Sonnenschutz
UV-Strahlung und Kinderhaut: Eltern sind zu leichtsinnig18.06.2013, 08:08 Uhr | mmh, t-online.de
Vorsichtsmaßnahmen wie Sonnencreme gehören zum ungetrübten Spaß in der Sonne. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Endlich schönes Wetter! Weg mit den Regenklamotten! Raus in die Sonne! Doch Wissenschaftler warnen: Sonne bedeutet gefährliche UV-Strahlung. Sie fordern einen veränderten Umgang mit Sonne, damit nicht schon unsere Kinder Hautkrebs bekommen. Dass die Gefahr steigt, leiten Forscher davon ab, dass schon Kleinkinder immer viele Leberflecken auf der Haut entwickeln. Die ABCDE-Regel ist ein Anhaltspunkt für das Hautkrebsrisiko.
Im Rahmen einer dreijährigen Studie haben Dresdner Hautärzte des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt die Auswirkungen der über die Jahre zunehmenden UV-Strahlungen auf Kinderhaut untersucht. An der Studie nahmen rund 400 Drei- bis Sechsjährige teil. Eine Elterngruppe erhielt kontinuierlich Schulungen zu Sonnenschutzmaßnahmen, die andere nicht. Unabhängig von der Information, von Hauttyp, Haar- und Augenfarbe hat sich die Zahl der Pigmentmale bei den Kindern fast verdreifacht, so der Leiter der Dermatologie am Klinikum Friedrichstadt, der die Studie verantwortet.
Leberflecke sind eine Art Maßeinheit. Das Hautkrebsrisiko hängt zwar von vielen Faktoren ab, aber das offensichtlichste Warnsignal sind Leberflecke. Steigt deren Zahl bei Vorschul- und Schulkindern stark an, tragen sie ein erhöhtes Risiko für ihr Gesamtleben, an Hautkrebs zu erkranken, erklärt Uwe Wollina gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.
Von vier auf 20 Leberflecke in drei Jahren, das war der Schnitt. Erwartet hatten die Forscher einen Anstieg auf acht oder zehn. Die Alarmglocken schrillen, denn offensichtlich ist die Ultraviolettbelastung für Kleinkinder enorm gestiegen, das Bewusstsein für die damit verbundenen Gefahren aber nicht.
Zwischen intensiver UV-Belastung beispielsweise im Urlaub am Meer oder in den Bergen und der Neuentwicklung eines Pigments liegt eine zeitliche Verzögerung von etwa einem Jahr. Bei Kindern wird die Zahl der Pigmentflecken unter anderem auch durch den verwendeten UV-Schutz beeinflusst. Kinder, die Sonnenbrände hatten, weisen deutlich mehr Leberflecke auf als solche ohne Sonnenbrände.
Nicht nur der Sonnenschutz sollte zur täglichen Sommerroutine werden, auch die Kontrolle der bestehenden Leberflecke. Dabei können sich Eltern an der ABCDE-Regel orientieren. Diese Regel liefert Verdachtsmomente, ob ein Hautveränderung bösartig ist. Natürlich ersetzt sie keine ärztliche Diagnose. Das sind Warnsignale:
"Die Ergebnisse dieser weltweit einmaligen Studie sind alarmierend", so Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß. "Die untersuchten Kinder sind der UV-Strahlung ohne ausreichende Sonnenschutzmaßnahmen ausgesetzt gewesen, obwohl ihre Eltern kontinuierlich und zielgerichtet über die gesundheitlichen Risiken unterrichtet worden sind. Dies lässt für uns den Rückschluss zu, dass alle mannigfach vorhandenen Informationen und Aufklärungen zum Thema 'Sonnenschutz' leider noch keine Verhaltensänderungen bewirken. Wir wiegen uns vielmehr in der Sorglosigkeit, dass Sonne gut tut."
Diese Maßnahmen helfen
Clauß appelliert an das Vorbildverhalten von Eltern und Erziehenden, wenn es um UV-Schutz geht. Sonnenschutz ist ein unbedingtes Muss, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Hut und Shirt sollten im Sommer zur Grundausstattung gehören. Außerdem sollten Kinder am besten im Schatten spielen. Sonnensegel als Schattenspender über Sandkästen und Planschbecken sind ein wichtiger Schutz.
Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hatte diese Studie in Auftrag gegeben. Von 2009 bis 2012 haben die Dermatologen des Klinikums Friedrichstadt unter Leitung von Professor Uwe Wollina 400 Kindergartenkinder regelmäßig mit modernster Technik auf das Vorhandensein und den Zuwachs von Leberflecken untersucht. Leberflecken gelten als wichtigste Risikofaktoren bei der Entstehung von Hautkrebs.
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18.06.2013, 08:08 Uhr | mmh, t-online.de
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