten Lebensjahr.
Die Unfallursachen sind vielfältig, aber oft spielen unausgereifte Produkte im direkten Schlafumfeld eine Rolle. Die Untersuchung der Kommission ergab, dass sich die Kleinen etwa in Matratzen einklemmen, Kleinteile verschlucken, sich an Schlaufen strangulieren oder im Bett überhitzen. Ziel ist nun, durch Normung die Zahl dieser Fälle und das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod (SIDS) zu senken. Denn Säuglinge und Kleinkinder verbringen einschließlich der wachen Phasen bis zum fünften Lebensjahr mindestens den halben Tag in einem zum Schlafen gedachten Umfeld - und das oft unbeobachtet
Genauso wichtig ist es natürlich, Kinder auf brenzlige Situationen außerhalb der Wohnung vorzubereiten. So sollten Eltern zum Beispiel mit dem Schulweg-Training nicht bis zur Einschulung warten. Stattdessen ist es ratsam, künftige Grundschüler bereits einige Wochen zuvor mit dem Weg, dem Straßenverkehr und den wichtigsten Regeln vertraut zu machen.
Gleiches gilt für die Zeit nach der Grundschule, wenn die Kids mit dem Fahrrad in ihre neue Schule fahren wollen. Dann allein auf die in der dritten oder vierten Klasse bestandene Fahrradprüfung zu vertrauen, wäre fahrlässig. Besser ist es, vor dem Schulwechsel den Schulweg gemeinsam mit dem Kind durchzugehen und vielleicht sogar zusammen abzufahren.
Ähnlich verhält es sich beim Schwimmen. Davon auszugehen, dass kleine Kinder nach einigen Stunden Schwimmunterricht schon ohne Weiteres allein am oder im Wasser gelassen werden können, kann fatale Folgen haben. Hier bedarf es stattdessen lückenloser Aufsicht und die Möglichkeit, mit den Eltern im Schwimmbad die bisher erworbenen Schwimmfertigkeiten weiter zu festigen.
Selbst wenn man all diese Maßnahmen berücksichtigt, hat man keine Garantie, dass es nicht doch einmal zu einem Unfall kommt. Aber es sind Vorkehrungen, die Kinder sicherer und Eltern ein ganzes Stück entspannter leben lassen.
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29.05.2013, 15:56 Uhr | rev, ots, t-online.de
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