01.08.2013, 08:13 Uhr | dpa, t-online.de
Kinder brauchen Fett - allerdings nicht zu viel! (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Für Entwicklung, Wachstum und als Energielieferant benötigen Kinder Fett. Denn nur mit Hilfe von Fetten kann ihr Körper lebenswichtige Vitamine aus der Nahrung richtig nutzen. Darauf weist Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen hin. Das heißt allerdings nicht, dass Kinder deshalb fettreich essen sollten. Welche Mengen sind jedoch angemessen?
Die tägliche Ration Fett sollte dem Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) zufolge bei Kindern ab vier Jahren nicht mehr als etwa 30 bis maximal 35 Prozent der gesamten Energiezufuhr ausmachen. Das entspricht einer Menge von etwa 60 bis 70 Gramm Fett für sieben- bis zehnjährige Kinder und 80 bis 95 Gramm für 13- bis 15-jährige pro Tag. Bei Kindern unter vier Jahren liegt der Richtwert für die empfohlene Fettmenge bei 30 bis 40 Prozent der Gesamtenergie.
Daraus ergeben sich folgende Richtwerte für die verschiedenen Altersgruppen:
Alter | Fett pro Tag |
1-4 Jahre | 35-47 Gramm |
4-7 Jahre | 50-56 Gramm |
7-10 Jahre | 60-70 Gramm |
10-13 Jahre | 75-84 Gramm |
13-15 Jahre | 80-95 Gramm |
Wichtig ist aber nicht allein die Menge, sondern auch die Art der Fette. Ideal sind einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ihnen wird eine positive Wirkung auf die Blutfettwerte zugeschrieben. Niehaus empfiehlt Eltern daher, vor allem Rapsöl und Olivenöl in der Küche zu verwenden, weil sie eine große Menge dieser Fettsäuren enthalten. Ebenfalls geeignet sind Distel-, Sonnenblumen-, Leinsamen- und Sesamöl. Außerdem stecken in Fisch, Nüssen, Avocado und Sojabohnen viel gesunde Fette.
Höchstens zehn Prozent der täglichen Fettzufuhr sollte dem FKE zufolge aus gesättigten Fettsäuren bestehen. Denn sie können - wie gehärtete Fette und Transfettsäuren - das schlechte Cholesterin im Blut erhöhen. Doch in welchen Lebensmitteln ist besonders viel Fett? Gesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in Wurst und Käse. Auch in Palmfett, Fertiggerichten, Fast Food sowie frittierten Speisen sind sie enthalten. Chips, Snacks und Gebäck sind in dieser Hinsicht ebenfalls kritisch.
Für die Ernährung ihrer Kinder müssen Eltern versuchen das richtige Maß zu finden. Dafür sollten sie sich angewöhnen, die angegebenen Nährwerte auf Lebensmittelverpackungen genauer zu studieren. Meistens hat Säuglingsnahrung einen niedrigen Fettanteil. Der angemessene Fettbedarf lässt sich hier zum Beispiel durch ein wenig Rapsöl oder Butter im Babybrei erreichen.
Dagegen ist der Fettgehalt in Lebensmitteln, die schon etwas ältere Kinder zu sich nehmen, oft sehr hoch. Durch den Austausch von fettreichen gegen fettarme Produkte kann das ausgeglichen werden. Statt Vollmilch könnte fettarme Milch gewählt oder statt Salami auf Schinken zurückgegriffen werden.
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01.08.2013, 08:13 Uhr | dpa, t-online.de
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