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Schlafstörungen bei Kindern: Schnarchen wird oft falsch behandelt

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Kleine Schnarcher oft falsch behandelt

16.03.2013, 11:21 Uhr | Katrin Zeiß, dpa

Schlafstörungen bei Kindern: Schnarchen wird oft falsch behandelt. Schlafstörungen treffen jedes fünfte Kind. Oft sind die Störungen sogar von den Eltern mit verschuldet.  (Quelle: dpa)

Schlafstörungen treffen jedes fünfte Kind. Oft sind die Störungen sogar von den Eltern mit verschuldet. (Quelle: dpa)

Wenn Kinder schlecht schlafen, belastet das die ganze Familie. Zappeligkeit und Unkonzentriertheit sind bei den Kleinen die Folgen, die häufig zu Fehldiagnosen und falschen Therapien führen. Schlafforscher machen auch Eltern für Schlafstörungen verantwortlich.

Schlafstörungen führen oft zur Fehldiagnose ADHS

Viele Kinder schnarchen nach Beobachtungen von Schlaflaboren so stark, dass es zu Atemnot und ständigen Weckreizen kommt. "Anders als Erwachsene reagieren Kinder tagsüber darauf aber weniger mit Müdigkeit, sondern mit Zappeligkeit und Unaufmerksamkeit", sagt die Schlafforscherin Sabine Scholle vom Robert-Koch-Krankenhaus Apolda. "Sie werden deshalb oft in die ADHS-Ecke gestellt und fälschlicherweise mit Medikamenten behandelt."

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Das eigentlich von Erwachsenen bekannte Schlafapnoe-Syndrom - starkes Schnarchen mit Atemaussetzern - trete etwa bei sieben Prozent der Kleinkinder auf, verweist Scholle auf Studienerkenntnisse. "Zur Abgrenzung von ADHS sollten Kinderärzte fragen, ob die Kinder schnarchen."

Für eine weitergehende Diagnostik könnten diese dann in ein Schlaflabor überwiesen werden. Nach Angaben der Expertin behandeln mindestens 50 der rund 300 Schlaflabore bundesweit auch Kinder.

Erstmals Normwerte für den Schlaf von Kindern und Jugendlichen

Dazu gehört auch das schlafmedizinische Zentrum Apolda, das 1992 als eines der ersten in Ostdeutschland eröffnet wurde. Es stellt in Jena die nach eigenen Angaben erste nationale Studie zu Normwerten für den Schlaf von Kindern und Jugendlichen vor, in die Daten aus 16 deutschen Laboren eingeflossen sind. "Damit lässt sich abgrenzen, ab wann es sich um eine echte Schlafstörung handelt", erklärt Scholle. Die Labore zeichnen mit spezieller Untersuchungstechnik die Körperfunktionen während des Schlafs auf, was etwa einen Überblick über die Zahl der Atempausen oder der Beinbewegungen gibt.

Jedes fünfte Kind betroffen

Die DGSM geht davon aus, dass bei etwa 20 Prozent aller Kinder Schlafstörungen auftreten. Dabei spielten neben dem Alter der Kinder auch bestimmte Umbruchphasen in deren Lebensgewohnheiten eine Rolle, etwa der Wechsel der Kita oder der Schulbeginn, sagte Scholle.

Auch Eltern sind schuld

Ein- und Durchschlafstörungen würden von den Eltern allerdings mitunter auch gefördert. "Schreiende Kleinkinder müssen nicht gleich aus dem Bett geholt und gefüttert werden, damit sie wieder einschlafen." Es sei völlig normal, dass Kinder nachts immer einmal aufwachten. "Erst wenn das mindestens viermal pro Nacht und das auch über einen längeren Zeitraum passiert, kann man von einer Schlafstörung reden."

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